Beruf: Naturschützerin

20. Juli 2010, 17:17
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    foto: privat

    Maria Tiefenbach sucht Lösungen für mehr Biodiversität.

Maria Tiefenbach vom Umweltbundesamt, Abteilung Biologische Vielfalt und Naturschutz, ist Femtech-Expertin des Monats

Das Thema Umweltschutz war nicht immer so präsent im öffentlichen Bewusstsein wie heute. Erst Themen wie der saure Regen in den Industrieländern oder das Atomkraftwerk Zwentendorf direkt vor der Haustür waren in den 1980er-Jahren massive Auslöser für das Entstehen der Umweltbewegung.
Zu dieser Zeit und unter dem Einfluss dieser Entwicklung begann Maria Tiefenbach ihr Studium an der Wiener Universität für Bodenkultur.

Sie ist die Femtech-Expertin des Monats - eine Initiative des Verkehrsministeriums, die von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt wird. Das passt besonders gut ins aktuelle Jahr der Biodiversität, denn Tiefenbach ist Naturschützerin nicht nur aus Überzeugung, sondern auch von Beruf.

Tiefenbach, 1961 in Gmünd geboren, studierte Landschaftsökologie und -gestaltung und schrieb ihre Diplomarbeit mit dem Titel "Die Entwicklung der Vegetation im Einflussbereich des Aluminiumwerkes Ranshofen" am Institut für Botanik und am Zentrum für Umwelt und Naturschutz. Die Motivation für ihr Studium war, "beruflich etwas für die Umwelt zu tun", und das ist ihr gelungen: Seit 1990 ist sie am Umweltbundesamt tätig, wo sie seit 2002 die Abteilung Biologische Vielfalt und Naturschutz leitet. In dieser Funktion ist sie nicht nur für die organisatorische und inhaltliche Steuerung von zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuständig, sondern arbeitet auch in verschiedenen nationalen und internationalen Projekten mit.

Dazu gehört auch das laufende EU-Projekt "Sustainable Use of Regional Funds for Nature", dessen Aufgabe es ist, Vorschläge für Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität zu entwickeln. Außerdem ist Maria Tiefenbach Leiterin der Österreichischen Naturschutzplattform, die zwischen Bund, Ländern, NGOs und Wissenschaft vermittelt, um die Entwicklung bzw. Erhaltung der Biodiversität in Österreich optimal zu vernetzen.

Eine zentrale Rolle spielen für die Mutter zweier Kinder die Menschen: "Ich arbeite gerne mit anderen zusammen und versuche, in der Kommunikation mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch meine Freude an dieser Arbeit weiterzugeben." In diesem Sinne ist es ihr auch in ihrer Aufgabe als Abteilungsleiterin ein Anliegen, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Außerdem "ist es auch im Naturschutz wichtig, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen".

Maria Tiefenbach wirkt auch in internen Führungsgremien und bei der strategischen Ausrichtung des Umweltbundesamtes mit: Ihre Abteilung unterstützt die Programmleitung in allen Fragen des Naturschutzes sowie bei der Beurteilung, welche Auswirkungen verschiedene Nutzungsformen auf die biologische Vielfalt in Österreich haben. Für diese Themen ist Tiefenbach auch die Schnittstelle zu anderen Institutionen. Ihre Tätigkeit empfindet sie als "herausfordernd, spannend und befriedigend". Und was empfindet sie als Erfolgsfaktoren? "Freude an der Arbeit und ein respektvolles Miteinander." (Susanne Strnadl/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.7.2010)

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