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Wien - Während sich in Südafrika derzeit alles dem Fußball-Fieber widmet, wird im Hintergrund ein verzweifelter Kampf gegen Aids und vor allem die HIV-Infektion von Frauen geführt. Bis zu 1.500 Menschen stecken sich täglich mit der Immunschwächekrankheit an, schilderte Johanna Kehler, Geschäftsführerin des "Aids Legal Networks" in Kapstadt am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Grünen Frauensprecherin Judith Schwentner in Wien. Obwohl die Gesetze Diskriminierung verhindert sollten, führt die Umsetzung zu Stigmatisierung, Wohnungs- und Jobverlust.
In Südafrika sind mehr als die Hälfte der HIV-Infizierten weiblich, erklärt Kehler. Die Ansteckung geht einher mit einer hohen Gewalt sowie einer der weltweit höchsten Vergewaltigungsraten. Heterosexuelle Kontakte gelten als Infektionsgrund Nummer eins.
Besser, sie weiß gar nichts von der Infektion
Die Diskriminierung von Betroffenen führt laut Kehler in Extremfall bis zum Tod: "Es passiert ganz oft, dass Frauen aus dem Haus geschmissen werden, ihnen das Sorgerecht weggenommen wird, Beziehungen zerbrechen und der Arbeitsplatz weg ist." Für die infizierten Frauen sei es dadurch sicherer, über ihr HIV-Problem gar nichts zu wissen und das erschwere die Arbeit der Hilfsorganisationen, die ohnehin unter Finanzierungsnot leiden, enorm, kritisierte Kehler. "Wir haben nicht genug Geld, alle zu behandeln."
Schweigepflicht wird nicht befolgt
Grund für die schwierige Situation sei die nicht funktionierende Umsetzung der Gesetze durch Justiz und Polizei, so die Expertin. Es sei zwar vorgesehen, dass das medizinische Personal ein Testergebnis verraten dürfe, halten würde sich daran jedoch niemand. Bei einer Schwangerschaft würden viele Frauen zwangsweise getestet und das Ergebnis weiter erzählt - viele würden daher ferne Kliniken aufsuchen, damit bei einem unerfreulichen Ergebnis niemand von der Infektion erfahre. Aber auch dann wird das Leben für Betroffene zum Spießrutenlauf: Sobald eine Mutter ihr Baby nicht stillt, sondern ihm die Flasche gibt, wird sie automatisch als HIV-Infizierte abgestempelt.
Österreichs Versäumnisse
Österreich vernachlässige bezüglich Aids seine internationale Verantwortung, beklagte Schwentner im Hinblick auf die Situation in Südafrika. Als einziges EU-Land habe die Alpenrepublik nur ein Mal - 2002 - eine Million Euro in den "Global Fund to Fight Aids" zur Erfüllung der Millenniumsziele eingezahlt. "Das ist im Vorfeld der Aids Konferenz in Wien beschämend", so die Frauensprecherin. Auch der regelmäßige Bericht der österreichischen Vorhaben an die UNO sei mangelhaft. Zuletzt sei dieser vor vier Jahren erstellt worden.
Asylwerberinnen in Österreich diskriminierungsgefährdet
Auch in Österreich seien HIV-Infizierte bei einem Outing nach wie vor diskriminierungsgefährdet, kritisierte Schwentner. "Weil es so ein Tabuthema ist." Dabei müsste man Betroffenen, die mit einer Diagnose bis zu 40 Jahre leben, ein gleichgestelltes Dasein ermöglichen.
Besonders stigmatisiert würden Sexarbeiterinnen, darunter vor allem Asylwerberinnen. Eine Tätigkeit in der Prostitution als neue Selbstständige sei häufig deren einzige Arbeitsmöglichkeit. Komme es zu einer HIV-Infektion würden die Frauen ausgewiesen und müssten in Länder zurückkehren wo es weder gute Behandlungsmöglichkeiten noch gesellschaftliche Akzeptanz gebe. Für solche Menschen wäre ein subsidiärer Aufenthalt wünschenswert, forderte Schwentner.
Späte Diagnose
Viele weibliche HIV-Infizierte in Österreich hätten Migrationshintergrund und würden die Ansteckung erst spät, jenseits der 40, entdecken, meinte Schwentner weiter. Grund dafür sei die Ausrichtung der Testangebote, die nur auf bestimmte Milieus - Drogenkonsumenten, Homosexuelle - zugeschnitten seien. (APA)
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Viele Frauen in Südafrika haben es nicht leicht - häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Armut und Perspektivenlosigkeit dominieren den Alltag dieser Südafrikanerinnen - insbesondere in den Townships. Die Regierung unter Jacob Zuma kommt nur bedingt mit diesen Problemen zurecht und NGOs lösten schon seit langem schon den Alarm aus. Sie fühlen sich durch die Regierung im Stich gelassen.
Für weitere Hintergrundinfos siehe das Südafrika-Portal: http://2010sdafrika.wordpress.com/
Man muss einfach unterscheiden ob man zB durch Bluttransfusionen/die Mutter mit HIV infiziert wurde oder ob man sich durch ein promiskuitives Leben/Prostitution ansteckt. Um solche Leute würde ich auch einen grossen Bogen machen.
Aber unschuldig Infizierte können natürlich nichts dafür!
Schuldig = wenn man rumschnackselt. Dann muss man mit diesem Risiko leben. Denn auch Gummis schützen eben nicht zu 100%!
Daher hab ich bei solch einem Lebenswandel kein Mitleid (verbiete aber niemanden so zu leben wie er möchte - nur bitte dann nicht auf Kosten anderer).
sehr absurd. da geht es einerseids um Emanzipation, andererseits werden Frauen- und bestimmte Minderheitenrechte in einen Topf geworfen, als wären alle Randgruppen Frauen und der Kampf gegen Unterdrückung und für Frauenrechte ein Randgruppenphänomän.
Wäre ich Chefredakteur hätte ich diesen Artikel unter den Hauptartikeln von "derStandard.at" eingeordnet, um das Thema HIV aktuell zu halten.
Die Einordnung auf dieStandard ist die Herabwürdigung eines Gesellschaftsproblems zum Frauenproblem. Schönen Dank auch, gut gemacht!
"Heterosexuelle Kontakte gelten als Infektionsgrund Nummer eins."
Wieso soll das HIV in Afrika heterosexuell übertragen werden, wenn das in Europa und Nordamerika eindeutig nicht der Fall ist?
z.B: 'We observed no seroconversions after entry into the study.' Das war das Ergebnis der größten Studie zum Thmea: 'Heterosexual transmission of human immunodeficiency virus (HIV) in Northern California’ Padian et al. American Journal of Epidemiology 1997
http://aje.oxfordjournals.org/cgi/repri... /146/4/350
Dieses Ergebnis stimmt mit allen anderen Untersuchungen zum Thema überein und ist seit mehr als 12 Jahren bekannt. Siehe auch das Buch: 'Lieben wir gefährlich', Deuticke Verlag 1997.
Durch ungeschützten Geschlechtsverkehr kann man HIV und ziemlich unangenehme Geschlechtskrankeheiten bekommen.
Das sollte der Bevölkerung ständig aktiv bewusst gemacht werden. Aber Länder wie Südafrika oder Österreich machen förmlich ein Geheimnis daraus.
Derjenige, der ungeschützt mit fremden in die Kiste springt hat sicher einiges herausgefordert. Das meine Freundin nicht so ist kann ich ja noch einigermaßen abschätzen, aber was ihr letzter freund für ein Typ war ist eine völlige Unbekannte (Beziehungen halten leider nicht ewig und geistreiche, schöne, hetrosexuelle Frauen in meinem Alter sind höchstens im Sternzeichen Jungfrau).
Also hilft nur schützen bis zum Kinderwunsch und dann vorher testen - auch wenns mancher Partner als Beleidigung empfindet - und das eben wegen der mangelhaften Aufklärung.
1. Ich habe meinen 1. Mann geheiratet ;-)
2. Bevor man mit einem fremden Mensch in die Kiste springt soll man sowieso einen Test machen und ausserdem sowieso nur mit Kondom miteinander verkehren. Auch in einer Beziehung.
3. Ich gebe Ihnen Recht, dass leider schon viele junge Frauen/Mädchen sich zu schnell hingeben und glauben sie wären nicht normal, wenn sie mit 18 noch Jungfrau sind. Und ja, ich gebe Ihnen recht, dass man an lebenslangen Beziehungen wieder arbeiten und sie va. fördern soll (und nicht "Patchworkfamilie" & Co.).
"Unnötig" ist für dieses Posting wirklich eine gute Bewertung.
Wie kommen Sie darauf, anderen Leuten vorzuschreiben (in Form einer "Förderung"), wie sie zu leben haben?
Mal ganz ehrlich: Was würden Sie sich denken, wenn Ihnen wer vorschreibt, mit welchen Menschen sie welche Beziehungen eingehen und was im Bett tun sollen?
Oder wägen Sie sich soo 100%-ig im absoluten Recht, dass alle Ansichten (und Neigungen, Vorlieben etc.) außer Ihre automatisch definitiv "falsch" und "nicht förderungswürdig", eventuell sogar "diskriminierungswürdig" sind?
Niemand schreibt wem vor mit wem wer ins Bett oder sonst wohin zu gehen hat!
Jeder soll und kann machen was er möchte. Soll und muss dann aber auch bitte die Konsequenzen (zB eine mögl. Ansteckung mit STDs) selbst tragen und nicht jammern.
Förderungswürdig (für den Staat u. die Gesellschaft) sind selbstverständlich Familien und keine schwulen Künstler Bälle & Co.
Konsequenzen tragen, z.B. eine Geburt wo die Mutter schwer leidet oder sogar stirbt... Naja, "was interessierts mich, meine SV-Beiträge sollen für was anderes verwendet werden"! Also meiner Ansicht nach ist das nicht sozial.
Und was förderungswürdig ist, bestimmte SELBSTVERSTÄNDLICH ich mit genau gleichem Stimmrecht wie Sie.
Jeder soll leben wie er möchte (= individuelle Freiheit) - aber eben nicht auf Kosten anderer (das ist nämlich nicht frei- sondern abhängig).
Kann doch eh jeder rumschnackseln wie er/sie möchte ... aber dann eben nicht jammern.
Mitleid habe ich natürlich mit (von "Müttern") infizierten Babies und Menschen die sich durch Bluttransfusionen angesteckt haben.
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