Aufgeklebt und ausgeliefert

  • So wirbt Tally Weijl.
    foto: sujet tally waijl

    So wirbt Tally Weijl.

  • Eine Serie der Geschmacklosigkeit von Tally Weijl. Dieses Sujet sendete 
uns ein weiterer User zu.
    foto: sujet tally waijl

    Eine Serie der Geschmacklosigkeit von Tally Weijl. Dieses Sujet sendete uns ein weiterer User zu.

Die Marke Tally Weijl bedient weibliche Teenager und wirbt mit dem verhängnisvollen Klischee der passiven Verführerin

Und der Zitronen-Regen dieses Sommers nimmt kein Ende. Nachdem wir uns im selbigen schon mit so einigen Dreistigkeiten beschäftigen mussten, fällt nun Tally Weijl besonders in Hinblick auf die Zielgruppe der Marke unangenehm auf. An der Mode von Tally Weijl unschwer zu erkennen ist, dass offenbar sehr junge Frauen eingekleidet werden sollen - und das "Totally Sexy!". Umso deplatzierter ist somit das von einer Userin gesichtete Sujet, das eine junge Frau abbildet, die - wie im Zirkus - auf einer Drehscheibe befestigt ist. Wären wir im Zirkus würde ein Messerartist seine Kunst an dem Mädchen unter Beweis stellen, in dem er trotz rasendem Tempo, mit dem das Mädchen um die eigene Achse gewirbelt wird, Messer in Richtung der jungen Frau wirft - jeder Wurf wird mit "Ahhs" und "Ohhs" begleitet.

Schön ohnmächtig

Aber es sollen noch weitere Assoziationen hergestellt werden. Während das Mädchen in einem schuluniformähnlichen Outfit mit der Sprechblase "Love me!" versehen wird, stehen daneben auch noch einige andere "Aufforderungen" zur Auswahl: "Watch me!", "Pick me!" und schließlich "Kiss me!".

Eine ohnmächtige Schöne, die sich mit einem etwas hinterlistigen Blick selbst zum Opfer stilisiert. Man muss nicht in den 50ern sozialisiert worden sein, dass sich einem/einer da eine weitere Verknüpfung aufdrängt: "So unschuldig wird sie wohl auch nicht gewesen sein", eine Aussage, die in vielen Abwandlungen ein Klassiker in Sachen Verharmlosung von sexueller Gewalt ist.

Keine gute Idee also von Tally Weijl, das junge Klientel in dieser Art anzusprechen und mehr als fragwürdig ist, ob sich Mädchen wirklich so sehen wollen, aufgeklebt und ausgeliefert. (beaha, dieStandard.at, 17.8.2010)

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vielleicht das hirn einschalten, vorm losgeifern!

Redaktion dieStandard.at
122
18.8.2010, 11:44
Ein Sujet kam von einer Userin, ein anderes von einem User.

Liebe/r MännerInnen - ein Sujet sendete uns eine Userin zu, das andere ein User. Das sollte durch die Formulierung "ein weiterer User" klar werden.

Viele Grüße aus der dieStandard.at-Redaktion!

MännerInnen?????

Gehts Euch aber hoffentlich schon noch gut?
*facepalm*

Das MännerInnen bezieht sich auf den User davor. Ansonsten wäre Ihre Kritik berechtigt.

die die derstandardredakteurInnen sollten nicht immer glauben dass userInnen angaben eindeutig auf deren geschlecht schliessen lassen. erst nach augenschein könnten die nackten tatsachen eine exakte aussage liefern ob es sich um mann oder männin handelt.

Die wollten einfach nur betonen, dass sich ein Mann darüber beschwert hat.

Könnte Pygar oder b_tom gewesen sein ... :-)
Oder sowas in der Art.

"männerInnen" ist jetzt aber ein scherz,odr?

häh?

Liebe/r MännerInnen?

wozu das /r?

Oh mein Gott... wie frustriert muss man sein, dass man nicht mal einen kleinen Scherz erkennen kann? Die dieStandard-Redaktion hat nur das gemach, was im Forum von dieStandard ständig gemacht wird: sich einen kleinen Seitenhieb auf das Binnen-I erlaubt. Und keiner kapierts. Irgendwie sehr unterhaltend hier.

Falsch: die Antwort der Standard Redaktion war an den User /die Userin namens "MännerInnen" gerichtet.

Bissi weiter oben lesen hilft....

bitte tuns ma einen gefallen und streichen sie das wort "userin" aus ihrem sprachschatz
das ist so falsch das es weh tut.. genauso wie userinnen
das gibts schlicht nicht. user ist user (ez,mz,m,w)

Irgendwie versteh ich das hier nicht.
Kann das vielleicht an meiner Binnen-I-be-gone Extension liegen?

vielleicht wars ein User

- gibt ja nicht nur so ....wie dich, oder?

Sicher nur ein Dippfehler!

Das mit dem Sprung zur Verharmlosung sexueller Gewalt

hab ich jetzt nicht ganz verstanden... Kann mir das vielleicht jemand erklären?

Im Übrigen: Ästhetische Werbung mit leider doofen Sprüchen.

"Kann mir das vielleicht jemand erklären?"

Wenn bei einem Denkprozess das Ziel, die "Verharmlosung sexueller Gewalt" zu diagnostizieren, von vornerein feststeht, ist der tatsächliche Weg dahin nur noch Formsache.
Oder anders ausgedrückt: "When all you got is a hammer, everything looks like a nail".

U see? U shoot on successful women...

"Tally Elfassi-Weijl wurde als Tochter rumänisch-niederländischer Eltern in Tel Aviv geboren. Sie ist sowohl Gründerin, CEO als auch Leiterin des Design-Centers von Tally."

http://de.wikipedia.org/wiki/Tally_Weijl

"Die Verwendung von rosafarbenen Hasen als zentrales Werbemotiv wurde von Tierschützern kritisiert, die in der Art der Darstellung eine Förderung der Degradierung von Tieren zum reinen Spielzeug, Ware und dekorativen Accessoire sehen"

WTF?

"Das feministische Netz Bern verlieh der Unternehmensgründerin den "Bronzenen Phallus" (LOL) für herausragende sexistische Werbung"

(Quelle: Wiki)

Ein *Photoshop*/Plastik-Hase...

Average Fashion...

Und ein Dutzend Feministinnen und Tierschützer flippen aus...my ass...

Wenn eine Frau zu erfolgreich sind, gibt's eben von anderen Frauen einen auf die Glocke.

Ist doch normal.

Da muss man

den Verstand aber schon weit verrenken, damit man von Halbnackter am Plakat mit Herzerldolchen auf Messerwerfen im Zirkus kommt (ok bis hierhin kann ichs ja noch nachvollziehen), danach weiterdenkt "so unschuldig wird sie auch nicht gewesen sein" woraufhin man auf sexuelle Gewalt schließt, und dadurch in das Plakat Verharmlosung von sexueller Gewalt hineininterpretiert.

Ich glaube man kann mit Recht behaupten, dass jemand der dieses Plakat sieht und an Verharmlosung sexueller Gewalt denkt, einige tiefsitzende Probleme haben muss.

Hier geht's hier nicht mehr um die Idee der passiven, ohnmächtigen Frau. Es geht um Macht, um das Unwiderstehlich-Sein und um Manipulation. Dem begehrten Alpha-Männchen soll durch das Kokettieren mit traditionellen Rollenbildern die Angst vor einer Verbindung mit einer allzu mächtigen Frau genommen werden. Die Frau als Fallenstellerin wiederrum ist tatsächlich ein traditionelles Selbstverständnis der "schlauen Frau".

Ich denke dass diese Ideologie die größte Gegenerin für einen Feminismus ist, der mehr will als die "einflussreiche Frau". Verantwortung für die Errichtung der Welt übernimmt die Frau so nicht. Ziel ist hier ein parasitäres Leben.

Mann kann nur wünschen, dass es der Feminismus schafft, gegen diesen Trend anzukämpfen.

Klischee? Reibts euch den Feenstaub aus den Augen und schauts der Realität in die böse Fratze!

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