Thai-Fluglinie stellt ausschließlich Transfrauen ein

27. Jänner 2011, 17:30

Chef des neuen Unternehmens PC Air sieht sich als Pionier für Gleichberechtigung und Vorbild für andere Betriebe

Bangkok - Eine neue thailändische Fluggesellschaft, die ab April ihren Flugbetrieb aufnehmen will, stellt gezielt Transsexuelle als Flugbegleiterinnen ein. PC Air habe bereits sechs Transfrauen angeheuert, und weitere sollten folgen, sagte Airline-Chef Peter Chan am Donnerstag.

Chan bezeichnete sich als "Pionier", der an Gleichberechtigung glaube, und zeigte sich überzeugt davon, dass andere Fluggesellschaften seinem Beispiel folgen würden. "Ich denke, diese Menschen können viele Berufe ausüben, nicht nur im Unterhaltungsbereich", fügte der Unternehmer hinzu. "Und viele von ihnen haben den Traum, Stewardess zu sein. Ich habe nur ihren Traum erfüllt."

Thailand zählt zu den Ländern mit der größten Zahl an Transsexuellen weltweit. Viele von ihnen unterziehen sich einer Geschlechtsumwandlung, und thailändische MedizinerInnen bieten inzwischen sehr preisgünstige und schnelle Operationen an.

PC Air verlangt nach Angaben von Chan jedoch nicht, dass sich die Transsexuellen unter das Messer begeben, bevor sie für ihn arbeiten. Er stellt Anforderungen wie Freundlichkeit und gute Sprachkenntnisse. "Wenn es ihr Traumjob ist, können sie ihn umso besser machen", ist sich der Unternehmer sicher. (APA/Ag.)

Kommentar posten
13 Postings
"unterhaltungskultur"

was für ein euphemismus

Das gibt dem Wort

Trans-Atlantik-Flug eine völlig neue Bedeutung... ;)

ALSO WAS NUN?

"Ausschließlich" oder (nur) "gezielt" - sicherlich eine subtile Form von Diskriminierung anderen Bewerbungen gegenüber!

Diskriminierung?

Nach unserer Gesetzeslage bestimmt!
Und nicht mal subtil.
Finde ich trotzdem gut, weil schräg ;)

Quelle? APA?

Eine Reisser Meldung!

Diese Airline gibts noch gar nicht, keine Lizenzen etc!

Vermisse aber im Standart Meldungen über die kürzlichen, 3- tägigen Demonstrationen der
Sonthi Anhänger in Bangkok. Immerhin waren pro Tag zwischen 50 000 und 90 000 Menschen dort.

Gute Sache und ich wünsche dieser Fluggesellschaft Viel Erfolg!

Die Konkurrenz, die Thai Airways, ein enger Partner der Lufthansa-AUA-Swiss hat bekanntlich vor einiger Zeit alle Weiblichen Flugbegleiterinnen über 40 Jahre (ich glaube es waren 40 Jahre) gekündigt und stattdessen ganz junge Frauen genommen. Diskriminierung pur und heute haben das schon wieder die meisten vergessen wie es scheint.

Wer mag schon alte Flughbegleiterinnen.
Das ist doch sowieso ein Job für junge Mädchen und Studenten.
Wer bitte arbeitet sein ganzes Leben in so einem bescheuerten Beruf? Gesund ist das auch nicht, die Airlines verschmutzen die Umwelt.

Das Ziel muss eine Reduktion des Flugverkehrs sein. Die zahlen ja nichteinmal Steuern auf Flugbenzin...
Statt den Flughafen zu verkleinern wird er nur vergrössert...
Völlig Schwachsinnig.

Das ist mit Abstand der dümmste Kommentar, den ich in letzter Zeit hier gelesen habe. (Wobei es vermutlich noch dümmere gibt, die ich aber erst gar nicht gelesen habe.)

Wir können ja auch weiterhin die ganze Welt zersiedeln und jeden Tag mit dem Auto 50km pendeln.
Scheixx drauf, ist doch egal ob da jetzt 5000 Flieger mehr über uns Abgase herausblasen.

Was ist so schlimm daran den Flugverkehr reduzieren zu wollen?

thailand ftw

Schön, dass es hin und wieder auch positive Nachrichten zu lesen gibt ^_^

sobald weibliche oder männliche FlugbegleiterInnen zugunsten von Transpersonen

nicht eingestellt und damit diskriminiert werden

gibt es hier nichts positives mehr zu erkennen

an sich eine feine Sache, denn gerade Transgenderpersonen sind nicht gerade "sozial anerkannt" und werden häufig diskriminiert (erinnern sie sich an die nun weibliche HTL-Lehrerin, die von den Eltern der Schüler (!) angefeindet wurde)

sobald aber Partikularismen zur Bevorzugung bestimmter Gruppen führen ist die Diskriminierung aller anderen Gruppen gegeben.

ich hoffe daß man hier rechtzeitig die Kurve kratzt und einen schönen Mittelweg zwischen Privilegierung der einen Gruppe und Diskriminierung der Anderen findet

"Mittelweg" ohne Arbeit für Gleichberechtigung?

Ich finde die Ansicht reichlich naiv. Auf der einen Seite, sollen unterdrückte Gruppen Gleichberechtigung erlangen, auf der anderen Seite soll die hegemoniale Macht anerkannterer Gruppen nicht gefährdet werden. Wie soll das funktionieren? Wenn Transsexuelle gar nicht oder kaum eingestellt werden, dann kann eine Airline, die ebenfalls kaum Transsexuelle einstellt, das Ruder wohl kaum rumreißen. Wenn es also eine Airline gibt, die sich auf eine unterdrückte Gruppe spezialisiert, fördert sie die Auseinandersetzung mit der Unterdrückung jener Gruppe und hat dazu noch die Chance, ein positives Bild jener Gruppe zu zeichnen.
Das hat nicht mit der Diskriminierung von Männern und Frauen zu tun.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.