"Sexy" im Abseits

Birgit Tombor, 22. Juni 2010, 07:00
  • Der Ball ist rund, ein Frauenhintern auch - passt wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge und verletzt entsprechend, nämlich die Intelligenz der männlichen Fans. Und auch die weiblichen, denn die haben's satt, fast ausschließlich als verfügbarer Aufputz im Rahmen der Fußball-WM vorzukommen.
    foto: reuters/yves herman

    Der Ball ist rund, ein Frauenhintern auch - passt wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge und verletzt entsprechend, nämlich die Intelligenz der männlichen Fans. Und auch die weiblichen, denn die haben's satt, fast ausschließlich als verfügbarer Aufputz im Rahmen der Fußball-WM vorzukommen.

Mediale Begleiterscheinungen der WM in Südafrika: Wenn Fußball allein nicht reicht, müssen "Babes" den Allerwertesten hinhalten

Eigentlich dreht es sich um einen Ball. Auf dem Spielfeld ist das idealerweise auch so, abseits nicht. Die Begleiterscheinungen der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika treiben bei so manchen findigen Medienpflanzerln hormonüberschüssige Blüten. Zwei "Bälle" spielen immer wieder eine große Rolle außerhalb des Grüns, und die gehören dann zu dem Geschlecht, dass ansonsten keinen Platz hat in der Berichterstattung außer als Randphänomen.

Die deutschen Fernsehanstalten haben es im Gegensatz zum ORF geschafft, auch Frauen, als Moderatorinnen, vorkommen zu lassen, auch wenn das mitunter eine Steilvorlage für Feminismus-Bashing bietet. Sonst wird eher darüber gerätselt, was Frauen am Fußball denn eigentlich interessiert, sofern es sie überhaupt interessiert. Mit Schuh-Shopping ist der weibliche Interessenshorizont doch schon ausgelastet, suggerieren die Werbeeinschaltungen zwischen den Matches.

Die männlichen Begeisterungen für den Fußball und alles, was dazu gehört, scheinen dagegen recht klar. Kontaktsport mit Strategie, Kollektivereignis, Rivalität und Grenzabsteckung in einem soliden Guß mit Verbrüderung im Kleinen spektakulär und zutiefst emotional vereint. Und als Draufgabe gibt's noch Hasen.

Ja, wir sind Hasen - so wird aus dem Randphänomen Frau & Fußball doch eine Alltagserscheinung im Rahmen dieses Großevents: Ob es die "sexy Spielerfrauen" sind, die mitunter auch die Schuld für so manchen spielerischen Ausfall zugeschoben bekommen, oder die "Babes" im Publikum, die zeigefreudig und damit klar medientauglich sind: Da sind wir groß im Bild.

Hauptsache für'n Allerwertesten

Diese alltägliche Medienpraxis ist aber ein Lercherlschas gegen die sexistische Verzweckung von Bikini-"Babes" durch eine deutsche Medien-Agentur. Die stellt ein mit sieben Gestalten ziemlich unterbesetztes und -bekleidetes Team vor, das die User auffordert, die Spielerin ihrer Wahl doch mit einem Fußball zu beschießen. Man scored, wenn sie es voll auf den Hintern abbekommt. Bei einem derart guten Schuss kriegt man als Belohnung vom Aufprall am besagten Teil eine Großaufnahme selbigens in Slow-Mo.

Selbstentlarvende Idee - aber man kann davon ausgehen, dass die Verantwortlichen schon wissen, warum sie der Zielgruppe so ein Spielchen um die Ohren hauen. Besser kein Angebot ohne sexuelle Angebote und weibliche Verfügbarkeit in die Welt setzen, wenn man die Männerwelt ansprechen will? Gott Fußball allein reicht nicht?! Rote Karte, gelbe Zitrone! (bto, dieStandard.at/22.6.2010)

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ähm...nur mal so als frage...der standard selbst ist natürlich nicht sexistisch, oder?

gegen alles andere wettern, wenn der rock nicht knöchellang ist, aber ansichssachen von "schicken fans" sind dann im eigenen medium ok?

so wie das hier:
http://derstandard.at/127604372... 18&_seite=

und das ist natürlich auch "urlustig":
http://derstandard.at/127604372... 93&_seite=

http://derstandard.at/127604372... 13&_seite=

wie heuchlerisch seids ihr denn bei diesem medium?

ok your balls my booty????

sind maenner wirklich so bloed?

hm

habt ihr diesen artikel gesehen:

http://derstandard.at/127733759... ndo-Torres

wo bleibt der aufschrei dass hier männliche fussballer auf äusserliches reduziert werden?
oder gilt das nur bei weibchen?

lookism

also in unsere welt ist der zwang hubsch zu sein und noch attraktiver zu wirken mittlerweile zum volksverbloedende massenphaenomen ohne halt oder anstand geworden. Das hat damit begonnen dass Frauen zu sexobjekten ohne hirn oder willen degradiert wurde. Schon langsam kriegen die maenner aber mit wie es sich so anfuehlt denn die heutigen Frauen wollen gleichberechtigung - also jeder sollte rein aeusserlich bewertet werden. Keine sollte als persoenlichkeit wahrgenommen werden...
Nicht das beste ergebnis aber wenigstens fair.

"Gleichberechtigung" ist ein Synonym für den Feldzug von, meist zahnbehaarten, Feministinnen, welche noch immer trauern weil Sie damals in der 3a die verdiente Abfuhr Ihres "Traummannes" erhielten! :)

Also wirklich - empörende Fleischbeschau!!!

Es gibt auch Frauen, die ihre Weiblichkeit gerne ausleben!

Die dürfen und wollen Sexistisch sein!

Bei Männern hingegen ist es IMMER pfui!

... weiblichkeit ist doch nichts anderes als ein konstrukt des bürgertums.
http://blackmystory.wordpress.com/2008/02/0... -warriors/

Naja irgendwelche Eingeborenenstämme als Gegenbeispiel anzuführen ist ein wenig müßig. Einerseits ein Vergleich nach unten und andererseits bestätigen solche Ausnahmen halt auch nur die Regel. Weiters die Beschränkung auf den Nurture-Aspekt auch nur mehr einseitig und von gestern. Nur ein Konstrukt? Schon mal hormonelle Schwankungen gehabt?

....Mit dem europischen Bürgertums gelangte die Entrechtung von Frauen an ihren Höhepunkt.
Konnten Frauen im England des 18jh. noch selbständig Geschäfte führen oder ein handwerk ausüben. Frauenzünfte wurden allsbald aufgelöst, Frauen aus gemischte Zünften verdrängt. Es entwickelte sich im Bürgertum ein neues Frauenbild: Frauen wurden auf die Rolle einer Hausmutter reduziert. Die einzige andere Möglichkeit für respektable Frauen von Stand war beispielsweise die Arbeit als Gouvernante, Lehrerin oder weibliche Büroangestellte.
Dieses Bild ist es, von dem die heutigen europ. Gesellschaften als letztes geprägt wurden, und welches auch 2010 noch nachhallt.

Naja der Punkt ist aber das "Weiblichkeit" niemals nur ein Konstrukt des Bürgertums sein kann so wie sie das darstellen. Weiblichkeit gabs vorher schon und zwar in allen menschlichen und auch nichtmenschlichen Spezies.

Ein Spezifikum der Weiblichkeit ist nunmal der einen Reiz auf das männliche Geschlecht auszuüben. Jede Frau kann sich ja aussuchen ob sie diesen Effekt betonen oder herabspielen möchte. Das als Konstrukt des Bürgertums darzustellen ist doch net ernst gemeint und geht ja auch an der Aussage des Postings vorbei auf das sie ja antworten.

Die Mandln war schon vorher auf die Madln geil. Is jo nix schlechts :-)

"Ein Spezifikum der Weiblichkeit ist nunmal der einen Reiz auf das männliche Geschlecht auszuüben" und umgekehrt. Anders gehts ja wohl nicht.
Der ganze Firlefanz darüberhainaus ist konstruiert und kulturabhängig und hängt natürlich vom ökonomischen Verhältnis der Geschlechter ab.
Dort wo Männer das Geld haben und Frauen nichts hängt der Lebensstandard vom Mann ab, und es ist leicht einsehbar das infolgedessen Männer erwählen und Frauen nur erwählt werden können und sich dementsprechend im anbiedern übertreffen. Ist bei Männern ja nicht anders: Da übertrifft man sich dann eben im anbiedern gegenüber dem Arbeitgeber.
Sind die ökonom. Verhältnisse umgekehrt fällt das völlig weg: Zu sehen bei den Zapotken in mexico.

Na und? Dann biedern sich die Weibchen halt bei den Männern mit dem höchsten Status, d.h. meisten Weibchen, generellen Beliebtheit, besten Aussehen, social skills... Es ändert sich rein gar nichts *lol* Auch nicht wenns umgekehrt ist.

Die Zapotken gibts übrigens auch nicht mehr wirklich. Ist das nicht ein Zeichen für das Versagen einer Kultur wenn sie so einfach assimiliert werden kann, sich so schnell unterordnet?

..."Women do not often attack men physically, while men do occasionally beat their wives." ...http://en.wikipedia.org/wiki/Zapo... s_autonomy

..inmitten der brutalsten machogesselschaft der welt.

stelln sie sich nicht so an.
Vergleichen sie nur die öffentlichen klischees von farbigen in den usa in der ersten hälfte des 20.jh.
Viele schwarze haben sie medial reproduziert weil das von ihnen verlangt wurde. louis amstrong und niicht wenige andere spielten den "nigger". Man sehe sich nur den Film "Vom Winde verweht" an. Das hat dann natürlich Auswirkungen auf alle farbigen in den usa gehabt. Oder das propagandistisch erzeugte Bild des Juden in den 30ern. Ebenso hat die sowohl mediale wie reale Reproduktion des Frauenklischees auswirkungen auf alle Frauen jensits des Stereotyps.
Erst ab einer deutlichen Abnahme der Menge an solchert sichtbaren lebenden Klischees verwischt sich die korrelation. Zapoteken halten sich schon 500jahre...

1. Ich war in den USA drüben und ehrlich gesagt spielen die meisten Weißen die N*gger und die schwarze Kultur dominiert sehr maßgeblich und hat starken kulturellen Einfluß.

2. Das denken in Stereotypen ist reine Denk und Wahrnehmungsorganisation hat also auch einen Nutzen. Wer steht Ihnen denn konkret im Weg wenn sie ihre Individualität ausleben? Klischees muss niemand entsprechen. Die Wahl hat man schon. Was machen denn sie anders? Sie produzieren doch auch nur neue Stereotype. Wo ist denn ihre Induvidualität und wo ist sie eingeschränkt? Widerstandsfrei werdens sich selbst nie ausleben können. Damit müssens leben lernen.

eigeborenenstämme, wenn man das schon hört.
agesehen davon waren matrilineare gesellschaften, in denen frauen nicht nur ästhetisch modellierte Bedürfnisobjekte waren, in aussereuropäischen Gebieten weit verbreitet. Ob in Asien, Afrika oder Südamerika. Spanische Überflieferungen schildern das Aufeinandertreffen der Konquistadoren mit Amazonen, letztere Bezeichnung sich ja von Amazonas ableitet. Auch in Sparta soll im Gegensatz
zu Athen eine geschlechteregalitäre Gesellschaft vorgeherrscht haben. Auch im antiken Persien gab es weibliche Kapitäne etc. Erst durch die Verbreitung der nahöstlichen patriacheln Kulte, judentum christentum und islam nahm die hierarchische Geschlechterpolarität weltweit zu.....

mannmann, mit euch schwarzseherInnen möcht ich echt ned tauschen, den weltschmerz den ihr euch da durch permante verfolgung und diskriminierung durch alle männer aufbürdet würd ich vermutlich nur kurz ertragen...

das fernsehen zeigt lieber "sexy babes" als grantelnde feministinnen? na welch überraschung :-)
zur info: es werden auch eher waschbrett- als waschtrommelbäuche gezeigt, na sowaz!

lesen sollte MANN können

Verallgemeinerungen ohne Ende die faktlos, inhaltslos und einfach nur dumm sind. Dir muss es echt gut gehen in deiner geistigen Zurückgebliebenheit. Ein intelligenter Mann würde nie so einen Schwachsinn von sich geben!
Du bist echt ein armes Würstel und kannst einem nur leid tunl!
Aber wie heißt es aber so schön: selig sind die geistig Armen!

puh - und dann noch ein bibelzitat.
jetzt hamma aber alle voll angst.

Tollwut?

einen fussball mit ganzer wucht auf den hintern zu bekommen, tut glaub ich ganz schön weh.
in "echt" lächelt da niemand mehr verführerisch.

wie wär das eigentlich, wenn "das babe" dann ein schmerzverzerrtes gesicht zeigen würde, wenn "es" getroffen worden ist.
aber das ist ja egal, weil man eh nur den arsch sieht.

irgendwie kommt bei bem spiel die botschaft rüber, dass frauen außer geilheit sowieso keine gefühle haben.
ziemlich dumm irgendwie.

jaja

http://derstandard.at/127604372... 2&_seite=1

is auf jeden fall interessanter als fussball ;-)

Danke für den Link. Super Spiel.

extrem langweilige zitrone diesmal...

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