dieStandard.at-Interview

"Ein Heft für Übergrößen will 'Brigitte' nicht sein"

Beate Hausbichler, 9. Mai 2010, 17:36
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    foto: brigitte.de

    Im Netz kann für eine Anwärterin gevotet werden.

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    foto: andreas lebert

    Andreas Lebert ist seit 2002 Chefredakteur der "Brigitte".

Andreas Lebert, Chefredakteur der auflagenstärksten deutschen Frauenzeitschrift, über Reaktionen zur "Ohne Models"-Aktion und den Feminismus-Faktor seines Heftes

Seit 1954 erscheint die Frauenzeitschrift "Brigitte" mit Beiträgen über Mode, Schönheit, Beruf, PartnerInnenschaft, Gesundheit oder Politik. Somit beteiligte sie sich als auflagenstärkste deutsche Frauenzeitschrift an der Sozialisation gleich mehrerer Frauen-Generationen. Ende letzten Jahres verkündete die Redaktion, ab Jänner 2010 die Modeseiten gänzlich ohne professionelle Models zu gestalten, eine Reaktion auf die immer dünner werdenden Models, hieß es von Seiten der Redaktion. So sind seit vier Monaten die Mode- und Schönheitsseiten der "Brigitte" modelfreie Zone, ob es sich dabei um eine kleine Revolution oder nur um eine gelungene PR-Strategie handelt wurde intensiv diskutiert (auch dieStandard.at kommentierte die Umsetzung der Aktion: Kommentar: Ohne Models - Mit extra Fetttabelle). "Brigitte" hat aber nicht nur keine Models, sondern seit 2002 auch einen männlichen Chefredakteur. Beate Hausbichler fragte bei Andreas Lebert nach, wie die "Ohne-Models"-Aktion läuft, warum ein Mann eine Frauenzeitschrift leitet und wie feministisch die "Brigitte" sein darf.

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dieStandard.at: Wie entwickelt sich die "Ohne-Models"-Aktion, die nun schon seit einigen Monaten läuft?

Andreas Lebert: Die Resonanz war überwältigend, damit hatten wir so nicht gerechnet. Mittlerweile haben sich etwa 30.000 Frauen für eine Fotoproduktion bei uns angemeldet. Insgesamt erhalten wir auf unsere "Ohne-Models"-Initiative sehr gute Rückmeldungen, gleichwohl gibt es auch kritische Stimmen, die finden, die abgebildeten Frauen seien zu schön oder zu jung. Andere meinen, sie seien zu alt oder nicht hübsch oder schlank genug. Wieder andere finden, dass man keinen so großen Unterschied zu den Models von früher sieht. Diese Kritik wundert mich, denn sie geht davon aus, dass alle schönen Frauen auf der Welt Models geworden sind. Natürlich inszenieren wir die Frauen genauso gut wie vorher, die gleich guten Fotografen, perfekte Locations, tolle Mode, professionelles Styling usw. Wir wollen natürlich, dass die Frauen toll aussehen.

dieStandard.at: Wie werden die Frauen ausgewählt?

Lebert: Die Auswahl trifft die Redaktion, jeweils passend zur anstehenden Fotoproduktion. Regelmäßig stellen wir auch Frauen auf der "Brigitte"-Homepage vor und bitten unsere Userinnen um ihre Meinung: Wen wollen sie in der "Brigitte" sehen? Die, für die gevotet wurde, wird dann zur Produktion eingeladen.

dieStandard.at: Vollschlanke Frauen haben es bisher ja nicht in die "Brigitte" geschafft.

Lebert: Eine Konfektionsgröße ist doch nicht das entscheidende Kriterium für Schönheit, weder in die eine noch in die andere Richtung. Wir suchen Frauen, die eine gute Ausstrahlung haben und die attraktiv sind, oft auf ganz unterschiedliche Weise. Die Frauen, die wir fotografieren, sollen keinem einheitlichen Bild entsprechen, weder im Typ, noch im Alter, noch was ihre Figur angeht. In den kommenden Heften wird das noch deutlicher werden. Ein Heft für Übergrößen will "Brigitte" aber nicht sein.

dieStandard.at: Werden die Frauen, die in der "Brigitte" statt den Models fotografiert werden, bezahlt?

Lebert: Natürlich, sie bekommen ein vergleichbares Honorar wie früher unsere Models.

dieStandard.at: Dass ein Frauenmagazin einen männlichen Chefredakteur hat, ist nicht alltäglich. Wie ist es dazu gekommen?

Lebert: Seit etwa einem Jahr haben wir bei der "Brigitte" eine Doppelspitze, mit mir bildet Brigitte Huber die Chefredaktion. Das war zwar keine politische Entscheidung, aber man muss doch klarstellen, dass inzwischen nicht mehr ein Mann an der Spitze ist, sondern ein Mann und eine Frau.

Ich hatte schon in den 80ern für "Brigitte" gearbeitet. Als 2002 jemand gesucht wurde und man mich ansprach, habe ich nur unter der Voraussetzung "Ja" gesagt, dass der Redaktionsbeirat zustimmt. In diesen Gesprächen mit den sieben bis acht Redakteurinnen des Beirats haben wir über alles geredet, was das Blatt betrifft, nur nicht darüber, dass ich ein Mann bin. Das war kein Thema. Zehn Jahre davor wäre es aus politischen Gründen wahrscheinlich noch ausgeschlossen gewesen, an der "Brigitte"-Spitze stand bis dato eine Frau. Jetzt sagen die Kolleginnen oft, ich sei "eine von ihnen", das ist natürlich ein schönes Kompliment.

dieStandard.at: Gesamtgesellschaftlich gesehen ist es aber noch nicht egal, ob ein Mann oder eine Frau eine Führungsposition bekommt, oder?

Lebert: Nein. Das ist auch etwas, was die "Brigitte" immer wieder thematisiert. Ich persönlich wäre auch für Quoten in den Unternehmensspitzen. Es gibt so viele Untersuchungen, die zeigen, dass Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher sind, wenn sie Frauen an den Spitzen haben, in den Vorständen und den Aufsichtsräten - nicht immer nur in der zweiten Ebene. Dass es an der Spitze immer noch einen Club der Männer gibt, ist ein beklagenswerter Zustand.

dieStandard.at: Das Wort "Feminismus" wird in Frauenzeitschriften ja tunlichst vermieden. Wie feministisch darf denn die "Brigitte" sein? Hat sie überhaupt einen solchen Anspruch?

Lebert: Die "Brigitte" versteht sich als ein Blatt für Frauen wie sie sind und nicht, wie manche sie gern hätten - mit Respekt vor jedem Lebensentwurf. Insofern versteht sie sich auch als Frauenrechtlerin.

Als ich in den 80ern in der "Brigitte"-Redaktion arbeitete, präsentierten wir die Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung zum Thema "Kind und Beruf" auf einem Kongress in Hamburg. Die damals wichtigsten Politikerinnen waren da und etwa 2.500 ZuschauerInnen. Eines der Ergebnisse lautete: Frauen wünschen sich mehr Teilzeit und die Möglichkeit, in unterschiedlichen Lebensphasen die Arbeitszeiten zu variieren. Das führte zu zwei Arten von Protesten. Die einen meinten: "Ihr - 'Brigitte' - zementiert mit diesem Ergebnis, dass Frauen in der Berufswelt zweite Klasse bleiben. Das ist eine politische Kampfansage gegen den Feminismus!" Und der Hausfrauenbund, der damals noch mächtig war, hat unter Protest den Saal verlassen und gesagt: "Ihr - 'Brigitte' - sagt den Frauen, dass sie arbeiten gehen sollen, dabei können Frauen auch glücklich sein, wenn sie es nicht tun."

Wir haben schon immer gesagt, man kann feministisch sein und gern kochen, man kann feministisch sein und High-Heels anziehen. Diese scheinbare Widersprüchlichkeit wird übrigens Männern nie vorgeworfen. Wenn einer eine Motorsportzeitschrift in der Hand hat, wird dennoch nicht angezweifelt, dass er auch Vorstandsvorsitzender werden kann. Bei Frauen wurde das immer auf eine Art und Weise diskutiert, aus der sich die "Brigitte" herausgehalten hat, obwohl sie die politischen Themen auch befördert hat. Ich behaupte, dafür, dass der Feminismus in den Dörfern angekommen ist, hat sie mehr getan, als manch andere Zeitschrift in den 70er und 80ern.

dieStandard.at: Aber muss aus feministischer Perspektive nicht tatsächlich genauer nachgefragt werden, warum es diesen Wunsch von Frauen nach Teilzeit gab und gibt?

Lebert: Wir haben in unserer Redaktion fast jedes erdenkliche Arbeitsmodell. Der Versuch, in der männlichen Welt die Berufstätigkeit der Frauen durchzusetzen und damit unter Umständen die männliche Welt zu verändern - so würde ich das politische Ziel der "Brigitte" sehen.

dieStandard.at: Es gibt Studien, die schlechte Stimmung nach der Lektüre von Frauenzeitschriften (dieStandard.at berichtete: Man kann sich nur als Verliererin fühlen) nachweisen. Was sagen Sie dazu?

Lebert: Ich kenne diese These, glaube aber nicht daran, sonst gäbe es Frauenzeitschriften schon längst nicht mehr. Eine Frauenzeitschrift zu lesen, heißt, ich möchte mich entspannen, ich möchte mich erholen und möchte nicht an meinen äußeren und inneren Stress denken - das ist die Hauptmotivation beim Kauf. Wenn die These stimmen würde, würden die Zeitschriften nicht mehr gekauft werden und "Brigitte" wird seit dem Start unserer "Ohne Models"-Initiative im Schnitt sogar noch häufiger am Kiosk verkauft als früher.

dieStandard.at: Wo liegen für Sie die Grenzen in der Berichterstattung über Schönheitspraktiken? In manchen Frauenzeitschriften wird etwa ästhetische Genitalchirurgie bereits als völlig gängige kosmetische Möglichkeit präsentiert.

Lebert: Da muss man eine klare Haltung beziehen. Dieses Thema würde ich nur mit einer klaren Haltung dagegen ins Blatt nehmen.

dieStandard.at: Wo sehen Sie neue Herausforderungen für Frauenzeitschriften wie die "Brigitte"?

Lebert: In einer Medienlandschaft, die sich immer mehr um klassische Frauenthemen dreht, einen Weg zu finden, privater zu sein. Das heißt, Frauen nicht im öffentlichen, sondern im privaten Raum anzusprechen und danach auch die Themen auszurichten. Welcher Aspekt ist interessant, der eben nicht im "Stern" oder "Spiegel" besprochen wird. Gesellschaftspolitisch kommt es darauf an, dass Frauenzeitschriften eine Haltung bei den Themen einnehmen, die für Frauen wichtig sind. Eines dieser Themen ist Schönheit. Frauen möchten gut aussehen, aber: Hier wecken alle möglichen Industrien beständig neue und manchmal kaum erreichbare Wünsche. Für Frauenzeitschriften ist es wichtig eine Haltung zu finden, die sie für Frauen klar unterscheidbar macht. Ein Beispiel ist unsere "Ohne Models"-Initiative, da schwingt eine Begeisterung dafür mit, dass ein großes Medium zu etwas "Nein" sagt. Dass ein Beruf, in dem Frauen immer dünner werden, praktisch verschwinden, auch verschwinden soll. Dieses "Nein" war offensichtlich attraktiv. Eine klare Haltung, eine Positionierung, wird immer wichtiger und eine neue Herausforderung für Frauenmedien werden. (Die Fragen stellte Beate Hausbichler, dieStandard.at, 9.5.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
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Gegenflieger
43
10.5.2010, 20:09
Von Wegen

Übergrößen?
Wann wurde denn der Terminus des Fett seins eingestellt.
Und wieso wundert man sich hier darüber warum man eine schlanke Zwanzigjährige , einer Fünfundvierzigjährigen Dreivierteltonnen Frau vorzieht,die einen Hintern wie ein Wasserbüffel hat.

Und immer diese ausreden man hätte die Größenangaben kleiner gemacht.
Die sind gleich geblieben , nur seid ihr massiv in die breite gegangen.
Wie sagte einst Al Bundy.
Nicht das Kleid macht dich Fett , es ist das Fett das dich Fett macht.)

Naschgul
00
12.5.2010, 23:44

Die Größenangaben stimmen auch nicht mehr. Was bei Orsay Größe 36 ist, ist bei H&M Größe 38 oder Gr. 40. Das wechselt von Geschäft zu Geschäft.

manu zinner
00
12.5.2010, 18:02
die größenangaben

kannst schmeißen! die stimmen einfach ned! bei herrenkleidung kenn ich mich ned aus, aber bei frauenkleidung passt die eine 44er nicht mit der anderen 44er zusammen, so schauts aus! und du bleibst a ned 20 und wennst kan batzen geld hast und schiach bist, dann kannst dir dein modelgirlie mit 18 jahren auch ned kaufen!

der bunte faschist
00
10.5.2010, 18:14
Ps:


So oder so ähnlich von M.Klonovsky.

der bunte faschist
11
10.5.2010, 18:13
Ich liebe Frauen.


Und ich mag den Feminismus -
er (sie?) ist ein/e frohe/r Botschafter/In.
Wo er/sie auftritt, gibt es keine wirklichen Probleme.

Shark Abuser
00
10.5.2010, 14:44
Ohne Journalisten!

Einen ganzen Berufsstand um die Arbeit zu bringen, weil es ein paar schwarze Schafe gibt ist extrem unkorrekt!
Hier werden hart arbeitende junge Menschen gemobbt.
Zum Vergleich: ein paar Journalisten sind übergewichtig, daher wird der Standard in Zukunft ganz ohne Journalisten erzeugt!

bluebeard's 8th wife.
23
10.5.2010, 13:18
wenn ich schon "übergößen" lese...

nachweislich sind die konfektionsgrößen in den letzten jahren geschrumpft, so dass man davon ausgehen kann, dass eine 38er von vor 15 jahren heute einer frau mit größe 42 nicht mehr richtig passen würde.

trotzdem werden die modestrecken auf mädels mit maximal größe 36 hingetrimmt, wurscht wo man sie her hat.

ich mag mode und ziehe mich gerne gut und/oder modisch an. aber die modezeitschriften sagen mir nichts mehr - weil das gezeigte allzu unrealistisch ist. daher gebe ich auch kein geld mehr für sie aus.

Gefräßige Gebärmutter
10
10.5.2010, 17:56
Stimmt. Was vor 15 Jahren Größe 38 war, läuft heute unter 40 oder 42.

Als ich Teenager war, gab es noch gar keine Größe 34 oder 32 bzw XS oder XXS. Die wurden wohl erfunden, weil sie nach weniger klingen.

Ich trug immer 36 bzw S. Heute passt - bei gleichem Gewicht - plötzlich 34 bzw XS.

manu zinner
00
12.5.2010, 18:05
bei wem passt 34?

das ist doch überall anders! die angabe kannst vergessen! mir passt einmal 40, dann 42 und beim anderen hersteller 44! das ist wie man sieht überhaupt ned genormt! außer dass alle modelfetzen gerade geschnitten sind und dass die daraus gebildeten großen größen trotzdem ned passen, das ist offensichtlich genormt!

Gefräßige Gebärmutter
00
14.5.2010, 09:52

Mir passt 34. Aber: ja, die Sachen sind auch unterschiedlich geschnitten.

Vor einiger Zeit probiert: zwei Jeans Größe 34, selbes Modell, einmal schwarz, einmal stonewashed - die eine ist an mir geschlottert, die andere passte perfekt und trage ich immer noch gerne. Aber wundern tut man sich da schon ...

Captain Smoker
01
10.5.2010, 16:40
"nachweislich"

Na dann weisen Sie mal bitte nach. Das interessiert mich jetzt auch.

Naschgul
00
12.5.2010, 23:47

Sie müssen nur eine Gr. 38 von Orsay mit einer Gr. 38 von H&M vergleichen. Orsay schneidet deutlich kleiner als H&M. Von Marilyn Monroe heißt es, dass sie Gr. 42 hatte - heutzutage wäre das eine Übergröße, aber schauen Sie sich die Frau doch mal an. Das ist bestenfalls eine Gr. 38/40.

Captain Smoker
01
13.5.2010, 00:00

Eigentlich ist es ja genau anders. Die Kleidergrößen werden regelmäßig angepaßt (natürlich nur eine unverbindliche Empfehlung an die sich aber doch viele halten), erst letztes Jahr. Und wenn die Menschen durchschnittlich dicker werden, wird das eben nach oben hin korrigiert.

die Resi-Tant Evil
00
10.5.2010, 15:59

"... ich mag mode ... aber die modezeitschriften ... daher gebe ich auch kein geld mehr für sie aus."

Ging mir genauso mit Musikzeitschriften, vor vielen vielen Jahren. Darum darf ich Ihnen meine diesbezgl. Erfahrung weitergeben: Rechnen Sie nicht damit, in einem halben Jahr sperrt die Modezeitschriftenbranche zu, weil Sie persönlich ab jetzt keine Modezeitschriften mehr kaufen.

Klingt vielleicht bissig, ist aber die trockene Wahrheit.

poldus feschulus
00
10.5.2010, 14:51
wo

habens denn das her ? Was stimmt ist, D 38 = +/- it. 42

Jens Kampe
05
10.5.2010, 14:09
Apropos Übergrößen

War es nicht Dieter Nuhr, der mal sagte "Wenn Frauen einkaufen gehen, ist das super einfach. Käuferin sagt 38, Verkäuferin bringt 42. Passt." :-)

Ingrid Goeschl1
01
10.5.2010, 13:42
Es gibt nur eine Antwort darauf, dass frau sich von solchen Zeitschriften nicht den Preis entsprechend unterhalten fühlt,

sondern bloß Aussehensvorgaben für superschlanke Teenager vorgeführt bekommt:

Nicht kaufen!

Lilith Boessse
 
23
10.5.2010, 11:51
miss austria 2009 (oder wars schon 2010)..

..die hat mit ihrem missen-titel ein fotoschooting (ihr erstes) mit manfred baumann gewonnen. dabei hat sie mit sexy unterwäsche auf allen vieren kniend seitlich in die kamera gelächtelt. hm .... was für ein "gewinn"!
wie billig sex sich verkauft. eigentlich schade.

anyway. herr baumann hatte seine hünding mit, die bei den shootings gerne vor die kamera springt. frau baumann hat gemeint, sie posiert gerne vor der kamera, sie sei eben eine tussy! :o)))
die frau hat übrigens eine model-agentur.

Karin Stadler2
11
10.5.2010, 12:57
tja, ja..

das was man sucht "Miss Austria" Titel, bekommt man /gewinnt man dann auch...

Sie schildern das "Umfeld" recht gut...

Ist wirklich traurig, wie sich Frauen erniedrigen lassen und die Mehrzahl der Abgebildeten und Betrachterinnen, merkt's nicht einmal..

Mirstetta Toni
01
10.5.2010, 16:29

wurde sie gezwungen?

Karin Stadler2
00
10.5.2010, 17:32
Nein, das ist ja das erstaunliche

Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie Frauen in diesen Posen gerne sehen?

Aber es gibt genug Frauen, die mehr im Kopf haben..

Mirstetta Toni
01
10.5.2010, 20:02

nur zur info: ich kaufe mir grundsätzlich keine zeitschriften mit nackerpatzerln. auch such ich keine im www oder sonstwo.

sollte mir trotzdem ein bild unterkommen, werde ich nicht wegsehen und pfui gax rufen.

und es gibt genug sehr intelligente frauen die sich in solchen posen ablichten lassen.
reine frage des selbstbewusstseins.

ich kann mich noch gut auf das bild von dolly schmidinger erinnern; "toll" haben die feministinen gerufen.

Shark Abuser
08
10.5.2010, 14:47

Dann sollten Sie mal sehen, wie Männer erst erniedrigt werden - wenn sie z.B. beim Bundesheer sind.
Und zwar per Gesetz verpflichtend, nicht freiwillig zum Geldverdienen...

Round'n'round it goes
05
10.5.2010, 09:02

"Brigitte" ist sicher eine der besseren Frauenzeitschriften. Was es da noch so alles am Markt gibt, da stellt es einem ja die Haare auf. Da hebt sich die "Brigitte" sicher positiv hervor. Allerdings muss ich mich doch seit dieser Ohne-Models-Aktion immer wieder ärgern. Es werden die gleichen Klischeefrauen gezeigt wie früher. Vonwegen "für Frauen, wie sie sind, nicht wie man sie gerne hätte".
Ich persönlich lese die Zeitschrift second hand und eigentlich nur wegen Mode und Kosmetik. Das interessiert mich, da schmökere ich gerne durch. Bildung erwarte ich mir davon nicht und das sollte man sich auch nicht von einer Frauenzeitschrift (oder von den meisten Zeitschriften) erwarten.

die Resi-Tant Evil
00
10.5.2010, 11:09

"... muss ich mich seit dieser Ohne-Models-Aktion ärgern. Es werden die gleichen Klischeefrauen gezeigt wie früher. ..."

Sie verstehen vielleicht, ohne nähere Details, was genau Sie ärgert, lässt das unendlichen Interpretations Spielraum zu.

"Schönheit" wird immer irgendein Stereotyp sein. Und frau entscheidet, ob und wie sehr sie ihm nachstrebt. Hand aufs Herz - ich brauche keine Anleitung oder Anregung, die mir erklärt was ich tun muss, damit ich bin wie ich bin.

Und bitte, "Bildung" im Sinn von Information, die mir neu war, ist für mich mit ein Grund, warum ich Zeitschriften lesen. Was soll ich mit einer Zeitschrift, die mir nur Sachen zeigt/erzählt, die ich eh schon weiß?

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