Krankenstand wegen Psyche

Überwiegend weibliche Arbeitskräfte betroffen

20. Juli 2010, 15:53

Krankenstände durch Burn-Out und Co. werden mehr - Gründe dafür sieht Arbeitspsychologe in Doppelbelastung und den Anforderungen der "typischen" Frauenberufe

Jeder 16. Krankenstandstag ist heutzutage auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, berichtete das Ö1-Morgenjournal am Dienstag. 2009 wurden fast zweieinhalb Millionen Fehltage dadurch verursacht - beinahe drei Mal so viele wie noch 1990. Zudem wird jede dritte Invaliditätspension auf Grund seelischer Krankheiten zuerkannt.

Mit zwei Drittel der Betroffenen leiden weibliche Arbeitskräfte überproportional an Burn-Out, Depressionen oder Alkoholismus. Auch dauern die Krankenstände der Frauen außergewöhnlich lange, nämlich drei Mal länger als bei anderen Krankheiten. Bei den Gründen für Frühpensionen liegen psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmerinnen auf Platz eins.

Der Grazer Arbeitspsychologe Wolfgang Kallus führte bei seiner Analyse im Morgenjournal die Mechanisierung der Arbeitswelt als Grund ins Feld: Je weniger physische Arbeit anfalle, desto mehr psychische Probleme träten auf. Außerdem werde der Verantwortungsdruck auf die/den Einzelne immer größer. Die stärkere Betroffenheit der Frauen erklärte er mit der größeren Bereitschaft, seelische Probleme überhaupt einmal einzugestehen, im Gegensatz zu Männern. Zudem sei die Diagnosepraxis eine einschlägige: ÄrztInnen schreiben Frauen im Allgemeinen schneller und öfters psychische Erkrankungen zu.

"Pausenkultur" entwickeln

Nichtsdestotrotz träfe auch zu, dass die Sparten, in denen Frauen vorwiegend arbeiten, also Pflege- und Versorgungsbereiche sowie personenbezogene Dienstleistungen, Burn-Out besonders begünstigen. Dazu komme auch oft die Unausgeglichenheit der Pflichten im Privaten: Auf den Schultern der Frauen laste die Doppel- oder Dreifachbelastung von Arbeit, Familie und Haushalt. Die Erholungsphasen seien zu kurz und wenig, so der Arbeitspsychologe. Es brauche generell eine bessere "Pausenkultur". Das dürfe nicht länger als Faulheit abgetan werden.

Behandlung auf Krankenschein

Im Ö1-Mittagsjournal forderten PsychologInnen zudem die Behandlung psychischer Erkrankungen auf Krankenschein. Das würde langfristig gesehen weniger Kosten verursachen als Krankstände und Medikamente. Gesundheitsminister Stöger lehnt diesen Vorschlag aber ab. (red)

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21 Postings
Der Unkurze
00
22.7.2010, 10:05

weil es gerade gut hineinpasst

"Ein weiterer Grund ist es sicher, dass Depressionen beim Mann weniger leicht zu erkennen sind und nicht in die üblichen Diagnoseschablonen passen." Bereits in den 80er-Jahren kam erstmals der Verdacht auf, dass Ärzte bei der Depressionsdiagnose bei Männern Fehler machen würden. "
http://tinyurl.com/35w8kew
oder hier
http://tinyurl.com/3xxl42k

könnte nicht das ein grund sein, für diese große differenz?

Neuer Nick neues Glück
01
22.7.2010, 07:20

Ich mag die Schlussfolgerungen!

Wären Männer häufiger betroffen hätten wir hier wieder einen Jubelartikel, dass Frauen psychisch belastbarer sind.

Ist es umgekehrt, kann natürlich nur das böse, böse Patriarchat inklusive struktureller Gewalt (mein Lieblingsbegriff, muss immer herzlich lachen, wenn ich das wo sehe) sowie diverses anderes feministisches Dummgefasel schuld sein.

PyroTFD
00
21.7.2010, 18:22

Je weniger physische Arbeit anfalle, desto mehr psychische Probleme träten auf.

...o Mei, der is so aufgelegt

iEi
71
21.7.2010, 13:54
Joojoo!

Burnout ist eine frei erfunde Krankheit und beruht auf dem weitläufig bekannten "mi zaht des hackln nimma "-Syndrom!

devil duck
00
26.7.2010, 11:21

na dann bin ich ja froh das sie mir so toll erklären können wieso`s mir so besch....n geht. ich wünsch das wirklich niemandem.

PyroTFD
00
21.7.2010, 18:22

Burn-Out ist ziemlich beschissen und NICHT erfunden

Loxoceles
35
21.7.2010, 13:29

Jetzt wollten die Frauen ständig mittels Quote die fordernden und anspruchsvollen Jobs erhalten. Kaum bekommen sie die, beklagen sie sich über Burn-Out.

Also, meine Damen, wie denn nun?

Wenn hautpsächlich Frauen von Burn-Out betroffen sind, dann sollte das für Personaler eigentlich ein stichhaltiger Grund sein, bevorzugt Männer einzustellen!!

little django
 
00
22.7.2010, 08:24

diese jobs die sie erwähnen erzeugen in der regel kein burnout.

Hubert Ungeist
 
11
22.7.2010, 05:06
Wenn Frauen für die gleiche Arbeit 30% weniger

verlangen, dann sollte doch verstärkt Frauen aufgenommen werden.

Wirds also auch nicht.

Alles eine urban Legend

Mike Webman
13
21.7.2010, 12:50
Hysterische Weiberleit...

...und geschäftstüchtige "Psycho-Gschaftler" !
Wobei die Quatschtherapie vieler Therapeut(inn)en bei ernsten psychischen Problemen eh nicht hilft. Solche Lifestylesitzungen zahlen Krankenkassen zurecht nicht.
Richtige Psychiater werden aber gemieden, man will ja nicht als verrückt gelten - auch wenn die Kasse zahlt.

elektrosmog plastique
14
21.7.2010, 07:30

Und ich dachte Karriere wäre die Erfüllung des Lebens :D

josefa maier449
11
21.7.2010, 12:14
schon, aber

wenn man trotzdem im Haushalt alles machen muss und noch Kinder hat, ist das nicht so einfach. Aber das ist für beide, Mann und Frau, schwierig.
Wahrscheinlich gibt es aber noch immer Haushalte, wo die Frau im Schnitt mehr Arbeiten erledigt, vielleicht auch noch unter dem Druck der Familienangehörigen (Oma, Opa, Schwägerin usw.) hat usw. deshalb: burn out!

elektrosmog plastique
01
21.7.2010, 16:39

ja, da hast du schon recht - an sich war mein posting auch ziemlich dämlich, weil es in dem fall wohl eher um menschen ging die arbeiten gehen mussten (inner pflege machste keine karriere, oder?)

die these, dass die leute zu zweit arbeiten müssen, da einer nicht mehr genügend gehalt bekommt(aufgrund der neuen vielen frauen aufem arbeitsmarkt) wäre natürlich noch zu überdenken, aber dasn anderer hut...

interessant auch zu dem thema die kommentare auf dem zeitartikel "unfreiwillige emanzipation" :D

bösartiger gutmensch
11
21.7.2010, 16:33
man sollte sich halt selbst die frage stellen, was man vom leben will:

- gemütlicher job und dafür zu hause mehr erledigen, weil der partner hat das geld ranschaffen soll

- selbst das geld ranschaffen und dafür einen partner suchen, der den gemütlichen job macht und zu hause einen größeren teil der arbeit erledigt

- beide mit gemütlichem job und verzicht auf hohes familieneinkommen und dafür machen zu hause beide gleich viel/wenig

- beide mit stressigem job und hohen gehalt und dafür hält man sich einen putzmenschen

aber dieses ständige "die böse männerwelt hält mir meinen führungsposten vor, ich verdiene mindestens 40% weniger für die selbe hackn und ich muss zu hause alles putzen, 5 kinder versorgen und 10 angehörige pflegen" geht mir schön langsam wirklich auf die socken.

little django
 
00
22.7.2010, 08:31

ich glaub net daß man das so sehen kann.
welcher job ist denn gemütlich UND in teilzeit zu haben daß sich "nebenbei" noch alles super ausgeht?

wieviele männer (bleiben wir mal bei dem beispiel, kann natürlich auch umgekehrt sein) verdienen so viel daß frau zu haus bleiben kann? beim großteil der familien ist es doch so daß sich die familie das zuhausbleiben eines elternteils net leisten kann. und sobald sie sich mit einem teilzeitjob abstrudeln erfordert das massiven einsatz an organisation und bringt streß. das ist nun mal so.
ja, man kann mit 1500€im monat als familie auskommen. leicht ist das aber nicht und erzeugt zusätzlichen streß, denn sparen+vorsorgen f. notfälle ist da kaum drin.

bösartiger gutmensch
00
22.7.2010, 12:46

mit "gemütlichem" job mein ich eigentlich eine 30-40 stunden-arbeitsstelle ohne verantwortung.

und mit geld ranschaffen einen job mit 10-20 überstunden/woche.

wenn beide einen normalen job haben, sollten beide 50% der arbeiten zu hause erledigen. wenn die familie vereinbart, dass ein teil weniger arbeitet und der andere dafür das geld nach hause bringt, dann sollte der andere eben mehr aufgaben zu hause übernehmen.

im grunde sollte das jede familie für sich entscheiden. die allgemeine jammerei oder gar der vergleich der freiwilligen hausarbeit mit dem gesetzlich vorgeschriebenen zwangsklavendienst für männer ist einfach absurd. selbst ist die frau!

Alicia18
12
21.7.2010, 12:09

Karriere?

Bringt vielleicht Geld, aber sicher keine persönliche Erfüllung.
Was kann man von der Kohle ins nächste Leben mitnehmen?

stefan81
00
21.7.2010, 13:47

nein, man arbeitet ja nicht fürs nächste leben (meiner meinung nach gibts auch keines) sondern für das jetzige.

und da ist es sehr wohl wichtig halbwegs wohlhabend zu sein.

wer sagt geld macht nicht glücklich weiß nur nicht wo man richtig einkaufen geht! :)

Alicia18
01
21.7.2010, 15:14

liegt wohl eher daran, weil genau das das Ergebnis der Kommerzialisierung ist
Gratuliere!
Ne glatte 1 im lernen wie man sich aussaugen läßt vom Kommerz!

The Chaos Path
00
21.7.2010, 13:20

wenn man das mag, was man arbeitet, warum soll karriere keine persönliche erfüllung bringen??? das hat nichts mit der kohle zu tun.

zwergleviathan
01
21.7.2010, 12:18
dein Wort in Gottes Ohr

aber es gibt halt auch genug, die das anders sehen leider...

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