Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Gegen zusätzliche Verpflichtungen für Frauen: Innenministerin Maria Fekter.
Linz - Innenministerin Maria Fekter hat am Mittwoch einem Wehrdienst für Frauen, wie ihn der Österreichische Kameradschaftsbund vorgeschlagen hat, eine klare Absage erteilt. Frauen würden wichtige Dienste für die Gesellschaft erbringen und dafür den Preis niedrigerer Einkommen und Pensionen zahlen. "Ihnen noch etwas aufzubürden halte ich für nicht gerechtfertigt", so Fekter anlässlich einer Pressekonferenz mit dem oberösterreichischen Rot-Kreuz-Präsidenten Leo Pallwein-Prettner in Seewalchen in Oberösterreich.
Geringer Zulauf bei Freiwilligem Sozialjahr
Auch dem Vorschlag eines freiwilligen Sozialjahres als Ersatz für den Zivildienst, der mit der Abschaffung der Wehrpflicht ebenfalls wegfallen würde, steht die Ministerin skeptisch gegenüber: Es gebe bereits die Möglichkeit für Frauen, freiwillig Zivildienst zu leisten: "Und der Andrang hält sich in Grenzen." Auch Pallwein-Prettner, dessen Organisation pro Jahr rund 550 Zivildiener zugeteilt bekommt, ist dieser Idee gegenüber vorsichtig: "Wir müssen für das nächste Jahr kalkulieren und können nicht warten, bis sich jemand freiwillig meldet."
Der Zivildienst sei ein Wehrersatzdienst, erklärte Fekter. Würde die Wehrpflicht abgeschafft, fiele er ebenfalls weg. Jemanden zum Zivildienst zu verpflichten, sei verfassungsrechtlich nicht möglich, "das wäre Zwangsarbeit", so Fekter. Ohne Zivildiener wäre aber der Betrieb von Organisationen wie dem Roten Kreuz kaum aufrechtzuerhalten. "Das ist, wenn man über die Wehrpflicht diskutiert, mitzubedenken", warnte die Ministerin.
In der Frage, ob ein verpflichtender Sozialdienst bei Entfall der Wehrpflicht verfassungsrechtlich gedeckt wäre, gibt es freilich unterschiedliche Rechtsmeinungen. Von der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) her ist zwar ein Zwangsdienst an sich nicht erlaubt, als Ausnahme wird jedoch neben dem Wehrdienst auch eine allgemeine BürgerInnenpflicht genannt - und unter letztere könnte unter gewissen Bedingungen auch eine Verpflichtung zu einem Sozialdienst fallen, meinen JuristInnen. (APA)
Eine Stimme der Vernunft!
Wenn das Rote Kreuz nicht mehr funktioniert, wenn die Wehrpflicht abgeschafft wird, dann liegt der Fehler wohl im System selbst. Die meisten anderen Staaten ohne Wehrpflicht haben dennoch einen funktionierenden Ambulanzdienst.
Ich bin auch gegen die Wehrpflicht für Frauen, denn der Staat kann nicht einfach so in die Persönlichkeitsrechte eingreifen. Jede Frau soll aber für sich selbst entscheiden können, ob sie Soldatin werden will oder nicht.
stimmt schon, nur sollten sie sich dann auch gegen die wehrpflicht im allgemeinen einsetzen.
ich persönlich glaube momentan, man wirds nur schaffen diese endgültig abzuschaffen wenn zuerst auch die wehrpflicht auf frauen ausgedehnt wird.
durch die daraus entstehenden proteste wäre es vl möglich die wehrpflicht abzuschaffen.
Die Mehrheit der Männer will das aber genau so! Die Wehrpflicht ist so ein Ding von Männern für Männer.
Wenn dem die Mehrheit der Männer nicht zustimmen würde, dann könnten die doch einfach die PolitikerInnen wählen, die die Wehrpflicht abschaffen wollen. Das Gegenteil ist aber der Fall und so ist anzunehmen, dass die Mehrheit mit diesem System einverstanden ist.
...gilt auch für Frauen, gelle? Also 50:50!
Die Frauen wollen ein viertel weniger verdienen. Wenn dem nicht so wäre, würden die Frauen ja Politiker wählen, die den Verdienst anheben. Das Gegenteil ist aber der Fall, und so ist anzunehmen, dass die Mehrheit mit der Ungleichbezahltung einverstanden ist.
würden sich die meisten Knäblein nicht von ihren Müttern abnabeln können. Beim Heer lernen sie endlich, sich selbst anzuziehen und damit sie nicht komplett bescheuert daherkommen -wir kennen den Modegeschmack mancher Herren- gibt es Einheitsuniformen.
Frauen sind schneller selbständig. Die müssen nicht mit 40 aus dem mütterlichen Nest gestoßen werden.
Kurzum: Wozu soll Frau das beim Heer lernen, was die Knäblein nicht können?
Wunderbar, dann gibt es ja auch keine Form der Diskriminierung an Frauen mehr!
Denn immerhin stellen Frauen die Mehrheit der Bevölkerung, würden also Vertreter wählen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen.
Case closed, würde ich sagen.
Stimmt es noch jemanden nachdenklich, dass die Erhaltung der Wehrpflicht mit dem Wehrersatzdienst argumentiert wird?
Stimmt es noch jemanden nachdenklich, dass unser Gesundheitssystem auf billige Arbeitskräfte angewiesen ist?
Stimmt es noch jemanden nachdenklich, dass Bemühungen, noch mehr Menschen in den Pflege- und Sanitätsbereich zwangszuverpflichten, die Berufe dort finananziell noch weiter abwertet?
Stimmt es noch jemanden nachdenklich, dass Menschen, die dafür bezahlt werden, die Zukunft zu sichern, die Fähigkeit vermissen lassen, weiter zu denken als bis zur eigenen Nasenspitze?
wurden verkrault, weshalb nun Zwangsvariablen angefordert werden.
Würdest du einen dieser hier anwesenden Väterrechtler und Frauenhasser freiwillig pflegen wollen?
Die weibliche Geschichte wiederholt sich:
Damit Staatsmann sich nicht ändern muss, muss Staatsfrau gezwungen werden. Wehrt Staatsfrau sich, dann ist es das Recht des Staatsmannes, sie mit allen ihm gebotenen Mitteln zu zwingen!
Wenn Männer zum Heer müssen sollen Frauen auch gebären MÜSSEN.
Noch aber ist es freiwillig, ob eine Frau ein Kind will oder nicht. Außerdem betrachten es weit mehr Frauen als ihre persönliche Entfaltung, ihr "angekommen sein", Mutter zu werden - und nicht als abzuleistende Staatspflicht. Sie sind oft unrund und todunglücklich, wenn sie (noch) kein Kind haben.
Entweder ALLES freiwillig oder ALLES verpflichtet. Nur Männer zu verpflichten und den Frauen die freie Wahl lassen in ihrer Lebensplanubng ist eine grobe Diskriminierung - der Männer!
Meistens hilft die Logik, Unsinn zu erkennen. Da will jemand die Frauen diskriminieren und ihnen einen Zwangsdienst für den Staat aufbürden. Aber die Vernunft siegt und es kommt nicht so weit. Was ist denn daran nun diskriminierend für Frauen?
Wenn es für dich diskrimierend ist zu etwas, was man nicht will, gezwungen zu werden, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen.
man beachte den letzten satz
"Wenn es für dich diskrimierend ist zu etwas, was man nicht will, gezwungen zu werden, dann kann ich dir auch nicht mehr helfen."
;)
im übrigen ist es nur diskriminierend wenn lediglich ein teil der bevölkerung dazu gezwungen wird. abhängig lediglich vom geschlecht der person..
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.