
443 SoldatInnen wurden zu Aggressionen am Arbeitsplatz und Organisationskultur bzw. Einstellung gegenüber Frauen befragt.
Wien - 838 Frauen sind seit 1998 in das österreichische Bundesheer aufgenommen worden; mehr als die Hälfte hat den Dienst wieder quittiert. Mögliche Gründe dafür sind das dreifach höhere Mobbingrisiko, dem Soldatinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ausgesetzt sind und die "maskulinen" Werte beim Militär, die (unbewusst) die Ablehnung von Frauen fördern. Eine Studie am Institut für Managementwissenschaften der Technischen Universität (TU) Wien hat mit Unterstützung des Bundesheeres die möglichen Ursachen für die mangelnde Integration von Frauen im Bundesheer untersucht.
Aggressiven Handlungen ausgesetzt
443 Soldatinnen und Soldaten aus verschiedenen Suborganisationen des Bundesheeres wurden zu Aggressionen am Arbeitsplatz und Organisationskultur bzw. Einstellung gegenüber Frauen befragt. Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits Erfahrung mit aggressivem Verhalten am Arbeitsplatz gemacht. Sechs Prozent der männlichen und 20 Prozent der weiblichen Befragten gelten nach wissenschaftlicher Definition als Mobbingopfer, da sie besonders oft und über einen langen Zeitraum aggressiven Handlungen ausgesetzt waren. Damit haben Frauen ein dreifach höheres Risiko als Mobbingopfer zu enden als ihre männlichen Kollegen, teilte die TU am Montag in einer Aussendung die Ergebnisse der Studie mit.
Die Untersuchung bestätigt auch, dass die Organisationskultur des Militärs historisch bedingt von sehr "maskulinen" Werten geprägt (Kameradschaft, hohe Risikobereitschaft) ist, welche traditionelle Geschlechterrollen verstärken und die Ablehnung von Frauen fördern. Vor allem bei Verbänden können sich "hypermaskuline" Subkulturen bilden. Weit weniger ist das bei Unterstützungseinheiten der Fall. Die Kaderschmieden (die Akademien und Schulen) weisen in dieser Studie den höchsten Anteil an Mobbingopfern auf.
Willkürliche Belohnungs- und Bestrafungskultur
Auch die Organisationskultur wird von den Befragten in diesen Einheiten sehr oft als willkürliche Belohnungs- und Bestrafungskultur wahrgenommen. Die Mehrheit der Mitglieder in den Ausbildungsstätten sowie in den Eliteeinheiten hat darüber hinaus eine negative Einstellung gegenüber der Leistung von Frauen im Heer. Frauen werden nur in den Unterstützungseinheiten, die klassische "weibliche" Aufgabengebiete (z.B. administrative Tätigkeiten) umfassen, mehrheitlich als gleichwertig akzeptiert.
"Ich halte diese Untersuchung für sehr wichtig und notwendig. Denn sie enthält äußerst wertvolle Inputs, wie wir die Rahmenbedingungen für die weiblichen Angehörigen des Bundesheeres verbessern können", erklärte die Gender Mainstreaming-Beauftragte des Verteidigungsministeriums Silvia Moosmaier. Vor allem in den Ausbildungsstätten und den Verbänden kann eine Sensibilisierung der Mitglieder hinsichtlich Geschlechtsstereotypen und Konfliktverhalten zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen aller Soldatinnen und Soldaten führen.
TU-Professorin Sabine Köszegi lobte das Interesse der Heeresführung, Studien wie die vorliegende zu ermöglichen und an der Verbesserung der Situation von Soldatinnen zu arbeiten: "Eine heeresinterne Reflexion der Ergebnisse unserer Studie ist ein guter Ausgangspunkt für die Integration von Frauen im Heer." (APA)
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Das österreichische Bundesheer verfolgt die Philosophie, dass jeder Soldat und jede Soldatin eine harte infantristische Grundausbildung benötigt.
Das macht die Umstände für Frauen extrem hart.
In den USA ist das beispielsweise nicht so. Die machen 4 Wochen Zeltlager, gehen dann nach Westpoint und wenn sie danach nicht bei den Kampftruppen sind, dann werden sie mit diesen Dingen nie konfrontiert werden, die bei uns dazu führen, dass die meisten Frauen wieder ausscheiden.
Das ist die Regel, selbstverständlich gibts auch Frauen in den USA und Israel, die auch alles machen können was Männer machen können, aber es ist nicht die Regel.
Liebe Vertreter des Feminismus, ich versuche ja wirklich auf eurer Seite zu sein. Aber ihr solltet euch auch mal Mühe geben, die Grenzen des Vernünftigen zu erkennen. Effemination des Bundesheeres ist kein valides Ziel von Gleichstellungspolitik. Genauso wenig ist Aggressorverhalten in der Geburtenhilfe gefragt.
Bevor die Besserwisser auftreten: Wir reden über Kampftruppen, nicht Strategieabteilungen oder Ähnliches.
(Gab übrigens kürzlich einen Artikel in der Zeit über Mobbing des Berufsverbandes gegen die einzige männliche Hebamme in Deutschland - dort ist die Quote also 100%.)
Mein lieber Vertreter des biologistischen Ansatzen, wenn Sie hier so schön von Kampftruppen philosophieren, dann möchte ich Sie darauf hinweisen, dass schon vor Jahrhunderten Frauen in kämpfenden Truppen zugange waren. Der Begriff "Amazone" sagt ihnen sicher was oder?
http://de.wikipedia.org/wiki/Biologismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Arawak
Gute Frage.
Für Frauen gibts spezielle Förderkurse für die Generalstabsaufnahmeprüfung, Bevorzugung bei Kursplätzen und sogar bei den Pilotinnenen sind sich manche uneinig, ob da nicht das Ministerium nachgeholfen hat.
Vielleicht haben sie unbewusst DEN GRUND schlechthin angesprochen, warum manche Männer mit den Frauen nicht können: weil sie bevorzugt werden.
Das Bundesheer ist nunmal ein Proleten Verein. Wer sich da freiwillig meldet sollte sich klar sein das die Männer, bis auf Zivi Dienst keine Wahl hatten und 8 Monate ihres Lebens für den Staat herschenken müssen und täglich erniedrigt werden! Die unmittelbaren Vorgesetzten mussten selber diese Erniedrigungen über sich ergehn lassen und sind nun endlich in der Lage nach unten zu treten!
Es braucht eine besondere Sorte Mensch um diese Umgebung zu mögen und diese Sorte ist nicht für ihre intellektuellen Spitzenleistungen bekannt.
Wer freiwillig zum Heer geht, dem muß klar sein, daß es dort eben NICHT wie in einem Kuschelhaus zugeht.
Entsprechende Anekdoten kann jeder GWD erzählen.
Es liegt nicht daran, daß es Frauen sind, daß viele gehen, sondern daran, daß sie es als Mensch eben nicht ertragen können - bei Männern ist es doch genauso.
Und was sind andere Gründe?
Nachwuchs zum Beispiel ...
Mobbing gibt es überall - nicht nur beim Heer.
Das ist natürlich peinlich für Österreich ...
Dann doch lieber in Israel, wo Frauen auch für unsere Freiheit kämpfen:
http://www.youtube.com/watch?v=kVz6d24Q52c
Im Normalfall werden auch in Israel Frauen nicht in Kampfverbänden eingesetzt, die meisten machen Bürojobs. Jene aber, die unbedingt zur kämpfenden Truppe wollen, müssen den gleichen Leistungstest bestehen, wie die Männer. Das schaffen nur ganz wenige, aber mit solchen Frauen haben die Männer dann auch kein Problem.
Bei unserer Minikaserne (4 Jäger-Züge) gab es bei den EFlern 4 Frauen, 3 davon haben schon während der Grundausbildung aufgegeben und kamen zu uns GWDs.
Alle drei waren mit Abstand schlechter als der schlechteste Mann für die vorhandenen Aufgaben geeignet: Einerseits schwächer und andererseits ständig krank geschrieben und deshalb vom Wissen hinten nach.
Anschiss war garantiert, wenn man mit einer Frau im Trupp war. Nicht wegen Mobbing, sondern weil die ständig Mist gebaut haben.
Wenn man aber bedenkt, dass diese das freiwillig machen und deutlich mehr Geld bekommen ist das eine Frechheit!
Mobbing gab es natürlich, dass richtete sich aber gegen alle und v.a. die Korporäle, von denen massig aufgehört haben.
Was haben sich die Frauen bitte vorgestellt? Das man sie mit Samthandschuhen angreift und nur auf sie gewartet hat? Beim Bundesheer gehts es eben verbal etwas härter zu das können tausende Männer bestätigen, das ist nichts persönliches, das gehört zum Dienst.
Bei dem Verein geht es primär darum im Ernstfall zu töten mit allen Mitteln, das da manchmal in der Ausbildung der Knigge nicht zum tragen kommt ist ja wohl klar.
Ich glaube das die meisten hier beklagten Mobbingfälle gar keine sind.
eine kollegin hat´s ausprobiert. die ist kein vaserl (wir arbeiten in einem technischen beruf mit vielen männer, ich htl hinter mir).
sie ging nach ein paar monaten wieder - denn der umgang dort (die vorgesetzten dort sind auch heut noch unter jeder sau - info heute dort arbeitende auf 3 jahre verpflichtete männer) hat mit hierarchie und befehlsgewalt nichts zu tun. es war willkür, ausnutzen der "macht", sinnloses triezen vermeintliche schwächerer. und das braucht auch in einem heer nicht an der tagesordnung zu sein. denn das hat mit übung u.dgl. nichts zu tun
willkommen beim militär!
sie haben völlig recht, das ist kein schöner zustand, aber es ist nunmal alltag im militär, egal wo.
aus dem grund geht ja auch kein denkender mensch freiwillig dahin, und aus dem grund müssen männer zu dieser sklavenarbeit gezwungen werden.
wer dennoch unbedingt hin will, muss damit halt leben. mit mobbing, also dem fertig machen bestimmter personen, hat das aber nichts zu tun, da es allen untergeordneten so geht.
Ja beim Bundesheer geht es nunmal so zu, das hat aber garnichts mit Frauendiskriminierung zu tun. Das ganze müssen ständig junge Männer die sich das garnicht ausgesucht haben über sich ergehen lassen. Wir mussten z.b mitten im Juli bei 30 Grad mit der Winterausrüstung unser Frühstück einnehmen, dann einmal mitten um 1 Uhr in der Nacht am Antreteplatz salutieren, weil die Ausbildner grad lustig waren und besoffen von einem Ausflug heimgekommen sind. Wir mussten uns auch Nackt ausziehen und nach einer ABC Übung mit abwechselnd kalten und heißen Wasser bespritzen lassen u.s.w also das hat einfach garnichts mit Frauendiskriminierung zu tun sondern beim Bundesheer geht es einfach so zu.
Ich denke, das eine schließt das andere nicht aus. Dass es in solchen Strukturen und mit diesem Personal auch zu Frauendiskriminierung kommt, ist recht nachvollziehbar. Wenn die Grundhaltung von Sadismus geprägt ist, schafft dies den Boden für Diskriminierung auf allen Ebenen.
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