Aggressiver Eierstocktumor

Risikogene entdeckt

10. September 2010, 12:45

Klarzellkarzinom ist gegen Chemotherapien resistent - Neue Ansätze nun möglich

Washington - Mutationen zweier Gene verursachen eine der aggressivsten Formen von Eierstockkrebs. Das sogenannte Klarzellkarzinom ist gegen konventionelle Chemotherapien resistent. Die neue Entdeckung könnte neue Therapien ermöglichen.

Klarzellkarzinome machen fast zehn Prozent der Eierstocktumore aus. ForscherInnen der Johns Hopkins Universität in Baltimore untersuchten Tumorgewebe von insgesamt 42 Patientinnen. Dabei fanden sie Mutationen auf rund 250 Genen.

Pro Tumor entdeckten die ForscherInnen durchschnittlich 20 Erbgutveränderungen. Am häufigsten waren zwei Mutationen: Veränderungen des Gens ARID1 A waren an 57 Prozent der Tumore beteiligt. Variationen des Gens PPP2R1 A betrafen mehr als sieben Prozent, wie die WissenschafterInnen im Magazin "Science" berichten.

Das Gen ARID1 A ist am sogenannten Chromatin-Komplex beteiligt. Dieser Komplex reguliert, wann bestimmte Gene ein- oder abgeschaltet werden. (APA/Ag.)

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