
Die deutsche Frauen- und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) will, dass mehr Frauen in deutschen Unternehmen in Spitzenpositionen gelangen.
"Eine Quote ist für mich immer nur die Ultima Ratio. Sie ändert nichts an den Ursachen, sie doktert nur an den Symptomen 'rum. Ich bin skeptisch, lehne sie aber nicht völlig ab." Diese Worte sprach die deutsche Frauen- und Familienministerin Kristina Schröder (CDU) noch vor drei Monaten bei einem Kongress in Berlin, der sich mit dem Thema "Frauenförderung in Unternehmen" befasste. Daran nahm auch ihre österreichische Kollegin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) teil. Vor allem bei den männlichen Parteikollegen Schröders war danach doch eine gewisse Erleichterung zu bemerken.
Doch nun hat die Ministerin ihre Meinung geändert und strafft in einem Interview mit dem Handelsblatt die Zügel. Zum ersten Mal nennt sie eine konkrete Zielmarke: Bis 2015 soll der Anteil der Frauen in den Vorständen der börsennotierten deutschen Unternehmen 20 Prozent betragen. "Das halte ich für machbar. Zwar nicht für jede Branche einzeln, aber im Schnitt", sagt Schröder.
Gelingt dies nicht, dann sollen Unternehmen ab 2015 per Gesetz zur Einhaltung der entsprechenden Quote gezwungen werden. Schröder: "Ich kann nur so lange guten Gewissens auf eine Quote verzichten, solange ich in der Wirtschaft eine stetige Verbesserung sehe. Das ist aktuell so, aber wir brauchen eine ständige Veränderung in die richtige Richtung. Das Beste an einer angedrohten Quote ist, dass sie wie ein Damoklesschwert wirkt."
Um den Druck zu erhöhen, will Schröder zunächst gemeinsam mit der deutschen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) eine sogenannte Berichtspflicht über die Besetzung von Spitzenpositionen in Unternehmen einführen. Dies hat Schwarz-Gelb bereits im Koalitionsvertrag vereinbart. Das Ziel: Unternehmen sollen individuelle Frauenquoten festlegen und veröffentlichen.
Telekom preschte vor
Dazu hat sich bisher nur ein großes Unternehmen aufgerafft: Die Telekom. Deren Chef, René Obermann, kündigte an, bis 2015 30 Prozent aller Toppositionen des ehemaligen Staatskonzerns mit Frauen besetzen zu wollen.
Aktuell schaut es in den Vorständen deutscher Firmen, die an der Börse notiert sind, ernüchternd aus. In 160 Konzernen gibt es 21 Frauen in Vorständen, das sind weniger als drei Prozent. Dieser Mini-Schar der Frauen stehen 686 Männer gegenüber. Besonders rar sind Frauen in den Dax-Konzernen, jenen dreißig umsatzstärksten Unternehmen, die den deutschen Aktienindex Dax widerspiegeln.
Es gibt aktuell nur zwei weibliche Vorstände (Siemens, SAP). Am 23. Juni kommt noch eine Frau bei Eon dazu, die vierte im Bunde wird ab 1. Juli die Österreicherin Brigitte Ederer (Siemens) sein.
Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich gibt es in Norwegen bereits seit 2008 eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent. (Birgit Baumann aus Berlin, DER STANDARD/Printausgabe 15.6.2010)
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... Wirklichkeit einen radikalen Eingriff in die Eigentumsrechte der Unternehmer das.
Fakt ist, dass die Eigentümer (Aktionäre) den Aufsichtrat damit beauftragt haben, das Management auszuwählen und nach vorher festgelegten Grundsätzen zu überwachen.
Niemand kann den Eigentümern vorschreiben, welche Grundsätze das sind, also auch keine Quote.
Wenn die Eigentümer lautern Frauen im Management wollen, ok. Wenn sie lauter Männer wollen auch, ok. Wenn sie 50:50 oder 40:60 wollen, auch fein.
Aber wenn die Politik anfängt, sowas zhu entscheiden, frage ich mich schon, was als nächstes kommt.
Vielleicht sollte Fr. Schröder erstmal eie Quote in der eigenen Partei umsetzen, dort hat sie nämlich das Recht mitzureden.
den Fall dass niemand den Eigentümern etwas vorschreiben kann hatten wir doch bereits im 19. JH zu Beginn der Industriellen Revolution!
Arbeiter - egal ob Männlein oder Weiblein - wurden wie Sklaven behandelt, mussten für einen Hungerlohn rackern wie die Tiere und nebenbei begann die große Umweltverschmutzung (siehe Manchster).
Die Wirtschaft wurde in keiner Weise von der Politik reguliert. Zu einem guten Teil ist das auch heute noch so.
Um es krass auszudrücken: ohne politische Intervention wäre wohl heute die Sklavenhaltung (Bsp. Amerika) immer noch legal.
Unterschätze das neue Selbstbewusstsein der Frauen nicht! Starke Frauen können mit Belästigern hervorragend umgehen und wissen ganz genau, wo sie sich im Bedarfsfall Hilfe holen können. Das sollen diese Belästiger dann einmal ihren Familien erklären, wenn ihre Frauenfeindlichkeit plötzlich Konsequenzen hat!
Deshalb sind ja Quotenfrauen, *mindestens* gleich qualifiziert, wie der beste Mann! Du darfst also davon ausgehen, dass jeder Belästiger schlechter qualifiziert ist!
Ich schreibe nicht, dass ich dagegen bin, dass frauen toppositionen besetzen.....(obwohl ich eine Quote als schwachsinn empfinde)
Dennoch, warum will mann bei den Toppositionen anfangen, womit genau nur der Frau Politiker geholfen ist, nach ihrer "Politikkarriere" und einigen wenigen anderen....
Ich höre nie von Quotenregelung bei Bauarbeitern, Müllmännern, technischen Angestellten, oder sonstigen....immer gehts ums top management.....
früher gabs für höhere töchter vorzugsposten in reich ausgestatteten klöstern...
ist alles nichts neues, sondern seit jahrhunderten bewährtes kulturgut, das zwischenzeitlich nur ein bisschen pausiert hat...
kommt wohl nicht zufällig gleichzeitig mit einer neuartigen verfestigung sozialer unterschiede...
Die öffentlichen Aufträge kriegen sowieso nur Firmen, die Parteien querfinanzieren, in dem sie unqualifizierte Parteigänger (entgegen jede sonstige wirtschaftliche Vernunft) anstellen.
Ob diese Versorgungsposten nun männlich oder weiblich besetzt werden, ist für die Firma vollkommen egal. Es handelt sich hier rein um einen Verteilungskampf zwischen Parteifrauen und -männern. Für das normale Volk bleibt alles gleich.
Dieser Meinung bin ich nicht.
Für Frauen im Allgemeinen wäre es an der Zeit Vorbilder gleichen Geschlechts zu haben die über gleich viel Macht verfügen wie Männer.
Zudem beweisen auch wissenschaftliche Studien,
dass ein höherer Frauenanteil in Kontrollgremien Unternehmensentscheidungen verbessert.(http://www.derwesten.de/nachricht... 5618.html)
Kein Wunder, dass sich weniger Frauen als Männer für Politik und Wirtschaft interessieren, wo doch in beiden Fällen die "Hauptdarsteller" (derzeit) die Männer sind.
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