
Neben den hauptverantwortlichen Sprecherinnen von ID, Renée Schroeder (Department für Biochemie und Zellbiologie, Max F. Perutz Laboratories) ...

... und Ruth Wodak (Department of Linguistics and English Language, Lancaster University, und weiterhin affiliert an das Institut für Sprachwissenschaft), sind sieben Wittgenstein-Preisträger der Uni Wien beratend tätig.
Um den Austausch zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen auf höchstem Niveau zu fördern, hat die Universität Wien das Interdisziplinäre Dialogforum (ID) gegründet. Die zwei Wittgenstein Preisträgerinnen der Universität Wien - Renée Schroeder und Ruth Wodak - organisieren federführend das Programm.
Im Zentrum der Aktivitäten steht die interdisziplinäre und transfakultäre Vernetzung zwischen Kultur-, Sozial- und NaturwissenschafterInnen. Anfang Juli findet in diesem Rahmen die Konferenz
"Migrations: Interdisciplinary Perspectives" statt.
Die Idee zum Interdisziplinären Dialogforum (ID) entstand bei einem Kaffee: Sprachwissenschafterin Ruth Wodak und Biochemikerin Renée Schroeder erklärten einander ihre Disziplinen - und stellten dabei fest, dass es diesen Dialog auch innerhalb der Universität brauche. "Wenn man selbst nicht in der Lage ist zu erklären, was man macht und warum das von Bedeutung ist, ist das problematisch", sagt Renée Schroeder, Professorin am Department für Biochemie und Zellbiologie der Universität Wien. "Außerdem wird die Relevanz der eigenen Arbeit sichtbarer, sobald man sie in
einen größeren Zusammenhang stellt".
Zwischen den Disziplinen Brücken schlagen
An den Schnittstellen und den Übergängen zwischen den Disziplinen kristallisieren sich die Forschungsfragen der Zukunft heraus. Ziel des Rektorats der Universität Wien ist es daher, mit dem Interdisziplinären Dialogforum die Vernetzung zwischen Kultur-, Sozial- und NaturwissenschafterInnen zu unterstützen.
Im Rahmen von Workshop-Calls des Interdisziplinären Dialogforums werden (Jung-)WissenschafterInnen dazu aufgerufen, Themen aus verschiedenen Fachrichtungen zu beleuchten. Daraus resultieren neue IDeen-Konzepte für gemeinsame Forschungsvorhaben, die beispielsweise auf EU-Ebene eingereicht werden können. Aus den bisherigen drei Calls gingen insgesamt neun geförderte Workshops hervor, drei davon zum Bereich Migration.
Themenschwerpunkt Migration
Um neue IDeen und Zugänge zum Thema Migration geht es auch bei der Konferenz "Migrations: Interdisciplinary Perspectives" von 1. bis 3. Juli 2010 am Campus der Universität Wien. "Die aktuellen Debatten über Staatsbürgerschafts- und Sprachtests, Einwanderungsbeschränkungen sowie Asyl- und Migrationsgesetzgebungen werden ebenso angesprochen wie Erfahrungen und Meinungen von PolitikerInnen und NGOs", erklärt Sprachwissenschafterin Ruth Wodak, die gemeinsam mit Renée Schroeder die Konferenz organisiert.
Wittgenstein-Preisträger als Unterstützer
Neben den hauptverantwortlichen Sprecherinnen von ID, Schroeder (Department für Biochemie und Zellbiologie, Max F. Perutz Laboratories) und Wodak (Department of Linguistics and English Language, Lancaster University, und weiterhin affiliert an das Institut für Sprachwissenschaft), sind sieben weitere hochkarätige Wissenschafter der Universität Wien für ID
beratend tätig - allesamt Wittgenstein-Preisträger: Markus Arndt (Gruppensprecher der Quantenoptik, Quantennanophysik und Quanteninformation), Andre Gingrich (Institut für Kultur- und Sozialanthropologie), Heribert Hirt (Department für Pflanzenmolekularbiologie), Christian Krattenthaler (Institut für Mathematik), Peter Marowich (Institut für Mathematik), Walter Pohl (Institut für Österreichische Geschichtsforschung) und Walter Schachermayer
(Institut für Mathematik).
Der mit bis zu 1,5 Mio. Euro dotierte Wittgenstein-Preis wird seit 1996 an SpitzenforscherInnen aller Fachdisziplinen vergeben. (red)
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