"Damit Frauen nicht ihre Kinder wegschmeißen"

Beate Hausbichler
13. Juli 2010, 13:25
  • Frauen können es besser, meint Rudolf Hundstorfer. 
    foto: apa /roland schlager

    Frauen können es besser, meint Rudolf Hundstorfer. 

  • IHS-Chef Bernhard Felderer will daran arbeiten, dass Frauen ihre Kinder "nicht wegschmeißen".
    foto: zib vom 12.7.2010

    IHS-Chef Bernhard Felderer will daran arbeiten, dass Frauen ihre Kinder "nicht wegschmeißen".

Bei einer Pressekonferenz über Arbeitsplätze im Tourismus übertrumpften sich Rudolf Hundstorfer und Bernhard Felderer in Sachen Sexismus

Dass Frauen nicht von Natur aus fürs Betten machen besser geeignet sind als Männer und anerkannt wird, dass Frauen nach der Geburt wieder rasch arbeiten gehen können, wenn sie das wollen, scheint nicht für alle "führenden Meinungsbildner" selbstverständlich. Das musste Tarek Leitner bei der gestrigen ZiB 1 feststellten, die mit einem Bericht über eine Pressekonferenz am 12. Juli zu Arbeitsplätze im Tourismus den schaurigen Beweis lieferte. Dass der größte Teil der Arbeit im Tourismus von Frauen erledigt wird, hängt für Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer damit zusammen, "dass Frauen das besser können, aber ich möchte das nicht werten". Eine weitere "Erklärung": "Es ist halt auch ein sehr von Frauen dominierter Sektor". Aber damit nicht genug der Geniestreiche. 

Auch der nächste Sager von IHS-Chef Bernhard Felderer hat es in sich. An sich sei es zwar zu begrüßen, dass Frauen gut ausgebildet sind und arbeiten, aber eine Sorge quält Felderer: "Wir müssen uns auch darum kümmern, wie die Frauen ihre Kinder nicht nach zwei Monaten wegschmeißen, sondern nach ein, zwei, drei, vier Jahren in einer entsprechenden Einrichtung unterbringen können."

Eine Zitronenlieferung für Rudolf Hundstorfer für seine Kompetenzzuschreibung und eine weitere an Bernhard Felderer für seine Zurechtweisung, wann Frauen ihre Kinder "wegschmeißen" dürfen. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 13.7.2010)

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ähem, in dem alter, in dem man mit kindern schwimmen, eislaufen und radeln gehen kann, gehen sie eh schon in den kindergarten. und solange Sie nicht auch die hausarbeit geschmissen haben, konnte ihre frau ohnehin nicht 24/7 voll für die kinder da sein, weil sie ja schließlich auch den haushalt irgendwie schmeißen muss.

Doch, ich habe die Hausarbeit geschmissen, ich habe für 3 Kinder Kindergerechte Möbel hergestellt, in den Zimmern neue Teppichböden verlegt, auf Wunsch meiner Frau eine neue Küche mit neuen Geräten eingebaut, dabei eine Türe im Mauerwerk versetzt, im Keller Regale gebaut, dort Lichtstrom und Leuchten installiert, damit meine Frau alles gut aufheben kann, die Heizungsanlage repariert, Die Fahrräder meiner Frau und die der 3 Kinder repariert bzw. zusammengebaut (die wurden laufend größer), den Zweitwagen meiner Frau gewartet und repariert (auch Motor ein/aus)... da fehlt sicher noch was, das mir entfallen ist.
Ist diese Hausarbeit in Ihren Augen nichts wert?

Na das ist ja super, Sie waren ein toller Papa. Und wenn das jetzt jemand umgekehrt machen will - also eine Mutter die Arbeiten geht und der Papa ist Hausmann, ist doch auch gut oder?
Was mich stört ist eine Einstellung a la:
Und wenn das nicht geht - ist automatisch die Mama die Böse, und nicht der Papa der nicht mitspielt.
Ganz allein darum geht es - niemand will Sie mit Ihrer tollen Planung alleine anschwärzen.

Das mit Ihrem Hausmann funktioniert in der Regel nicht. Schon biologisch, Es geht die Mutter in den Mutterschutz, nicht der Vater. Es stillt die Mutter, nicht der Vater. Da wäre ein Vater in der Zeit nicht handlungsfähig, und aus der Sicht ist die Biologie nicht umdrehbar.
In den anderen Phasen im Prinzip ja, nicht aber, wenn Geschwisterln zum ersten Kind dazukommen, so im Abstand von wenigen Jahren.
Da ist dann die Frau zwangsläufig länger weg, wird es im späteren Beruf, wenn sie überhaupt noch genommen wird (meine Frau leider nicht) nicht mehr groß zu Karrieren kommen. Wenn eine Frau Karriere als erstes Ziel hat, sollte sie besser allein bleiben, bzw Patchworken, ggf sich auf wenige Jahre zusammentun, beim "Spaß" störten Kinder nur.

erstens kann nicht jede frau stillen, zweitens kann (oft: muss, weils anders nicht geht) milch "auf vorrat" abgepumpt werden, was gerade für die paar stunden, während derer frau außer haus arbeitet, alles andere als unmöglich ist, und vor allem wird nicht ewig gestillt.

Meine Frau konnte (und wollte) 6 Monate stillen. Daß manche Frauen das nicht wollen, war mir bewußt, mit solchen Arbeitnehmern weiblicher Geschlechtsausprägung gab ich mich nicht ab. Nur weil Sie es nicht wollen ist Ihr Weg noch lange nicht der beste für das Kind.

Was funktioniert oder nicht hängt vorallem von den Fähigkeiten und dem Willen der jeweiligen Personen ab.

Sie wollten es nicht, und vielleicht hätten Sie auch die Fähigkeit nicht gehabt. Man kann die Fähigkeit und Organisationsgabe aber nicht pauschal allen anderen absprechen.

Wenn noch so gut organisiert wird - die Kinder sind die Leidtragenden. Eine gute Organisation mindert allenfalls den Mangel. Sie wollen das nicht einsehen - gut.

Sicher kommt es auf eine gemeinsame Lebensplanung, darin Art der Arbeitsteilung an und auch darauf, sich dann daran zu halten.
Da kann jeder/jede ein eigenes Modell finden. Das kann auch ein Modell ohne Kinder, ohne Partner sein.
Wenn man sich aber entscheidet, dann gibt es kein Abweichen und es braucht auch keine Midlifecrisis. Ich wollte meine Entscheidung rückwirkend nicht umdrehen, unsere Kinder, der jüngste 30, kommen alle noch gerne zu uns zusammen, sie sind heute noch unsere (zu betreuenden) Kinder, und die Periode wiederholt sich mit den Enkerln.
Bei "Problemen" sind beide "böse", völlig einverstanden.

"bei Problemen beide böse"

nein, das habe ich nicht gesagt, und wir sind nicht einverstanden

Ich habe gemeint:
wenn man Ihre Logik anwendet, dann ist ein Vater, der nicht mitspielt wenn die Mutter arbeiten will, und nicht zu Hause bleibt ein "schlechterer Vater".
(ich habe einfach nur "Mutter" und "Vater" ausgetauscht) - sind sie damit einverstanden?

Warum ist die Alternative zu einer Hausfrauenmutter eine kinderlose Mutter? Immer wieder das Selbe...

Wenn das zielführend gewesen wäre, meine Frau das gewollt hätte, wäre ich zuhause geblieben. Aber damit wäre dann ein finanzieller Rückschritt verbunden gewesen.
Warum will eine Frau arbeiten, wenn auch so die Kassa stimmt?
Wenn die Merkmale interessante Beschäftigung, andere Kontakte außer zu Windelwaschern auch stimmt, ohne den Zwang, Geld verdienen zu müssen, dann würde ich als Mann sofort getauscht haben.
Obige Merkmale sind zu realisieren, und sie sind realisierbar, und wir haben sie realisiert. Das lief bei meiner Frau über Volkshochschulen, der Arbeit mit einem Zweitberuf/Handel, Verwaltungsbeirat der Eigentümer, Verwaltung meiner Finanzen, ... und eben die Obsorge auch über unsere schon erwachsenen Kinder und deren Probleme.

Jetzt geht es auf einmal um Sie persönlich - vorher haben Sie aber noch pauschal andere abgeurteilt.

Ich habe unsere Familie nur als Beispiel gebracht, daß es geht: Ich brauche von anderen keine Anerkennung; Kritik bis Herabwürdigung, weil wir es konventionell geschafft haben stecke ich ein.

Es hat Sie niemand deshalb kritisiert, dass Sie es "konventionell geschafft" haben - das ist allen glaub ich ziemlich egal.
Sie nerven damit, dass Sie davon ausgehen, dass es andere nur schlechter machen können, weil sie es anders machen.
Sehen Sie sich jetzt, wo Sie relativ normal schreiben einmal an, welche Worte Sie weiter oben in den Mund genommen haben und denken Sie eine Runde nach...

Aber ich antworte jetzt mal anders.
Wie die bisherigen Familienmodelle praktiziert wurden, wäre ich eine Frau, hätte ich auch darauf gepfiffen.
Aber was die Emanzen jetzt so auskochen ist gesellschaftsschädlich.
Das konventionelle Modell hat nur dort funktioniert, wo es echte Partnerschaft gab, und da kann auch die Augenhöhe zwischen Hofer-Verkäuferin und Universitätsprofessor gleich hoch sein. Und solche Fälle waren immer ein kleiner Prozentsatz. Es mag zusätzlich auch dort "funktioniert" haben, wo sich eine Frau dareingefunden hatte (und ihr Ventil anderswie fand).
Ich halte mehr von Evolution; was kann man an dem Modell verbessern, sichern. Durch Revolution entsteht nur anderer Mist mit anderem Gestank.

Weil in Österreich 60% der Menschen das Model des männlichen Geldverdieners bevorzugen.

Die restlichen 40% bevorzugen bzw würden 50:50 bevorzugen, aber kaum eine Frau würde sich bereiterklären einen Hausmann zu ernähren.

Auch die nicht, die mehr als der Partner verdienen.

Die wenigen, die bereit sind einen Hausmann zu ernähren, können sich genau den Partner suchen, der das auch machen würde.

Nur sie tuns einfach nicht. Nahezu jede Frau wählt einen Partner auf Augenhöhe oder darüber.

Wenn Männer eine Familie wollen, sind sie bereit diese zu ernähren, Frauen (großteils) nicht. Eine Auszeit für die Mutter ist praktisch unumgänglich, Karenzzeit des Vaters ein Luxus, den sich nur wenige Familien leisten können und nur wenige Frauen auch tatsächlich wollen. Zumindest die Nebenwirkungen davon.

aha - auf Augenhöhe sind Hausfrauen und -männer anscheinend nicht. Tut mir leid, aber das ist Schmarrn.

Achso, die war schon als Hausfrau geboren.

Ich geh halt mal davon aus, dass die Hausfrau erst zur Hausfrau wird, wenn sie jemanden gefunden hat, der sie fürs hausfrauen auch ernährt.

Offensichtlich sieht sich die Frisörin dazu dann auf Augenhöhe mit dem Neurochirurgen.

Was nicht gemacht wird ist eine Ertragsbilanz, wieviel kommt durch einen Zusatzverdiener rein, was muß der/die für die Inanspruchnahme eines Arbeitsplatzes aufwenden, welche geldwerten Leistungen kann der/die daher nicht zuhause erbringen, welche Dienstleistungen fallen im Bezug auf Kinder an, Wieviel nimmt die Finanz mehr weil ja beide gut verdienen. Und weil das ins Geld geht kommt die Forderung an den Staat, er solle das bezahlen.
Der Staat sind wieder wir, da ist dann die Frage, wenn trifft es.

Zeitbilanz hält auch keiner Rechnung stand.

Dass wir alles was vom Steuergeld bezahlt wird, selbst bezahlen und noch um einiges mehr, merken die erst, wenn eine Familie von zwei Einkommen auch nicht mehr leben kann.

Nein im Gegenteil, wenn sie keine Kinder haben, können und dürfen sie sich selbstverwirklichen so viel sie wollen.

Mit Kindern hat das allerdings andere Maßstäbe.

Kurze Zwischenfrage:

Was genau verstehen Sie unter "Selbstverwirklichung" ganz konkret?

Selbstverwirklichung ist einfach ein Wort

für zielloses Herumexperimentieren oder die Rechtfertigung für kompromisslosen Egoissmus.

In der Annahme, mehr sein/haben zu können, als man gegenwärtig ist/hat, in narzistischer Selbstüberschätzung sehen (besonder feministische) Frauen dann den (minderwertigen/unpassenden) männlichen Partner als Ursache unerreichter Lebensziele.

Die Möglichkeit für geborgenes und behütetes Aufwachsen der Kinder entfällt, weil der Drang zur Selbstverwirklichung die Bereitschaft zur gemeinsamen Elternschaft durch andere Lebensziele und Partnerschaftsvorstellungen ersetzt wird.

Und all das gibt es bei Männern nicht?

"weil der Drang zur Selbstverwirklichung die Bereitschaft zur gemeinsamen Elternschaft durch andere Lebensziele und Partnerschaftsvorstellungen ersetzt wird"

... bis bei den 50jährigen die Midlifecrisis zuschlägt. Woher die wohl dann kommt?

Seltsam, dass das aber von Männern kaum zur Sprache kommt.

Die Gewichtung liegt aber mehr als deutlich bei den Frauen und wenn mit 50 die Midlifecrisis zuschlägt sind ja auch kaum noch (kleine) Kinder davon betroffen.

Ab 50 wirds für Fraue etwas schwieriger, da die Anzahl der freien Männer da wieder deutlich geringer ist, als die der Frauen. ;-)

Was reden Sie da?

Zuerst reden Sie von "Selbstverwirklichung", jetzt davon dass "es für Frauen ab 50 schwieriger wird, weil es keine freien Männer gibt"?

Was reden Sie da?

Weil Sie darauf angespielt haben.

Ohne Kinder oder wenn die Kinder bereist Erwachsen sind, kann sich selbstverwirklichen wer will.

Selbstverwirklichung also nur durch Sex?

Nochmal meine Frage: was genau ist Selbstverwirklichung?

Von nur durch Sex steht da kein Wort.

Da steht unter anderem auch Partnerschaftsvorstellungen, sonst nichts.

Wie oft Sex da tatsächlich der Grund ist, können Sie ev Ihrer eigenen Interpretation entnehmen. ;-)

Ich habs oben doch im Wesentlichen beschrieben, was haben Sie daran nicht verstanden?

"Die Gewichtung liegt aber mehr als deutlich bei den Frauen und wenn mit 50 die Midlifecrisis zuschlägt sind ja auch kaum noch (kleine) Kinder davon betroffen.

Ab 50 wirds für Fraue etwas schwieriger, da die Anzahl der freien Männer da wieder deutlich geringer ist, als die der Frauen. ;-)"

Warum werfen Sie "Selbstverwirklichung" und "Ab 50 wirds für Fraue etwas schwieriger, da die Anzahl der freien Männer da wieder deutlich geringer ist, als die der Frauen" in einen Topf. Was wollen Sie mit letzterem Satz ausdrücken.

Ihr unzusammenhängendes Geschreibsel ist schwer zu verstehen.

Na dann erklären Sie mir mal

was Sie mit der Midlifecrisis des 50ers gemeint haben und wie das zum Thema Trennungen mit Kindern passen soll.
Vielleicht habe ich Sie ja falsch verstanden.

Eine Midlifecrisis ist ja wohl keine Selbstverwirklichung.

Irgendwie sinnlos mit Ihnen zu diskutieren.

Ich habe nicht erwähnt, was ich zur "Midlifecrisis" rechne, SIE waren es, der eben diese auf Sex beschränkte.

Und dass "Midlifecrisis" Selbstverwirklichung ist, das habe ich nirgendwo geschrieben.

Es ist mühsam mit Ihnen zu diskutieren, wenn Sie die Postings auf die Sie antworten entweder gar nicht lesen oder Probleme mit dem Textverständnis haben. Wenn Sie diese Probleme behoben haben, diskutiere ich gerne weiter. So sicher nicht.

Weichen Sie nicht aus, sonden schreiben Sie, was Sie gemeint haben.

In meinem Text war folgendes zu lesen:
"die Bereitschaft zur gemeinsamen Elternschaft durch andere Lebensziele und Partnerschaftsvorstellungen ersetzt wird"

Also was hat Midlifecrisis da jetzt damit zu tun?
Weder bewirkt die etwas an der Bereitschaft zur gemeinsamen Elternschaft noch bei Lebenszielen oder Partnerschaftsvorstellungen bzw sind die Kinder da wohl schon erwachsen.

Ausserdem denke ich, haben Frauen das genauso, nicht nur Männer.

Ich erkläre es Ihnen:

Midlifecrisis entsteht, wenn man ab einem gewissen Alter das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Es ist das Gefühl festzustecken in ewig gleichen Bahnen. Männer trifft es ebenso wie Frauen, nur manifestiert es sich anders. Frauen, die ausschließlich Hausfrauen waren und sich um die Kinder gekümmert haben, bekommen die Krise, wenn das letzte Kind auszieht und sie nicht mehr täglich gebraucht wird. Lebensziele können sich verschieben. Wenn eine Frau einen Lebenstraum zurücksteckt, weil sie Kinder bekommt - glauben Sie, sie vergisst diesen Traum so einfach? Eine Frau ist ein Individuum, das sich auch abseits von Mann und Kindern definiert, sie hat Träume und Wünsche. Diese müssen nicht unbedingt "Kinder" sein.

"sie hat Träume und Wünsche. Diese müssen nicht unbedingt "Kinder" sein"

Na dann kann sie es ja bleiben lassen, wo ist das Problem.

Ich verstehe aber immer noch nicht, was die Midlifecrisis jetzt damit zu tun hat.

Warum gehen Sie davon aus, dass nur Frauen einen Lebenstraum zurückstecken und warum tun sie es überhaupt?

Wenn Kinder und die dazugehörigen Väter den Frauen so hinderlich an ihren Lebensplänen sind sollten sie beides einfach bleiben lassen.

Aber klar, Frau will halt alles und dabei auf nichts verzichten müssen. ;-)

Von nur durch Sex steht da kein Wort.

Da steht unter anderem auch Partnerschaftsvorstellungen, sonst nichts.

Wie oft Sex da tatsächlich der Grund ist, können Sie ev Ihrer eigenen Interpretation entnehmen. ;-)

Ich habs oben doch im Wesentlichen beschrieben, was haben Sie daran nicht verstanden?

Meine Sympathie gilt v.a. jenen Müttern, die ihre Kinder nicht wegschmeissen und an Tagen, wie dem heutigen, ihre Zeit im Bad "absitzen" müssen. Die Opfer, die diese bringen kann man gar nicht hoch genug würdigen! Und dann kommt der Felderer daher und fordert auch noch, dass man sich drum kümmert, dass mehr Frauen im Bad ihre Zeit absitzen müssen. SKANDAL HOCH 10!

Ja genau DARUM gehts doch: Frauen sollen, wollen MÜSSEN OPFER BRINGEN

für eine depperte Männergesellschaft, die zu dumm ist, sich mit Menschen abzugeben.
Verweigert frau die OPFER, dann droht der Karlsplatz oder noch gröberes, als gäbe es die Väter nicht!

Was ist ein Opfer bringen?

Den halben Tag Hausarbeit machen und dann mit den Kindern ins Bad gehen ist eine Opfer? 8-10 Stunden Erwerbsarbeit und dannach die halbe Hausarbeit erledigen und nichtmehr ins Bad gehen können ist schöner?

Na dann tu doch tauschen, wenn Dir nicht gefällt.

Tja hinterher ist das aber genauso unmöglich wie nachträglich abtreiben.

Ich hätte nie was dagegen gehabt, allerdings wollte die Mutter nicht darauf verzichten und die haben ja bekanntlich die Wahlmöglichkeit.

die haben ja bekanntlich die Wahlmöglichkeit

Die haben Sie auch.

Und neun Monate Zeit zu überlegen. War der Zeitraum zu kurz?

Die Mutter geht gleich nach Mutterschutz in Karenz.

Wenn sie weiter bei den Kindern bleiben will erledigt sie einfach die Hausarbeit und der Vater ist unterhaltsplichtig. Notfalls trennt sie sich einfach und der Vater kann das Kind bestenfalls noch besuchen.

Was das mit neun Monaten zu tun hat, verstehe ich überhauptnicht.

Gehen Sie in Karenz, wenn Sie Ihre Frau so drum beneiden.

Und wer ernährt dann die Familie?

Mit welchem Kind soll der Vater in Karenz gehen, wenn die Mutter sich dann trennt und der Vater nur noch Besuchsrecht hat.

Mit einem Kind, dass nicht im eigenen Haushalt lebt, bekommt man nichtmal Pflegefreistellung, da kann von Karenz keine Rede mehr sein.

Zuerst regen Sie sich auf "Den halben Tag Hausarbeit machen und dann mit den Kindern ins Bad gehen ist eine Opfer? 8-10 Stunden Erwerbsarbeit und dannach die halbe Hausarbeit erledigen und nichtmehr ins Bad gehen können ist schöner?"

Und jetzt reden Sie von Trennung und "Familienernährer".

Worum geht es Ihnen eigentlich? Darum, dass Sie Frauen alles vorwerfen, aber selber nicht bereit sind, genau das zu tun, was sie ihnen vorwerfen?

Es muss aber jemand die Familie ernähren und wenn die Mutter das nicht will/kann, dann bleibt dem Vater ja garnichts anderes übrig.

Sobald die Mutter, die da ja schon daheim ist, den Haushalt erledigt, ist der Vater unterhaltspflichtig für sie und für das Kind sowieso.

Und wenn sie sich trennt kann der Vater auch nicht in Karenz gehen. Worum es mir geht? Auf zu zeigen, dass Mütter die Wahlmöglichkeit haben und Väter nicht wirklich bzw nur im Einvernehmen, also mit Zustimmung der Mutter.

Das hübsche Totschlagargument: "Ich muss die Familie ernähren".

Davon, dass Frauen auch berufliche Nachteile durch karenzbedingte Abwesenheiten haben, haben Sie noch nie etwas gehört.

Davon, dass Frauen "dazu gedrängt werden" in Karenz zu gehen, weil es eben ein ökonomischer Druck ist, haben Sie noch nie etwas gehört.

"Freiwilligkeit" ist auch auf der weiblichen Seite so eine Sache.

Reden Sie mal mit Ihrer Frau darüber.

Könntet Ihr euch darauf einigen, dass beide Geschlechter all zu oft ihren geschlechtsspezifischen Rollen (Ernäher, Erzieher) wegen ökonomischem Druck nachkommen müssen? ;-)

Ja und mit hübschen Totschlagargumenten wird umgekehrt ja auch nicht geknausert.

Wie wichtig es ist, die Familie zu ernähren, zeigt sich sehr gut wenn Unterhalt und Transferleistungen zur Sprache kommen.

Das ist für Männer eben der ökonomische Druck aber da brauchen wir ja nicht über "Freiwilligkeit" diskutieren.

In Familien lebt man ja sowieso einen gemeinsamen Lebensstandard. Bei getrennten gibts 20%/Kind vom Einkommen des Vaters FB usw vom Staat, das ist schon deutlich mehr als die Einbussen durch Karenzzeit.

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