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Obwohl das allgemeine Bewusstsein für häusliche Gewalt gegen Frauen in Österreich in den letzten Jahren gestiegen ist, herrscht nach wie vor eine alarmierende Ahnungslosigkeit über mögliche Auswege aus einer Gewaltbeziehung.
In Österreich ist jede fünfte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner betroffen. Die Entscheidung aus einer Gewaltbeziehung auszusteigen ist nicht einfach. Viele Frauen fürchten den Beginn eines Lebens als Alleinerzieherinnen weil sie sich nicht vorstellen können, ein vom Partner unabhängiges selbstbestimmtes Leben zu führen.
Anonyme und kostenlose Beratung ist ein erster wichtiger Schritt aus der Gewaltspirale. Die Frauenhelpline 0800/222 555 ist eine kostenlose telefonische Beratungseinrichtung für alle Opfer von familiärer Gewalt. Das Betreuungsangebot umfasst psychosoziale und rechtliche Beratung. 2009 hat die Frauenhelpline 7.500 Beratungsgespräche (davon 6.010 Frauen & Mädchen) geführt und damit zahlreichen Frauen in Gewaltsituationen geholfen. Hilfesuchende werden auf dem Weg aus dem Kreislauf der Gewalt unterstützt und begleitet.
Die Frauenhelpline 0800/222 555 ist rund um die Uhr (0-24 Uhr) besetzt und an 365 Tagen im Jahr erreichbar.
Die AÖF beteiligten sich heuer mit dem Video-Clip "Manche glauben..." welches mit freundlicher Unterstützung durch Andrea Eckert, Tonstudio Blautöne und Polio Brezina von Katja Schröckenstein produziert wurde. (red)
Info
Das Videoprojekt "Klappe auf!" ist eine Aktion im Rahmen der "16 Tage
gegen Gewalt an Frauen" 2010. Es wird getragen von CARE Österreich,
Frauensolidarität, HORIZONT3000, Katholische Frauenbewegung Österreich -
Aktion Familienfasttag, LEFÖ/ Beratung, Bildung und Begleitung für
Migrantinnen, Miteinander Lernen/ Birlikte Ögrenelim, Verein Autonome
Österreichische Frauenhäuser, ÖBV - Via Campesina Austria sowie WIDE -
Netzwerk Women in Development Europe.
Vor- und Abspann: Doris Mayer
Schnitt und Produktion: Katja
Schröckenstein
Assistenz und Tonbearbeitung: Christina Schröckenstein
Das
Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der MA 57- Frauenabteilung
der Stadt Wien, des Bundeskanzleramts Österreich/ Bundesministerin für
Frauen und Öffentlichen Dienst und der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit realisiert.
Link
Autonome Österreichische Frauenhäuser
Frauenhelpline: 0800/222 555
Unterstützung für Kinder und Jugendliche:
Hilfe für Mädchen
und Buben gibt es in den österreichischen Frauenhäusern - dort ist jedes
Kind mit seiner Mutter willkommen - sowie in Kinderschutzzentren und
anderen Hilfseinrichtungen für Kinder. Telefonische Unterstützung gibt es bei Rat auf Draht unter der
österreichweiten Telefonnummer 147
Kindernotruf: 0800/567 567
Weiterlesen
Gewalt in der Familie: ErzählnS keine Märchen
Zu den anderen Klappen: dieStandard.at/Klappe auf!
Die letzte Klappe kommt von CARE: Ein Ausschnitt eines Dokumentarfilms von Gregory Glaser und Arno Schwaiger
Video Nr. 7: Maria Cristina Boidi, Koordinatorin von LEFÖ, über Mehrfachdiskriminierung und vergessene Migrantinnen-Gruppen
Im Klappe auf!-Video der Frauensolidarität berichtet die Arbeiterin Jeaneth Piñeda über den Alltag in einer Fabrik in El Salvador
Das Netzwerk Women in Development Europe über Exportproduktion und Spekulation, die Frauen die Lebensgrundlagen entziehen
Ökonomische Gewalt am Hof: Das vierte Klappe auf!-Video kommt von der Österreichischen BäuerInnenvereinigung
Die Frauen von Bocana de Paiwas klagen auf "Palabra de Mujer" Gewalt an Frauen in Nicaragua an - Video der Katholischen Frauenbewegung
Klappe auf! Die Zweite: "Blaue Augen - ein korrekter Witz in drei Folgen" - Ein Videobeitrag von "Miteinander Lernen"
dass sie benachteiligt und unterdrückt werden. Schön zu sehen ist dies in anderen Kulturen, bei der Beschneidung in Afrika oder den Zwangsverheiratungen, wo die Mütter(!) oft die treibende Kraft dazu sind, dass ihren Töchtern ebensolches wiederfährt. Ähnliches geschieht meines Erachtens auch bei uns, nur subtiler. Auch hier sind Frauen oft Handlanger unseres Macho-Gesellschaftssystems, oft unbewußt. Es wäre natürlich wichtig, dieser Geisteshaltung, dass Gewalt (dies fängt bei Worten an!) an Frauen nicht mehr als Kavaliersdelikt gilt, die Gesellschaftsfähigkeit zu nehmen.
Was auch auffällt: Auf "dieStandard" gibt es oft, wie hier z.B., ein Originalposting, der Rest sind "Antworten" und Antworten auf Antworten auf Antworten.......
;-)
sogar die Beleidigung von Frauen ob ihres Geschlechts ist eine strafrechtlich verfolgbare Tat (sexuelle Belästigung, Diskriminierung, Hetze)
wichtiger wäre wohl daß auch Gewalt an anderen Gesellschaftsgruppen wie Kindern, Älteren oder eben auch Männern nicht "weniger schlimm" als Gewalt gegen Frauen bewertet wird
sondern JEDE Form der Gewalt EGAL von wem ausgeübt empfindlich bestraft wird
denn sobald Schmähungen und Beleidigungen empfindliche Strafen nach sich ziehen können werden hoffentlich wie beim Dominoday mit einem Schlag viele weitere mit einander verkettete Gewaltakte ausbleiben...
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