Ausschluss transsexueller US-Profi-Golferin: Klage

14. Oktober 2010, 10:14

Neue Verband-Regelung besagt, dass Teilnehmerinnen an Long-Drive-WM "weiblichen Geschlechts geboren" sein müssen

Köln - Die Profi-Golferin Lana Lawless hat die Vereinigung der Golfspielerinnen LPGA verklagt. Die 57-Jährige, die sich 2005 einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hatte, kämpft um ihr Startrecht bei der Long-Drive-Weltmeisterschaft, die sie 2008 gewonnen hatte.

In diesem Jahr haben sich die OrganisatorInnen des Wettbewerbs nun entschlossen, streng nach den Regeln der LPGA zu spielen. Eine dieser Regeln besagt, dass Teilnehmerinnen "weiblichen Geschlechts geboren" sein müssen, was Lawless von dem Wettkampf ausschließt.

Dagegen klagt Lana Lawless auf der Grundlage des kalifornischen Bürgerrechts, das Frauen nach einer Geschlechtsumwandlung in vollem Umfang als solche anerkennt, sowohl physisch als auch rechtlich. "Der Staat Kalifornien erkennt mich als Frau an, und der LPGA sollte es nicht erlaubt sein, sich über kalifornisches Recht hinwegzusetzen. Ich will lediglich die Möglichkeit haben, professionell Golf zu spielen, so wie jede andere Frau auch", sagte Lawless.

Ziel der Klage ist es, die LPGA solange daran zu hindern, in Kalifornien Turniere auszutragen, bis der Passus im Reglement geändert wird. (SID)

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19 Postings
ok

sofort alle Sportwettbewerbe geschlechtsneutral durchführen.

Männer werden halt bei Dressurreiten, rhythmischer Sportgymnastik und Synchronschwimmen in der Wertung etwas hinten sein, Frauen beim Boxen, American Football und Gewichtheben. So what?

"[...] auf der Grundlage des kalifornischen Bürgerrechts, das Frauen nach einer Geschlechtsumwandlung in vollem Umfang als solche anerkennt, sowohl physisch als auch rechtlich"

Daß das "kalifornische Bürgerrecht" Frauen nach einer Geschlechtsumwandlung als solche rechtlich anerkennt (gemeint ist offenbar: Männer nach einer Geschlechtsumwandlung rechtlich als Frauen anerkennt), ist ja der weniger spektakuläre Teil. Die wirklich spannende Frage lautet: Wie erfolgt die physische Anerkennung als Frau?

Ich find's an und für sich schon irre dreist, mitmachen zu wollen.

naja, wenns bei den Männern mitmachen darf, ist eh nicht unfair.

so what?

Nehmt sie doch aus Gerechtigkeit in den Damengolfverband auf ...

und dann sperrt sie lebenslänglich wegen Testosteronmißbrauchs!
case closed

Naja

Wegen Testosteronmissbrauch kann man die Betroffene nicht sperren, weil sie nach einer GaOp keinen höheren Testosteronspiegel als biologische Frauen hat. In vielen Sportarten ist es heute so, dass Transfrauen nach einer bestimmten Wartezeit bei den Frauenbewerben mitmachen dürfen. In dieser Zeit bildet sich eine weibliche Muskulatur und die Vorteile der vormaligen hormonell bedingt stärkeren männlichen Muskulatur verschwinden. Diese Lösung halte ich grundsätzlich für sinnvoll, in begründeten Einzelfällen kann man ja im Sinne der sportlichen Fairness davon abgehen.

Abgesehen davon: Glaubt wirklich jemand, dass sich jemand das Leben einer Transperson freiwillig antut, nur um sich sportliche Privilegien zu verschaffen?

Hmmm

Ich kenne mich bei dieser Sportart nicht aus und kenne auch die Sportlerin nicht, aber kann es sein, daß die angeborene genetische Geschlechtlichkeit einen Vorteil bringt und deswegen diese Regelung vorgesehen ist.

lg
Dimple, zB. würde eine Geschlechtsumwandlung eines männl. Tennisprofis, der im Bereich der Top 70-100 ist, und ein Umstieg zu den Damen ihm wahrscheinlich den Nr. 1-Platz für einige Zeit sichern

Außer der stärkeren Muskulatur (die sich auch nach Hormonbehandlung nicht völlig auf "weibliches Niveau" zurückbildet) ist auch die Körpergröße entscheidend (wg. Hebelverhältnissen beim Schwung/Schlag, längerer/schwererer Schläger).

ja, die muskulatur ist "anders". und long drive erfordert viel kraft.

sehe ich auch so, die Sportarten sind ja nicht umsonst in Männer- und Frauenbewerbe unterteilt und bei der Geschlechtsumwandlung bleibt der Großteil des Körpers gleich.
Ich sehe 2 Möglichkeiten:
1) Sie darf bei den Männern mitspielen.
2) Es gibt eine neue Kategorie (eigentlich braucht man dann 2 neue) für Transsexuelle. Ich nehme aber an, dass da nicht so viele Teilnehmer zu finden sind und die Preisgelder entsprechend niedriger sein werden.

es gibt schon noch eine möglichkeit

und ich wundere, warum die feminist_innen nicht dafür kämpfen: auflösung der patriachalischen untergliederung der bewerbe nach geschlechtern. sollen doch alle gegeneinander antreten, der/die/das beste wird schon gewinnen...

Zynismus pur, und traurig

Zynismus ist es, wenn uns die Innen ...

... erklären wollen, dass es keine Geschlechter gibt, weil das nur konstruierte soziale Rollen sind.

warum ist das zynismus?

und warum ist das traurig?

Wie jede andere Frau auch...
Sie ist aber genetisch keine Frau

Bitte um erklärung für die rotbewertung. Ich bin kein Humangenetiker aber ich denke zu wissen dass man das genetische geschlecht nich durch eine äußerliche geschlechtsumwandlung verändern kann.

und hat genetisch die Muskeln eines Mannes.
Beim Golf ist es ja nicht so extrem, aber stellen Sie sich vor ein Schwergewichtsboxer laesst sich umoperieren und will dann beim Damenboxen teilnehmen.

Mike Tyson könnte so wieder ins Geschäft kommen.

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