Bulgarien

Erstmals Mutter mit 62

12. Mai 2010, 14:35

Bulgarin brachte nach Embryonentransfer Zwillinge zur Welt

Sofia - Eine Bulgarin ist im Alter von 62 Jahren zum ersten Mal Mutter geworden. Wie die Tageszeitung "24 Stunden" am Mittwoch berichtete, brachte Krassimira Dimitrowa nach einem Embryonentransfer Zwillinge zur Welt. Die Kinder wurden per Kaiserschnitt am 5. Mai geboren. Die Töchter der Psychologin aus der Stadt Ruse an der Donau wurden Mary und Jacqueline genannt. Beide wogen jeweils weniger als ein Kilogramm.

Adoption verweigert

Ursprünglich waren der 62-Jährigen drei Embryos eingepflanzt worden, aber die ÄrztInnen entfernten einen wieder. Dimitrowa entschloss sich nach eigenem Bekunden zu der Schwangerschaft, weil die Behörden ihr eine Adoption verweigerten. "Alter war für mich kein Hindernis, ich wollte so gerne Kinder haben", sagte sie der Zeitung. "In die Zukunft möchte ich nicht so sehr blicken, ich hoffe, dass es den Babys gut geht." (APA/AFP)

 

Kommentar posten
21 Postings
franz winterleitner
10
14.5.2010, 08:01
...

..es gibt doch nichts schöneres als Leben zu schenken, egal in welchen Alter.

setarkos
01
14.5.2010, 08:49
Sie haben

das ;-)) vergessen!

Linker Emanzerich
00
14.5.2010, 18:33
und das "m"

ulli52
 
42
13.5.2010, 21:36
schlicht und einfach:

das gehört verboten und die beteiligten ärzte bestraft

basta!

Heavyweather
00
13.5.2010, 23:08

Kleiner oder Großer?

Heavyweather
04
13.5.2010, 17:49

Immerhin hatte diese Mutter einen Kinderwunsch.
Es spricht auch nichts dagegen dass sie 90 wird.
Es gibt auch sehr alte Väter...gell Niki.

00
13.5.2010, 19:25

Alte Väter finde ich um nichts besser als alte Mütter. Das unten Gesagte gilt natürlich auch in diesem Falle. Schimanko, Anthony Quinn und Konsorten. - war vorhersehbar, dass es sich nicht wirklich ausgehen wird. Selbst wenn Vater/Mutter 90 Jahr alt werden würde: Bei voller geistiger Gesundheit oder vielleicht doch als Pflegefall und möglicherweise dement? Das Kind ist wirklich nicht zu beineiden.

00
14.5.2010, 10:59

Das Thema ist zu ernst, um es auf eine Genderfrage zu reduzieren.

yoghurtinator
 
00
14.5.2010, 07:23
Die traurigsten Biographien

sind die von Menschen, deren Eltern sie nicht wollten. Häufig sind Betroffene lebenslang mit schweren körperlichen und psychischen Krankheiten geschlagen.

Sicher ist es problematisch für Kinder, wenn Elternteile so alt sind, aber zumindest des einen kann man sich in dem Fall sicher sein: Dass diese Kinder aus ganzem Herzen gewollt sind und das ist für den Start ins Leben von unschätzbarem Wert.

00
14.5.2010, 08:46
... guter Start und abrupter Fall aus den rosaroten Wolken

Was nützt Ihnen der gute Start, wenn Sie mit großer Wahrscheinlichkeit im Teenageralter oder im frühen Erwachsenenalter ihre Mutter/ihren Vater zu Grabe tragen müssen?

Versetzen Sie sich bitte auch einmal in die Gewissenskonflikte hinein, die Kinder alter Eltern haben, wenn diese zum Pflegefall werden. Selber pflegen oder doch vernünftigerweise ins Pflegeheim geben und sich um den Aufbau einer beruflichen Existenz kümmern. Je besser die Eltern/der Elternteil waren/war, desto schwieriger wird diese Entscheidung.

yoghurtinator
 
01
14.5.2010, 09:10
Versetzen sie sich

in die Lage eines Kindes, das spürt, dass es ungewollt ist. Glauben sie mir, es gibt keine schlimmere Bürde im Leben.
Wenn man mich vor die Wahl stellen würde: Lieber alte Eltern, die sich eine Haxen über meine Existenz freuen, auch wenn ich wüsste, dass ich sie früh verlieren würde als Eltern, die ich bis ich 60 bin, hab aber denen ich wurscht wär bzw die im schlimmsten Fall froh wären, mich gäbs gar nicht.

00
14.5.2010, 09:40
Theorie versus gelebte Praxis

Ich will hier nicht beurteilen, was die größere Bürde im Leben ist. Aber bedenken Sie: Alte Eltern haben auch Geschwister, Verwandte, Bekannte und Freunde im entsprechenden Alter. Die ständige Konfrontation mit dem Thema Tod sollte nicht in die Erfahrungswelt eines Kindes bzw. Jugendlichen gehören, ist aber damit unvermeidlich. Ich hätte gut darauf verzichten können.

yoghurtinator
 
00
14.5.2010, 12:05
Meine "Praxis":

Ich habe aus nächster Nähe erlebt, wie ein Mensch, der als ungewolltes Kind zur Welt kam, lebenslang immer wieder in Situationen und Beziehungen geriet, in denen sich dieses nicht gewollt sein wiederholt hat und er letztlich daran zerbrochen ist - mit Mitte 30 gestorben.

Im Rückblick dacht ich mir oft, er hatte eigentlich nie eine Chance. So hat jeder seine Erfahrungen, die ihn prägen.

00
14.5.2010, 17:48
Krank machende Lebensmuster

Genau auf das wollte ich hinaus. Das Hineingeborenwerden in Lebenssituationen, denen Kinder nicht gewachsen sind und die zur Herausprägung von ungesunden Beziehungsmustern führen bzw. führen können. Wenn sich im Teenageralter das Verhältnis umkehrt und das Kind die Elternrolle übernehmen muss und mit psychischen Grenzsituationen konfrontiert wird, die aus der Demenz der Eltern erwachsen, prägt das fürs Leben. Ich habe im engsten Umfeld als Folge dieser atypischen Eltern/Kind-Beziehung ein verhängnisvolles Beziehungsmuster miterlebt, an dessen Ende ein Selbstmord mit Mitte 20 stand.

Ob es sich nun um eine späte oder ungewollte bzw. als ungewollt gelebte Elternschaft handelt: Dem Kinde gegenüber ist beides in höchstem Maße unfair.

Heavyweather
00
13.5.2010, 23:07

Das Kind wird froh sein dass es eine Mutter hat.
Später wird es auch verstehen dass die einzige Alternative zu seinem Leben KEIN Leben gewesen wäre ;)

Schlechte Mütter gibt es in jedem Alter.
Sterben kann Frau auch jederzeit.
Ich wünsche ihr und ihrem Kind alles Gute.

00
14.5.2010, 08:58

Alles Gute wünsche auch ich der Mutter und ihrem Kind, besonders dem Kind.

Natürlich können auch junge Mütter versterben, nur neigt der Mensch dazu, die Gedanken an den Tod auszublenden, solange das natürliche Lebensende noch fern ist, und das ist gut so. Für Kinder von alten Eltern ist der mögliche Tod der Eltern immer präsent. Jede Todesanzeige in der Zeitung erinnert sie an die Sterblichkeit ihrer Eltern, die die natürlichen und moralischen Grenzen der Elternschaft nicht akzeptieren konnten und/oder wollten.

00
13.5.2010, 07:27
Psychologin...

Also das ist eine Art von Egoismus, den ich nie verstehen werde. Aber als Psychologin weiß man natürlich gar nichts darüber, wie sich frühe Verluste oder die permanente Angt, einen Verlust erleben zu müssen, auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt.

setarkos
11
13.5.2010, 07:23
"In die Zukunft möchte ich nicht so sehr blicken"

Eine tolle Einstellung für eine Mutter, die ach so gerne Kinder haben möchte! Es ist unglaublich, dass es Ärzte gibt, die diesen Wahnsinn mitmachen! Arme, arme Kinder!

ombutsmann
00
13.5.2010, 20:12

diese ärzte haben warscheinlich auch nicht schlecht kassiert...

knurrhoernchen
13
12.5.2010, 14:51
Ich warte nur noch auf die Schlagzeile

"Während der Geburt eines natürlichen Todes gestorben"

DenkansätzIn
 
12
12.5.2010, 20:55
Ich ergänze

Wegen natürlichen Todes, Geburt vorzeitig eingeleitet

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