600 Frauen trotz Implanon schwanger

5. Jänner 2011, 16:51
  • Der Hersteller von Implanon teilte mit, dass eine ungewollte Schwangerschaft 
Folge einer unsachgemäßen Einpflanzung des Implantats sein kann.
    foto: apa/dpa/lby

    Der Hersteller von Implanon teilte mit, dass eine ungewollte Schwangerschaft Folge einer unsachgemäßen Einpflanzung des Implantats sein kann.

Hormonelles Verhütungsmittel mit knapp 3.000 Nebenwirkungen: Gesundheitsdienst hat bereits 200.000 Pfund an Entschädigungen bezahlt

London - In Großbritannien sind in den vergangenen Jahren knapp 600 Frauen trotz Verwendung eines Verhütungsmittels schwanger geworden. Die Frauen hatten sich das Implantat Implanon in die Armbeuge einpflanzen lassen, das die Form eines vier Zentimeter langen Stäbchens hat und über drei Jahre hinweg Hormone ins Blut abgeben sollte, erklärte die britische Arzneimittelbehörde MHRA am Mittwoch.

Der Nationale Gesundheitsdienst NHS zahlte Medienberichten zufolge bereits 200.000 Pfund (235.000 Euro) Entschädigung an Frauen, die schwanger oder durch das Implantat verletzt wurden.

Seit der Zulassung des Implantats 1999 gingen bei der MHRA eigenen Angaben zufolge mehr als 1.600 Berichte über knapp 3.000 Nebenwirkungen ein. Der Hersteller MSD teilte mit, dass eine ungewollte Schwangerschaft Folge einer unsachgemäßen Einpflanzung des Implantats sein könne und erklärte, dass kein Verhütungsmittel 100-prozentige Sicherheit gebe. 

Gegen neues Implantat ausgetauscht

Inzwischen sei Implanon durch das Implantat Nexplanon ersetzt worden, das einen anderen Applikator habe und beim Röntgen oder bei Computertomographien entdeckt werden könne.

Zahlreiche Frauen hätten nicht bemerkt, dass das Implantat nicht in den Blutkreislauf gelangt sei, sagte eine Anwältin, die einige der Frauen vertritt, die Klage eingereicht hatten. Viele von ihnen hätten durch ungewollte Schwangerschaften, die Entscheidung für eine Abtreibung oder Fehlgeburten psychische Probleme bekommen. (APA/AFP)

normalerweise

wird man ja von einem nur vier Zentimeter langen Stäbchen nicht schwanger

"Zahlreiche Frauen hätten nicht bemerkt, dass das Implantat nicht in den Blutkreislauf gelangt sei"

DAS ist auch gut so...

mich würden eher …

… die 3.000 nebenwirkungen interessieren! aber darüber schweigt man sich dann doch wieder lieber aus …

Ich hoffe, dass es vielleicht bloß nur 3 sind - möcht nicht zusätzlich zu den Nebenwirkungen von der Pille auch irgendwann von den Nebenwirkungen des Implanon getroffen werden.

ähm...

...emfinde nur ich das so, oder ist der artikel obje ohne angabe einer 2ten zahl neben den 600 nur als bedingt seriös zu erachten?

www.aerztepfusch.at

Das vertrauen in die Pharmaindustrie war für viele Frauen doch zu hoch. Und die Mediziner waren die Handlanger in diesem Geschäft....

"In Großbritannien sind in den vergangenen Jahren knapp 600 Frauen trotz Verwendung eines Verhütungsmittels schwanger geworden."

Ohne Angabe, wie vielen Frauen dieses Verhütungsmittel verabreicht wurde, sagt das gar nichts aus. Bei 1000 Frauen würd ich sagen: Ok, das ist schlimm. Bei 100.000 Frauen: Naja, die Antibabypille schafft's auch nicht besser.

Dafür nur 1000 in Großbritannien anzunehmen, ist doch etwas untertrieben. Das wird wahrscheinlich schon in Wien erreicht, möcht ich meinen.
Nichtsdestotrotz, die Angabe fehlt.

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