SPÖ-Parteitag

40-Prozent-Quote mit Reißverschlussprinzip angenommen

14. Juni 2010, 10:25
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    foto: apa / herbert neubauer

    Gabriele Heinisch-Hosek: "Heute ist ein historischer Tag für die SPÖ und uns SPÖ-Frauen."

Jubel bei den SPÖ-Frauen, Gabriele Heinisch-Hosek: "Quote wird in der SPÖ vom Freigegenstand zum Pflichtfach"

Vösendorf - Sämtliche Listen werden künftig bei der SPÖ mit einer 40-Prozent-Frauenquote und Reißverschlussprinzip erstellt. Dafür haben sich die Delegierten am Samstag beim Parteitag in Vösendorf einstimmig ausgesprochen - die Frauen jubelten bei der Zustimmung. Abgestimmt und mehrheitlich angenommen wurden am Nachmittag außerdem insgesamt neun Leitanträge unter anderem zum Thema Verteilungsgerechtigkeit, Bildung oder Innere Sicherheit.

Kandidatinnen auf unwählbaren Plätzen

Als Antrag Nummer 98, ganz zum Schluss der Debatte, wurde die Quotenregelung besprochen. Eine 40-Prozent-Quote für Frauen galt bereits jetzt in der Partei, allerdings landeten die Kandidatinnen dabei oftmals auf den hinteren, unwählbaren Plätzen. Künftig soll deshalb jedem Mann eine Frau auf der Liste folgen - oder umgekehrt. Ausgiebig debattiert wurde der Punkt bereits auf der Bundesfrauenkonferenz am Donnerstag. Nach der Zustimmung im Präsidium und im Vorstand erteilten auch die Delegierten am späten Samstagnachmittag der Änderung im Parteistatut ihre Zustimmung. Die erst am Donnerstag wiedergewählte Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zeigte sich erfreut: "Heute ist ein historischer Tag für die SPÖ und uns SPÖ-Frauen. Mit dem Beschluss des Quotenantrags wird garantiert, dass nun erstmals die Quote in der SPÖ vom Freigegenstand zum Pflichtfach wird." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 170
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ernst-rosmer
 
01
16.6.2010, 21:08

frage: wenn männer mist bauen, sind sie ihren job relativ schnell wieder los. wenn aber quotenfrauen hängeringend gesucht werden - kann man die dann überhaupt wieder los werden, wenn sie mist bauen?

BK W. Shoyssel
00
18.6.2010, 00:12

die fallen nur die Treppe hinauf

knurrhoernchen
00
17.6.2010, 14:38
Yepp!

Richard Ebner
00
16.6.2010, 15:52
Die Roten werden den Weg der Grünen gehen, ...

... in jeder Hinsicht.

knurrhoernchen
00
17.6.2010, 14:43
Na und?

Was ist an einer Brandrodung so schlecht. Dieses an die Schwarzen heranbiedern und den Effen nicht auf die Finger zu hauen ist doch nur noch peinlich.
Das was dann übrig bleibt, kann wenigstens wieder erhobenem Hauptes, als bewundernswertes Team, durch die Straßen ziehen!

Super Kicker
00
16.6.2010, 14:34

@knurrhoernchen

Diese bereinigten Daten stammen aus den Frauen-Bericht und wurden höchstwahrscheinlich noch von so anderen Dingen bereinigt. Warum steht denn nirgends mal die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Männer und Frauen? Wieviele Arbeitsjahre Männer und Frauen am Ende ihrer Beruflichen Karriere haben? Dieser wurde nicht bereinigt sonst kämen nicht solche zahlen zustande. Man behauptet das dieser Bericht bereinigt worden wäre aber in wirklichkeit wurden die ganzen Teilzeitarbeiterinnen noch drin behalten. In eigenen Statistikfälschen und Unwahrheiten/ Halbwahrheiten erzählen sind die Politikerinnen schon weltklasse.

knurrhoernchen
00
16.6.2010, 15:18
Du darfst nicht die genauen Zahlen der Berichte sehen

sondern die festgestellte Schere. Leugnet jemand den Wahnsinn dieser Schere, dann leugnet er auch die Schlechterstellung der Lebensgemeinschaften mit Frauen. Stell dir vor du wärst in einem Haushalt mit 3 akadem. Partnerinnen. (Mutter/Partnerin/Tochter) Dann würdest du in 10 Jahren, statistisch gesehen, weit mehr als 200.000 Euro verlieren!
Quelle: http://www.femtech.at/fileadmin... Strunk.pdf
Ohne Strunk-Vortrag ist's aber nur schwer nachvollziehbar.
Die strukturelle Diskriminierung die dazu führt, siehst du eigentlich jeden Tag.

Hafniumcarbid
00
16.6.2010, 16:22
Folie 27:

"Der Unterschied zwischen den Frauen und den ihnen vollständig gleichenden Männern ist in Bezug auf das Gehalt dann besonders hoch, wenn die Frauen mindestens einmal wegen Eltern-Karenz den Berufsverlauf unterbrechen mussten."

Folie 28:
Alternativerklärungen?
* Fehlender Karrierewille?
* Karenz?
* Teilzeitarbeit?
* Weniger Überstunden?

- wurde also nicht berücksichtigt, da unbekannt.
Sonst noch was?

knurrhoernchen
00
17.6.2010, 14:50
Jaja, es ist bekannt

dass es unheimlich viele Leute gibt, die meinen, alles besser zu wissen.
Gut dass es Techniker gibt, die Sozialforscher_innen ihren Job erklären ;-)

bad passion
00
17.6.2010, 15:24
Die Techniker brauchen den Sozialforscher_innen

nur erkären dass man die Kristallkugel im Regal lässt und Kaffeehäferln abwäscht.

Hafniumcarbid
00
17.6.2010, 15:22
Ok.

Wenn ich also in diese Aussagen was Falsches reininterpretier (ich geb zu, ich bin nicht vom Fach), dann erklär mir bitte, was sie sonst bedeuten. Ich lern gern dazu.

MisterArsch vonSonnenschein
00
16.6.2010, 11:12

@knurrhoernchen und schlechtwetterhahn

Wie wäre es mal ihr hört auf mit Männer- und Menschenverachtenden Sprüchen um euch zu werfen.

Mich regt z.B. auch die Lohnlüge auf.

Jeder Volldepp der arbeiten geht weiß das 35-40% der Frauen die überhaupt arbeiten gehen Teilzeitbeschäftigte sind. Sofern jeder auch weiß werden Teilzeitbeschäftigte vom Stundenlohn her schlechter bezahlt. Da 85-90 alle Teilzeitbeschäftigten Frauen sind ist es nicht verwunderlich das Frauen im Schnitt weniger verdienen. Der nebeneffekt von Teilzeitarbeit ist auch noch das Frauen deshalb im Schnitt weniger arbeiten als Männer. Dazu kommt auch noch das Männer viel mehr Überstunden machen als Frauen. Wo also ist die diskrimminierung?

Std./Woche
Männer: 38,4
Frauen: 29,1

knurrhoernchen
00
16.6.2010, 12:27
Jeder Volldepp weiß, dass die Werte aus bereinigten Daten stammen

Glaubst du wirklich, dass die empirischen Sozialforscher_innen komplette Vollidiot_innen sind und nur der dieStandard-Poster ein Hirn hat?

Es ist keine Lohnlüge!

Meine g'studierte Kollegin, kocht zum Beispiel jeden Morgen ihrem Chef seinen Tee (die Zähne putzt sie ihm nicht). Ihr Kollege ist währenddessen schwerst beschäftigt ... sagt er zumindest. Wer wird wohl bald befördert werden?
Einer Kollegin sollte ich einmal den Toner wechseln. So etwas kann natürlich nur ein Mann. Als ich ihr zeigte, dass auch ich vorher die Anleitung lesen muss machte es bei ihr Klick. Öha, das kann eine Frau aber auch.
War es blöd, dass ich meinen Qualifikationsvorsprung schmälerte? :)

Richard Ebner
03
16.6.2010, 15:50
Wenn Sie Tonerwechseln schon ...

... für einen Qualifikationsvorsprung halten, dann kann ich mir gut vorstellen, was Sie unter "gleicher Qualifikation" verstehen.

Der Geist der Ahnung
 
00
16.6.2010, 15:43
Sie haben Recht, die – ich glaube – 18 % Unterschied kommen aus normalarbeitszeitbereinigten Daten, ...

... dass aber auch Überstd berücksichtigt wurden, wäre ich mir nicht so sicher (~3/4 der Überstd leisten Männer).
Es erfolgte aber jdfs keine Bereinigung nach Hierarchieebenen. Dass die 40-Std-Sekretärin weniger verdient als ihr 40-Std-Chef, ist ja nicht diskriminierend. Als diskriminierend wäre evtl zu sehen, dass die Sekretärin immer weiblich, der Chef meist männlich ist – 'wäre', wenn da nicht unterschiedliche Lebensentwürfe und Karriereziele vorlägen: Nur 9 % der Österreicherinnen wollen überhaupt Karriere machen, 48 % sehen sich vor allem als Hausfrau, für 39 % ist das überhaupt der Traumjob.
Quellen:
http://derstandard.at/122045923... eschraenkt
http://derstandard.at/125380778... t-Netzwerk

bad passion
00
16.6.2010, 14:06
Nee, daran war garnix blöd.


Ist sowieso a Dreckarbeit und befördert wird dafür niemand.

Meine Kollegin kann genausogut Toner wechseln wie ich, nur das gejammere, dass sie das machen muss, kann sich kein Mann mehr anhören und drum mach ich das.

Gefräßige Gebärmutter
00
16.6.2010, 16:56

Ehrlich?

Also, mein Chef kann das nicht. Und ansonsten sind wir nur Frauen im Büro. Allerdings musste keine von uns je eine Anleitung lesen, um den alten Toner raus und den neuen rein zu tun. Ist ja auch wirklich nichts dabei.

María José
01
21.6.2010, 14:49

Ja, die Leute die keine Anleitungen brauchen ...
sind genau diejenigen, die den Admins die meiste Arbeit machen.

geschlechtsunabhängig.

Gefräßige Gebärmutter
00
21.6.2010, 16:10

Admin fürs Tonerwechseln?

lol

Manche stellen halt offenbar gern Tschapperln (beiderlei Geschlechts) ein, damit sie sich selber wichtiger vorkommen können ;)

bad passion
00
16.6.2010, 17:41
Ja, ehrlich.


Wozu sollte Ihr Chef das auch können müssen?
Anleitung musste ich auch lesen, aber schmutzig wird mann dabei eben, weil der schon recht alt ist und da hat sich genug Toner angesammelt, wo keiner sein sollte.

Wenn nur Frauen im Büro sind, hilft das jammern nix, da kann das kein Mann übernehmen. ;-)

Gefräßige Gebärmutter
00
17.6.2010, 14:18

Warum er das können sollte?

Nun, zum einen weil das eigentlich jedes Kind kann.
Und zum anderen, weil er ab 1. Juli ohne Mitarbeiterinnen dastehen wird ;)

bad passion
00
17.6.2010, 15:20
Solange er jemanden hat der/die ;-) das kann

muss er es nicht selbst können und vor allem nicht selbst können wollen.

Wenn es niemand mehr macht, wird er es können müssen.

Was ist ab 1. Juli? Alle in Urlaub oder hat er Pleite gemacht? Meinen Sie den mit den zwei Vormahmen?

Gefräßige Gebärmutter
00
18.6.2010, 14:21

Eine Mitarbeiterin ist in Karenz gegangen, und wir anderen beiden haben gekündigt. Ersatz ist keiner in Aussicht ;)

Was sind "Vormahmen"?

bad passion
00
18.6.2010, 22:35
Vornamen, meine Tastatur hat zu kleine Tasten.

Wie zB Michael oder Walter, ...

Hafniumcarbid
00
16.6.2010, 13:38
1.) sind "persönliche Erlebnisse" Einzelfälle.

2.) sind Vermutungen Vermutungen, die meist aus Vorurteilen entstehen (wie du hier eindrucksvoll beweist).
3.) Dann erklär mir, wieso die Werte der Lohnschere zwischen 40% und 5% schwanken und meist irgendein Mittelwert angegeben wird, wenn doch alles herausgerechnet wird (Art des Abschlusses, Überstunden, Performance etc.)
4.) Wie du siehst, ist "sich verkaufen können" ein Softskill. Deiner Kollegin mangelt es offensichtlich daran.
5.) Jede Studie sagt das aus, was die darunterliegende Ideologie als Ergebnis will. Und wenn nicht, wird sie nicht veröffentlicht, bis nicht die Fragestellungen / Erhebungen entsprechend angepasst wird.
6.)Es schluckt nicht jeder, was ihm vom pol. korr. Mainstream vorgesetzt wird - manche hinterfragen das halt.

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