Annie Lennox als Speerspitze

7. Juli 2010, 17:38
  • Annie Lennox' Weckruf, sich gegen HIV/AIDS zu engagieren, und hier besonders betroffenen Frauen zu helfen, ereilte sie bei einem Besuch in Südafrika, wo die Krankheit Generationen von Menschen betrifft.
    foto: apa/ap/franka bruns

    Annie Lennox' Weckruf, sich gegen HIV/AIDS zu engagieren, und hier besonders betroffenen Frauen zu helfen, ereilte sie bei einem Besuch in Südafrika, wo die Krankheit Generationen von Menschen betrifft.

Musikerin setzt sich als "UNAIDS-Botschafterin des guten Willens" besonders für betroffene Mädchen und Frauen ein

Wien - Wenn ab dem 18. Juli in der Wiener Messe die Welt-Aidskonferenz den Fokus der Weltöffentlichkeit auf sich zieht, ist für den 20. Juli eine ebenfalls prominent besetzte Demonstration angesetzt, die das Thema HIV und Menschenrechte in den Fokus rückt: Der internationale Menschenrechtsmarsch soll Tausende TeilnehmerInnen versammeln, an deren Spitze sich Sängerin Annie Lennox finden wird.

Die 55-jährige Schottin tritt seit Jahren mit ihrer SING-Kampagne gegen die Krankheit auf und wurde unlängst zur "UNAIDS-Botschafterin des guten Willens" ernannt. Lennox soll besonders auf die erschreckende Situation von HIV-infizierten Frauen und Mädchen aufmerksam machen.

Keine Überlebenschance bei chronischer Armut

"Die westliche Welt glaubt, dass Frauen, Mütter und ihre Kinder Zugang zu fundamentaler und lebenserhaltender Gesundheitsversorgung und zur Ernährung haben sollten. Fakt ist aber, dass eine Person, die in chronischer Armut lebt, nicht überleben kann, wenn sie keinen Zugang hat", konstatierte Lennox im Vorfeld der AIDS 2010. "Frauen haben oft wenig bis gar keine Rechte, was sexuelle und reproduktive Gesundheit betrifft. Ich glaube, dass wir hier eine starke Veränderung von Einstellungen und Praktiken dringend benötigen. Ein Teil der Lösung unserer Probleme liegt hier."

Thema immer auf der Tagesordnung

Lennox' persönliche Motivation, sich gegen HIV/AIDS zu engagieren, wurzelt in ihrem ersten Besuch in Südafrika 2003: "Ich erkannte, wie die HIV/Aids-Pandemie grausam das Leben einer ganzen Generation der 'Regenbogen-Nation' auslöschte. Mütter und Väter - mit Millionen von Waisenkindern als Folge. Diese Situation hatte auch auf mich als Mutter großen Einfluss. Ich beschloss, dieses Thema auf der Tagesordnung zu halten und mich für die Frauen einzusetzen."

Schlusspunkt Konzert

Sammelpunkt für den "Human Rights March" ist ab 18.30 Uhr der Schottentor. Um 19.45 Uhr soll sich der Zug dann in Richtung Heldenplatz in Bewegung setzen. An den halbstündigen Marsch entlang des Rings schließen sich kurze Reden. Dabei sollen nicht nur VertreterInnen internationaler Institutionen, der Stadt und der Bundesregierung zu Wort kommen, sondern auch Menschen, die mit HIV leben oder indirekt davon betroffen sind. Als Abschluss wird Lennox, vor ihrer Solokarriere der weibliche Part des Popduos Eurythmics, am Heldenplatz ein Konzert geben. Das Ende der Veranstaltung ist mit 22.30 Uhr festgesetzt.

Menschenrechte stärken

Organisiert wird die Veranstaltung von einem globalen Zusammenschluss verschiedener Organisationen. Dazu gehören neben Lennox' eigener SING-Campaign auch die Aids-Hilfe-Wien, die Homosexuelle Initiative (Hosi) oder die International AIDS Society, die auch für die Welt-Aidskonferenz verantwortlich zeichnet. Den Rahmen bildet die Kampagne "Menschenrechte und HIV/Aids: Heute mehr denn je", bei der die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Menschenrechte bei der Bekämpfung von HIV gelegt werden soll. Den Mittelpunkt bilden die Menschenrechte von homosexuellen und transgender Personen, von SexarbeiterInnen und DrogenkonsumentInnen, GefängnisinsassInnen oder jenen, die Sterbebegleitung brauchen. (APA)

 

Lennox als "Speerspitze"? Wofür? Für wen?

....um die Panikmache der Aids-Industrie noch aggressiver voranzutreiben, weil ihre Argumente immer brüchiger werden? Wo ist die Epidemie in Europa denn geblieben - bei max. 18% Kondom-User in der österreichischen Bevölkerung (LBI, 2005) kann der Safer Sex doch nicht mehr als Erklärung herhalten. Wurden wir über all die Jahre ziehmlich getäuscht und sinnlos verängstigt?
Für all die, die sich nicht nur einnebeln lassen wollen: http://www.science-and-aids.org/ Konferenz: "Aids zwischen wissen und Dogma" 16./17.Juli in Wien

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