Frauengesundheitszentren positionieren sich gegen Schönheitswahn und Körpernormierung
Wie dieStandard.at letzte Woche berichtete, stößt die "Beauty"-Aktion der Tageszeitung "Österreich", bei der kosmetische Operationen verlost werden, bei Gesundheitsexpertinnen und Politikerinnen auf Widerstand. Auch die Frauengesundheitszentren Österreichs haben sich nun zur Angelegenheit geäußert und sich vehement gegen die Gewinnaktion positioniert.
Anzeigen dieser Art würden eine massive Verharmlosung von medizinischen Eingriffen dieser Art darstellen: "Sogenannte Schönheitsoperationen bergen jede Menge Risiken und Komplikationen. Frauen wird suggeriert, dass es sich hier um 'Wellness'-Angebote handelt, die sie rasch und ohne viel Aufwand zu einem anderen, glücklicheren, zufriedenen Menschen machen", hieß es von Seiten der Frauengesundheitszentren.
"Unzureichendes" Aussehen und selbst schuld
Grafisch bearbeitete Fotos von Frauen in den Medien, retuschierte
Bilder von Models würden Frauen eine Welt vorgaukeln, "in der der
weibliche Körper als Ware gilt, perfekte Schönheit jederzeit machbar
ist und frau nur selbst schuld ist, wenn sie nicht den standardisierten
Idealen entspricht.
Weit über 40.000 Österreicherinnen unterziehen sich jährlich schönheitschirurgischen Eingriffen. "Der weibliche Körper wird immer stärker Normierungen ausgesetzt, die von Wirtschaft und Medien vorgegeben werden. Abweichungen in Form und Maß gelten als nicht gesellschaftsfähig oder sogar krank", kritisieren die Expertinnen unisono. (red)