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So wirbt Tally Weijl.

Eine Serie der Geschmacklosigkeit von Tally Weijl. Dieses Sujet sendete uns ein weiterer User zu.
Und der Zitronen-Regen dieses Sommers nimmt kein Ende. Nachdem wir uns im selbigen schon mit so einigen Dreistigkeiten beschäftigen mussten, fällt nun Tally Weijl besonders in Hinblick auf die Zielgruppe der Marke unangenehm auf. An der Mode von Tally Weijl unschwer zu erkennen ist, dass offenbar sehr junge Frauen eingekleidet werden sollen - und das "Totally Sexy!". Umso deplatzierter ist somit das von einer Userin gesichtete Sujet, das eine junge Frau abbildet, die - wie im Zirkus - auf einer Drehscheibe befestigt ist. Wären wir im Zirkus würde ein Messerartist seine Kunst an dem Mädchen unter Beweis stellen, in dem er trotz rasendem Tempo, mit dem das Mädchen um die eigene Achse gewirbelt wird, Messer in Richtung der jungen Frau wirft - jeder Wurf wird mit "Ahhs" und "Ohhs" begleitet.
Schön ohnmächtig
Aber es sollen noch weitere Assoziationen hergestellt werden. Während das Mädchen in einem schuluniformähnlichen Outfit mit der Sprechblase "Love me!" versehen wird, stehen daneben auch noch einige andere "Aufforderungen" zur Auswahl: "Watch me!", "Pick me!" und schließlich "Kiss me!".
Eine ohnmächtige Schöne, die sich mit einem etwas hinterlistigen Blick selbst zum Opfer stilisiert. Man muss nicht in den 50ern sozialisiert worden sein, dass sich einem/einer da eine weitere Verknüpfung aufdrängt: "So unschuldig wird sie wohl auch nicht gewesen sein", eine Aussage, die in vielen Abwandlungen ein Klassiker in Sachen Verharmlosung von sexueller Gewalt ist.
Keine gute Idee also von Tally Weijl, das junge Klientel in dieser Art anzusprechen und mehr als fragwürdig ist, ob sich Mädchen wirklich so sehen wollen, aufgeklebt und ausgeliefert. (beaha, dieStandard.at, 17.8.2010)
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Liebe/r MännerInnen - ein Sujet sendete uns eine Userin zu, das andere ein User. Das sollte durch die Formulierung "ein weiterer User" klar werden.
Viele Grüße aus der dieStandard.at-Redaktion!
die die derstandardredakteurInnen sollten nicht immer glauben dass userInnen angaben eindeutig auf deren geschlecht schliessen lassen. erst nach augenschein könnten die nackten tatsachen eine exakte aussage liefern ob es sich um mann oder männin handelt.
Oh mein Gott... wie frustriert muss man sein, dass man nicht mal einen kleinen Scherz erkennen kann? Die dieStandard-Redaktion hat nur das gemach, was im Forum von dieStandard ständig gemacht wird: sich einen kleinen Seitenhieb auf das Binnen-I erlaubt. Und keiner kapierts. Irgendwie sehr unterhaltend hier.
Wenn bei einem Denkprozess das Ziel, die "Verharmlosung sexueller Gewalt" zu diagnostizieren, von vornerein feststeht, ist der tatsächliche Weg dahin nur noch Formsache.
Oder anders ausgedrückt: "When all you got is a hammer, everything looks like a nail".
"Tally Elfassi-Weijl wurde als Tochter rumänisch-niederländischer Eltern in Tel Aviv geboren. Sie ist sowohl Gründerin, CEO als auch Leiterin des Design-Centers von Tally."
http://de.wikipedia.org/wiki/Tally_Weijl
"Die Verwendung von rosafarbenen Hasen als zentrales Werbemotiv wurde von Tierschützern kritisiert, die in der Art der Darstellung eine Förderung der Degradierung von Tieren zum reinen Spielzeug, Ware und dekorativen Accessoire sehen"
WTF?
"Das feministische Netz Bern verlieh der Unternehmensgründerin den "Bronzenen Phallus" (LOL) für herausragende sexistische Werbung"
(Quelle: Wiki)
Ein *Photoshop*/Plastik-Hase...
Average Fashion...
Und ein Dutzend Feministinnen und Tierschützer flippen aus...my ass...
den Verstand aber schon weit verrenken, damit man von Halbnackter am Plakat mit Herzerldolchen auf Messerwerfen im Zirkus kommt (ok bis hierhin kann ichs ja noch nachvollziehen), danach weiterdenkt "so unschuldig wird sie auch nicht gewesen sein" woraufhin man auf sexuelle Gewalt schließt, und dadurch in das Plakat Verharmlosung von sexueller Gewalt hineininterpretiert.
Ich glaube man kann mit Recht behaupten, dass jemand der dieses Plakat sieht und an Verharmlosung sexueller Gewalt denkt, einige tiefsitzende Probleme haben muss.
Hier geht's hier nicht mehr um die Idee der passiven, ohnmächtigen Frau. Es geht um Macht, um das Unwiderstehlich-Sein und um Manipulation. Dem begehrten Alpha-Männchen soll durch das Kokettieren mit traditionellen Rollenbildern die Angst vor einer Verbindung mit einer allzu mächtigen Frau genommen werden. Die Frau als Fallenstellerin wiederrum ist tatsächlich ein traditionelles Selbstverständnis der "schlauen Frau".
Ich denke dass diese Ideologie die größte Gegenerin für einen Feminismus ist, der mehr will als die "einflussreiche Frau". Verantwortung für die Errichtung der Welt übernimmt die Frau so nicht. Ziel ist hier ein parasitäres Leben.
Mann kann nur wünschen, dass es der Feminismus schafft, gegen diesen Trend anzukämpfen.
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