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Salzburg - Die Pläne von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ), das Frauenhaus in Hallein in ein Übergangswohnheim umzuwandeln, sind vom Tisch. Für 2011 sei dem vom Kolpingwerk geführten Haus Mirjam der selbe Betrag wie für 2010 bewilligt worden, so die Landeshauptfrau in einer Aussendung. Damit kann das Frauenhaus Hallein vorerst mit einem Budget von 300.000 Euro weiterarbeiten.
"Schön, dass es diese Meldung offiziell gibt", ist die Leiterin des Halleiner Frauenhauses, Doris Weißenberger, über die Entscheidung erleichtert. Zufrieden ist sie freilich nicht. Die 300.000 Euro Jahresbudget entsprächen im Vergleich zu 2009 einer Kürzung um 15 Prozent. Schon jetzt müssten alle Mitarbeiterinnen auf Supervisionen und Fortbildungen verzichten. Für die Betreuung von Kindern, die mit ihren Müttern im Haus Mirjam Schutz suchten, stehe nur mehr eine geringfügig Beschäftigte zur Verfügung.
Die Basis für die Entscheidung, die acht Plätze im Frauenhaus Hallein doch weiterzuführen, bildete eine Expertise einer Planungsgruppe mit Vertretern der Exekutive, Bezirkshauptmannschaft und Sozialeinrichtungen, nach der das Frauenhaus in der Region in Sachen Gewaltprävention oberste Priorität habe. Auch eine Studie der Fachhochschule Urstein weist das Haus Mirjam als unverzichtbares Kompetenzzentrum aus. Die Entscheidung begünstigt hat wohl auch, dass derzeit alle 32 Frauenhausplätze im Land Salzburg belegt sind. (Thomas Neuhold, DER STANDARD/Printausgabe 6.7.2010)
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