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Jeden ersten Freitag im November können rund 1.400 Schülerinnen aus 75 Hauptschulen, Neuen Mittelschulen und AHS-Unterstufen in allen steirischen Bezirken die Chance auf Berufsorientierung der etwas anderen Art nützen. Zeitgleich probieren etwa 90 Schülerinnen bei der sogenannten Technikrallye in den Räumlichkeiten des neuen Mafalda-Mädchenzentrums JAM ihre technischen und handwerklichen Fertigkeiten aus.
Am ersten Freitag im November verbringen 10- bis 14-jährige steirische Schülerinnen einen gemeinsamen Arbeitstag mit einem Elternteil oder einer anderen erwachsenen
Bezugsperson. Beim vom Verein Mafalda veranstalteten TöchterTag werden die Mädchen schon frühzeitig dazu ermutigt, ihren beruflichen Horizont zu erweitern und erste praktische Erfahrungen in für sie noch ungewohnten oder wenig bekannten Berufen zu machen.
Was machen Mama und Papa den ganzen Tag?
Die Eltern oder andere Bezugspersonen können an diesem Tag ihren Töchtern ihren Beruf näher bringen, sie den ArbeitskollegInnen vorstellen und ihnen erste Erfolgserlebnisse in der Praxis vermitteln. Dadurch werden auch die Gespräche über die zukünftige Berufswahl in der Familie
intensiviert und die Mädchen können sich besser vorstellen, wie der Arbeitsalltag abläuft.
Denn die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg und Beruf sollte nicht dem Zufall oder einem Passen ins Rollenbild überlassen werden - aber gerade bei Mädchen scheint immer noch mehr von bestehenden Rollenbildern als von ihren individuellen Fähigkeiten abhängig zu sein. Das betrifft sowohl
die Wahl des Lehrberufs als auch die Studienwahl. Bei einem Angebot von derzeit rund
260 Lehrberufen entschieden sich laut Statistik der WKO Steiermark von 2009 immer
noch 61,56 Prozent der Mädchen für einen von nur sechs "traditionell weiblichen" Lehrberufe im
Einzelhandel, im Büro, als Friseurin oder im Gastgewerbe. Tatsache ist, dass Mädchen aus
einem bedeutend engeren Berufsspektrum wählen als Buben. Die Palette an Talenten und
Fähigkeiten der Mädchen ist jedoch weitaus bunter, als diese eingeschränkte Berufswahl
vermuten ließe.
Männerdomänen
Genauso wie technische und handwerkliche Berufsbilder in den Köpfen junger Mädchen noch kaum verankert sind, sind Mädchen in "Männerdomänen" in den Köpfen vieler Unternehmer/innen bei weitem noch keine Selbstverständlichkeit. Die steirischen Unternehmen sind deshalb wichtige Projektpartner. Die Betriebe werden darin bestärkt, junge Frauen für die Ausbildung in Berufen mit geringem Frauenanteil zu berücksichtigen und sie als zukünftige Fachkräfte wahrzunehmen.
Die Technikrallye
Für jene Mädchen, die keine Möglichkeit haben, den TöchterTag in einem Betrieb zu
verbringen, veranstaltet Mafalda eine Technikrallye mit Ersatzplätzen für ca. 100 Mädchen. Das Veranstaltungskonzept hat einen handlungs- und erlebnisorientierten Zugang. Es werden Mit-Mach-Stationen aufgebaut, an denen die Mädchen kleine Werkstücke herstellen. Die Stationen sind so aufbereitet, dass sie einen Einblick in die Tätigkeiten bestimmter Berufe bekommen. Und die Schülerinnen können durch das praxisorientierte Arbeiten ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken und weiterentwickeln. (red)
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Es geht ja nicht nur um Männer- oder Frauenberufe, sondern darum, den Jugendlichen generell Persepektiven zu öffnen.
Man hört ja an den Schulen nichts von den vielfältigen Berufszweigen. Wer weiß schon, was ein Molekularbiologe oder Quantenphysiker etc. ist? Es gibt so unendlich viele Berufe und kaum jemand kennt die. Deshalb auch der Mangel an neuen SpezialistInnen.
Es geht darum das Die Feministische Doktrin sagt das es keine unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, falls doch dann sind sie sozial konstruiert und können beseitigt werden.
Das problem ist das in der Westlichen welt es sich herausgestellt hat das obwohl alle gesetzlichen Hürden für die Berufswahl für Frauen nicht mehr existieren Frauen sich dennoch für nur eine beschränkte anzahl von Berufen interessieren. Dies muß beseitigt werden da sonst die Doktrin in frage gestellt werden könnte, somit versucht mann alles um den, laut Doktrin, soll zustand zu erreichen - da die Wahlfreiheit nicht das gewünschte Resultat gebracht hat.
Im Artikel ging es aber nur darum, Mädchen diese Berufswelten näherzubringen. Da spricht doch nun wirklich nichts dagegen, den Horizont der Möglichkeiten zu erweitern! Entscheiden kann sich ja jede frei, nirgendwo in dem Artikel ist von Druck in diese Richtung die Rede! Allerdings weiß ich auch nicht, ob sich eine nennenswerte Anzahl von Frauen für die Art technischer Berufe begeistern wird, die schmutzig, laut, gefährlich, witterungsausgesetzt und körperlich schwer sind. In dem Teil meines eigenen Arbeitsfeldes, auf das diese Adjektive zutreffen, sehe ich keine, hätte aber gar nichts dagegen, wenn sich dies ändern würde. Wieso denn nicht?
das genügend qualifizierte Männer UND Frauen aufnehmen kann, wie in Schweden und nicht Männer ODER Frauen. Wenn sich diese Frauen qualifizieren, dann stehen immer noch genügend qualifizierte Männer zur Verfügung, außer die wandern aus oder es wird den Firmen verboten sie einzustellen.
genau! solange sich irgendwo noch ein mann auftreiben lässt brauchen wir das nicht, gell?
- ein kurzes überfliegen ihrer monothematischen postings, in die sie dankenswerterweise einblick erlauben erweckt den verdacht, dass sie auch gar nicht verstehen wollen.
was wäre denn übrigens der gegensatz zu "hysterie"? "schrumpfschlauch"?
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