Anhaltende Diskriminierungen, Verfolgung und Todesstrafe sind dem Außenminister ein Dorn im Auge
Berlin - Guido Westerwelle, deutscher Außenminister, beklagt eine anhaltende Diskriminierung von Homosexuellen in manchen
Staaten. "Wir haben etwa noch sieben Länder auf der Welt, wo Männer oder Frauen, die gleichgeschlechtlich orientiert sind, um ihr Leben fürchten müssen, weil sie mit der Todesstrafe bedroht sind", sagte Westerwelle am Freitag dem Südwestrundfunk. "Und wir haben etwa 70 Länder in der Welt, da werden auch Homosexuelle (...) verfolgt."
Deutschland: "Extrem tolerantes Land"
Auch in Deutschland gebe es noch etwas gegen Diskriminierung zu tun, sagte Westerwelle. "Aber ich denke, wenn wir uns in der Welt umschauen, dann sind wir doch ein enorm tolerantes Land. Wir haben eine Gesellschaft, die wie selbstverständlich damit umgeht, dass auch Minderheiten fair behandelt werden. Und dass zum Beispiel auch Homosexuelle in der Politik herausragende Positionen einnehmen können."
Westerwelle, der sich offen zu seiner Homsexualität bekennt, eröffnet am Samstag als Schirmherr die "Gay Games" in Köln mit rund 10.000 AthletInnen aus 70 Nationen. (APA)