Motto "Lernen ein Leben lang": Initiatorin der Weiterbildungsakademie Österreichs Anneliese Heilinger geehrt
Anneliese Heilinger wurde Anfang Juli der Berufstitel "Professorin" vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur verliehen. Als Initiatorin der 2007 gegründeten Weiterbildungsakademie Österreichs, wba, hat Anneliese Heilinger wesentliche Beiträge zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung in Österreich geleistet. Die wba gilt heute als äußerst gelungenes Pionierprojekt und hat Vorbildwirkung in ganz Europa.
Ein Leben geprägt vom Lernen
Der Lebenslauf von Anneliese Heilinger, deren berufliche Wurzeln in der Horterziehung liegen, spiegelt den Inbegriff einer erfolgreichen Weiterbildung wider. Als Horterzieherin ausgebildet, studierte sie nach dem Erwerb der Studienberechtigungsprüfung auf dem
zweiten Bildungsweg Psychologie und Pädagogik. Parallel dazu war sie in
der Erwachsenenbildung aktiv: Sie war Kursleiterin für Deutsch als
Fremdsprache an diversen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und als
Supervisorin, Universitätslektorin und Autorin von Fachpublikationen
tätig. Von 2003 - 2007 war Heilinger Leiterin der
Weiterbildungsakademie, die sie im Rahmen eines esf-Projektes
entwickelt hatte.
Bereits als Mitarbeiterin der Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen konnte Heilinger viel zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung beitragen. Auch bei der Konzeption und dem Aufbau der seit 1. Februar 2007 bestehenden Weiterbildungsakademie war sie als Initiatorin und Gründungsleiterin maßgeblich an deren Erfolg beteiligt, wobei sie sich unter anderem auch konsequent um die Schaffung einheitlicher Standards in der Erwachsenenbildung bemühte.
Zwar in Pension, denkt die promovierte Psychologin und Pädagogin
längst noch nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen: Sie steht nach wie
vor der wba als Begutachterin und Beraterin zur Verfügung und leitet
die eine oder andere Zertifizierungswerkstatt.
Als eine von ganz wenigen Frauen wurden ihre Leistungen nun vom
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) gewürdigt. (red)