Klappe 8

Aus der Asche - Empowering Women in Uganda

9. Dezember 2010, 11:09

Die letzte Klappe kommt von CARE: Ein Ausschnitt eines Dokumentarfilms von Gregory Glaser und Arno Schwaiger

Seit 2006 ist der 20-jährige Konflikt zwischen der Regierung und der Lord's Resistance Army in Uganda zu Ende - zumindest auf dem Papier. Denn weder sind die Friedensverhandlungen erfolgreich abgeschlossen noch die psychischen Wunden verheilt. Besonders Frauen kämpfen nachhaltig mit dem Erlebten: Entführungen, sexueller Missbrauch, Folter und Verstümmelung.

CARE in Uganda

CARE ist bereits seit 1969 in Uganda tätig. Die Projekte widmeten sich anfänglich auf Landwirtschaft, Viehzucht, Bildung im Gesundheitsbereich sowie Community Development. Nach dem Ende der bewaffneten Auseinandersetzung 2006 begannen die Leute wieder zurück zu siedeln und auch die Projekte sind von Nothilfe wieder auf längerfristige Entwicklungsprogramme umgestellt worden. Außerdem hat CARE seit 2004 in Uganda 24 Flüchtlingslager errichtet, in denen rund 290.000 Menschen Zuflucht fanden - annähernd die gesamte Bevölkerung des Bezirkes Pader, der als Epizentrum des Konflikts gilt.

In Kooperation mit Sancho Pansa Film-Production hat CARE Österreich gefördert von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) zu Beginn dieses Jahres einen Dokumentarfilm im Rahmen des ADA-Rahmenprogramms "Women Empowering für Peace (WEP)" gedreht, der einen profunden Einblick in das Leben der Frauen und in das Women Empowerment-Programm in Nord-Uganda gibt.

Frauen bringen Struktur in das zerrüttete soziale Gefüge

CARE hilft den Überlebenden des Bürgerkrieges, darunter vorwiegend Frauen, ihre finanzielle Basis zu stärken. Dazu werden Sparvereine initiiert, in denen ca. 25 bis 30 Frauen teilnehmen. Diese Spargruppen werden zu Solidaritätsgruppen: Durch psychosoziale Betreuung werden Kriegswunden und Gewalterlebnisse verarbeitet. Kampagnen zum Thema Gewalt gegen Frauen und öffentliche Diskussionsrunden sensibilisieren vor allem auch die Männer für Frauenrechte. Anwaltschaft ist eine wichtige Säule des Programms, damit sich auch die Regierung für Frauenrechte einsetzt. Eine neue Verfassung sowie eine Nationale Gender-Politik zur formellen Gleichstellung der Rechte von Mann und Frau, wurden bereits ratifiziert. Im Rahmen der Umsetzung der UN-Sicherheitsresolution 1325 sollen Frauen verstärkt in Führungsrollen und in den schwierigen Friedensprozess eingebunden werden.

Mehr zu dem Dokumentarfilm "Aus der Asche" (AUT 2010) von David Arno Schwaiger und Gregory Glaser unter www.farrago.at. (red)

Info
Das Videoprojekt "Klappe auf!" ist eine Aktion im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" 2010. Es wird getragen von CARE Österreich, Frauensolidarität, HORIZONT3000, Katholische Frauenbewegung Österreich - Aktion Familienfasttag, LEFÖ/ Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen, Miteinander Lernen/ Birlikte Ögrenelim, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, ÖBV - Via Campesina Austria sowie WIDE - Netzwerk Women in Development Europe.

Vor- und Abspann: Doris Mayer
Schnitt und Produktion: Katja Schröckenstein
Assistenz und Tonbearbeitung: Christina Schröckenstein
Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der MA 57- Frauenabteilung der Stadt Wien, des Bundeskanzleramts Österreich/ Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit realisiert.

Link
CARE

"Aus der Asche - Empowering Women in Uganda": Österreichischer Dokumentarfilm, 2010. Buch und Regie: Gregory Glaser und Arno Schwaiger. Die Premiere fand am 21.10.2010 im Wiener Top-Kino statt. "Aus der Asche" ist sowohl als 44-minütige Originalversion als auch als 13-minütige Kurz-Doku erhältlich - deutsch/englisch. 

Zu den anderen Videos: dieStandard.at/Klappe auf!

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