
Ein Bild vom Tanz-Wettbewerb der 7. Gay Games in Chicago. Die ÖsterreicherInnen haben sich für Köln vorrangig in den Sparten Volleyball, Tanzen, Schwimmen und Fußball angemeldet.
In Köln laufen die Vorbereitungen für das schwul-lesbische Sportfestival Gay Games auf Hochtouren: Annette Wachter, Geschäftsführerin der Games Cologne GmbH, wusste von insgesamt knapp 10.000 Anmeldungen für die Teilnahme an einer der 35 Sportdisziplinen zu berichten. Die Eröffnung findet am 31. Juli im Rhein-Energie-Stadion statt. Aus Österreich haben sich 95 SportlerInnen für die Teilnahme akkreditiert.
Offen für alle
Eine Woche lang werden sich bis zum 7. August die TeilnehmerInnen in Disziplinen wie Fußball, Volleyball, Schwimmen oder auch Bodybuilding, Bowling und Golf messen. Dem Wettkampf stellen dürfen sich SportlerInnen uneingeschränkt ihrer sexuellen Ausrichtung, auch müssen sie keinen bestimmten Leistungsanforderung entsprechen. Damit AnfängerInnen aber nicht gegen Profis antreten müssen, werden verschiedene Alter- und Leistungsklassen geführt. Die Bewertung des Wettbewerbs erfolgt nach internationalen Standards. Im Vordergrund stehe laut Wachter nicht der Sieg in einer der Bewerbe, sondern der "politische Hintergrund".
WienerInnen vorne dabei
Die meisten der knapp 10.000 akkreditierten TeilnehmerInnen kommen aus Deutschland, gefolgt von den USA und Großbritannien. Die österreichischen VertreterInnen stammen großteils aus Wien (51), aber auch Graz ist mit 24 SportlerInnen stark vertreten. Die beliebtesten Sportarten der heimischen TeilnehmerInnen sind gemäß den Anmeldungen Volleyball, Schwimmen, Fußball und Tanzsport.
Sport eingerahmt von Kultur
Das Ziel der seit 1982 in San Francisco erstmals veranstalteten Gay Games - die gleich wie die Olympischen Spiele nur alle vier Jahre und dann wieder an einem anderen Ort stattfinden - ist die Stärkung des Selbstbewusstseins von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen. Während bei den ersten Spielen nur 1.350 SportlerInnen aus zwölf Ländern in 14 Disziplinen teilnahmen, wuchs das Event auf mehr als 10.000 aktive TeilnehmerInnen. Neben den sportlichen Bewerben bieten die OrganisatorInnen auch ein dichtes, optionales Kulturprogramm.
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