Grundlose Attacke: Fünf Mitglieder der "Pink Life Association" verprügelt und in Gewahrsam genommen
Mitglieder der türkischen LesBiSchwul- und Transgender-Rechtsbewegung "Pink Life Association" sind in Ankara von Polizeibeamten brutal in Gewahrsam genommen worden.
Verprügelt
In der Nacht auf Montag wurden die fünf Transgender-Personen, die laut Angaben von "Pink Life" im Auto unterwegs waren, von Polizeiautos zum Anhalten gezwungen. Als sie der Aufforderung, das Fahrzeug zu verlassen, obwohl sie ihrer Ausweispflicht nachgekommen waren, nicht folgten, drohten die Polizisten damit, das Auto verschrotten zu lassen und setzten Pfefferspray wie Knüppel gegen die Transgender und die durch den Zwischenfall alarmierte Menge an weiteren rund 25 AktivistInnen ein.
Die fünf verletzten Transgender Personen wurden abgeführt und nach einer medizinischen Erstversorgung bis zum nächsten Morgen in der Polizeistation verhört. Erst nach anwältlichem Einschreiten wurden sie freigelassen.
"Pink Life Association" und "Kaos GL Cultural Research and Solidarity Association" sowie "Lambdaistanbul LGBTT Solidarity Association" haben gegen das brutale Vorgehen bereits öffentlich protestiert und ein Ende der Polizeigewalt gegen Transgender Personen gefordert.
Homo- und transphobe Haltung
In der Türkei sind in den letzten Jahren zahlreiche Attacken und auch Morde an LesBiSchwulen- und Transgender Personen bekannt geworden. RechtsaktivistInnen fordern daher die Einstufung dieser Taten als "Hass-Verbrechen" sowie die Novellierung des Türkischen Strafgesetzbuchs, um
Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und
geschlechtlicher Identität zu verbieten. (red)