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San Francisco - Die Online-Enzyklopädie Wikipedia ist eine stark von Männern beherrschte Domäne. Der deutliche Unterschied in der Geschlechterverteilung ist der Betreiberin Wikimedia Foundation jedoch ein Dorn im Auge. So ist nicht nur ein niedriger Leserinnen-Anteil auf dem Portal feststellbar. Wie die United Nations University und die Maastricht University gezeigt haben, ist die Unter-Repräsentanz von Frauen bei jenen UserInnen, die Beiträge für Wikipedia verfassen, sogar noch eklatanter. Die negative Folge: Die Geschichte wird in dem möglichst allumfassenden Nachschlagewerk trotz aller Offenheit nach wie vor von Männern geschrieben.
Nicht einmal 13 Prozent der AutorInnen der englischsprachigen Wikipedia-Website sind weiblich. "Auch bei der deutschen Version wird das Problem deutlich", erklärt Catrin Schoneville, Sprecherin von Wikimedia Deutschland. Zwar können sich die BetreiberInnen hierzulande noch nicht auf harte Fakten stützen. Dass die Schreiberinnen in der Unterzahl sind, ist jedoch offensichtlich. "Das Thema ist uns durchaus bewusst", sagt Schoneville. "Dadurch geht Vielfalt verloren."
Geschichtsschreibung ist in Männerhand
"Durch eine breitere Autorenschaft würde Wikipedia mit weiteren Themenfeldern bereichert", meint Schoneville. Während sich das Verhältnis zwischen Lesern und Leserinnen immerhin bei 70 zu 30 bewegt, ist die Geschichtsschreibung auf Wikipedia bislang jedoch fest in Männerhand. Ihre Überzahl führt sowohl in der deutschen als auch der englischen Enzyklopädie zu einem Überhang an Einträgen über Männer gegenüber Artikeln, die Frauen behandeln. Verschiedenen Untersuchungen zufolge kommt auf neun Männer-Beiträge auf den Wikipedia-Startseiten lediglich ein Frauen-Thema.
"Über die Gründe für das Ungleichgewicht kann nur spekuliert werden", so Schoneville. Vorerst ist auch nicht klar, wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Sue Gardner, Executive Director der Wikimedia Foundation, hat dennoch das Ziel vorgegeben, den Anteil der Frauen unter den AutorInnen bis 2015 auf zumindest 25 Prozent heben zu wollen. So soll sichergestellt werden, dass die Enzyklopädie "so gut ist wie sie sein könnte", wird Gardner von der New York Times zitiert. Dafür ist allerdings auch ein höheres Maß an Beteiligung notwendig. (pte)
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ja.
zustimmung.
quotenregelungen helfen nix. zumindest nicht bei einem akuten problem sondern nur als vorbereitung auf ein generelles umdenken durch vorbildwirkung, die es auf wikipedia nicht gibt.
aber pisa lässt grüssen: "Sue Gardner, Executive Director der Wikimedia Foundation, hat dennoch das Ziel vorgegeben, den Anteil der Frauen unter den AutorInnen bis 2015 auf zumindest 25 Prozent heben zu wollen." bedeutet nicht, dass jeder vierte artikel von einem mann kommen muss.
es bedeutet, dass man als ziel hat, zumindest jeden vierten artikel von einer frau erstellt zu bekommen.
und für die langsamen: das ist keine quote sondern eine messgrösse.
...dass so pöse Sexisten wie ich, denen nichts ferner liegt, als Frauen auch nur irgendwie zu benachteiligen, mittlerweile unglaublich genervt sind, wenn hier in jedem Sch... eine Benachteiligung gesehen wird, und die steht in diesem Artikel implizit drinnen.
Bei Wikipedia gibt es nicht das böse Profitdenken, das angeblich immer dahinter steht. Es gibt keine Silberrücken-Seilschaften oder sonstwas. Aber irgendwie ist dann doch wieder das böse Männerdenken schuld. Muss es ja wohl sein. Das nervt!
Wenn eine ein Problem damit hat, dass angeblich zu wenig Frauen im Wiki schreiben, dann soll sie die Frauen in den Hintern treten, und nicht schon wieder die Schuld bei den Männern suchen!
"ein offensichtlich informationstechnisches problem mittels polemik ins lächerliche zu ziehen empfinde ich als
a.) kindisch
oder b.) agressiv/beleidigt."
genau das macht doch die autorin in ihrem artikel!
sie bestätigen somit die meinung vieler poster hier ;-)
Hab nämlich grad was neues gelernt....
http://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde
PS: Bitte verhunze diesen interessanten Wiki-Artikel nicht mit Deinem Unwissen ;-)
Aber stimmt schon....
Für hoffnungslose Fälle wie dich hat auch ein, für den täglichen Gebrauch unheimlich reichhaltige Informationsquelle wie Wikipedia keinen Wert.
Schmoll ruhig weiter in Deiner Genderecke ;-)
Die Sache beruht auf Freiwilligkeit. Wen juckt's wenn rechthabererische Männer einen Fürz in Mürz produzieren?
Es ist halt schade um die Arbeit, die sich die Leute machen. Was nützt das schönste Gebäude, wenn es auf losem Material erbaut wurde?
Die Wikipedia dürfen wir mit den religiösen Lehren vergleichen. Es kommt die Zeit, wo sich die Leute über den patriachalen Dummfug zerkugeln ;-)
Der Vorschlag klingt überaus vernünftig. Das Verhältnis von 70:30 zeigt nämlich deutlich, wie stark Frauen selbst beim Lesen auf Wikipedia durch das Patriarchat unterdrückt werden...
(Sorry, aber ich konnte mich einfach nicht zurückhalten - die ewige Begründung von allem und jedem als Folge des Patriarchats reizt einfach viel zu sehr dazu, auch wirklich alles und jedes mit dem Patriarchat zu begründen...)
;-)
Gehens doch mit gutem Beispiel voran. Der Wiki-Beitrag über "die Standard" ist ja wohl mehr als dürftig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_... t.C3.A4ten
Ich würd ja selbst was über euch reinschreiben, aber es warat halt wegen der Quote ;-)
Abgesehen davon, würds euch wahrscheinlich nicht schmecken, was ich schreiben würd ;-))
...Aber wenn Ihr zu lang auf euch warten lässt, muss wohl auch diese Arbeit ein Mann für euch übernehmen. Dann könnts euch wenigstens wiedermal diskriminiert fühlen.
Immer wenn ich einkaufe und koche, währe ich was es zu essen gibt.
Damit unterdrücke ich wohl auch meine Lebensgefährtin weil sie darüber ja nicht mehr bestimmen kann, aber wehe ich sage sie soll einkaufen, dann bin ich auch ein böser Unterdrücker und will sie damit Mundtot machen.
Irgendwie hmm unschlüssig..
Sie haben, glaub ich, nicht ganz verstanden. Es geht um den typischen Macho, der Sie ja offensichtlich nicht sind.
Wenn eine Beziehung eindimensional wird, dann ist das schlecht. Wenn man sich partnerschaftlich die Arbeit aufteilt, dann ist das gut. Das mache ich mit meiner Familie auch so.
ist schon die Tatsache, dass die Geschichtsschreibung wie wir sie kennen, im Allgemeinen eine Männerdomäne ist, in der Frauen grundsätzlich schwer Fuß fassen können.
So zu tun, als ob die Frauen einfach nur mitmachen müssten ist mMn eher ein Trugschluss. Sie denken und handeln anders als Männer und weil eben bei WP eher Männer Admins sind, tun sich wahrscheinlich Frauen schwerer, sich durchzusetzen. Zu hinterfragen wäre deshalb die differenzierte Sicht der Gerschlechter und wie sie sich in solchen Medien wiederfinden können. Und das ist eindeutig ein allgemein gesellschaftlicher Aspekt und weniger ein technischer.
zitat: "So zu tun, als ob die Frauen einfach nur mitmachen müssten ist mMn eher ein Trugschluss. Sie denken und handeln anders als Männer..."
stimmt, es ist leider nicht so, dass frauen einfach nur ihren pc einschalten müssen und einen artikel schreiben oder editieren können...oder doch?...hmmm...
also es ist ja gut, wenn man andre denkweisen hat, aber wer so anders denkt, dass er nicht draufkommt, er könnte einfach den pc einschalten, wenn er/sie einen wiki artikel schreiben will, der hat ws. noch auf ganz andren gebieten probleme...fakt ist, keinem andren medium ist es dermassen blunzn, welches geschlecht gerade schreibt, man muss es nicht mal angeben...frauen haben schlicht weniger interesse...warum auch immer
Du vergisst all die Frauen denen die patriachalen Strukturen in der Gesellschaft im allgemeinen und auf Wikipedia im Speziellen das PC einschalten und Wikipedia editieren verbieten. Und ausserdem vergisst du dass es auch solche Frauen gibt nur bei WikipeDIE mitmachen (wuerden).
wie kommen Sie zu Ihrer Beurteilung über die Geschichtswissenschaft?
Es gibt die unterschiedlichsten HistorikerInnen - aber eine Einteilung nach männlichen und weiblichen ist höchstens so sinnvoll wie die Einteilung nach dicken und dünnen.
Glauben Sie denn wirklich, dass Dicke und Dünne die Welt auf dieselbe Weise wahrnehmen? Da gibt es ganz klare Unterschiede!
- das mit der Geschichtsschreibung ist ganz einfach: wer zieht in den Krieg und gewinnt? Wer schreibt die dazugehörige Geschichte auf? Wer wird zB Gynäkloge, obwohl die Frauen das vorher zig tausende Jahre ohne Männer gemacht haben?
Dass Frauen eine Rolle in der offiziellen Geschichtsschreibung spielen, ist erst seit 100 Jahren so.
Frauen passen sich aktuell entweder an die männliche Form des Karriere an, oder sie müssen sich hart durchschlagen, wenn sie etwas weiter bringen wollen. Oder sie bleiben einfach zuhause und haben gar keine Meinung.
Und ihr Vergleich mit dick und dünn sollten Sie sich noch einmal überlegen. Der hinkt nämlich ein wenig. Sprich: er ist unlogisch.
Dicke und Dünnen unterscheiden sich voneinander hormonell und im Körpergefühl.
Auch der soziale Umgang ist mit Dicken selbstverständlich anders als mit Dünnen.
Wer schon einmal in sehr unterschiedlichen Gewichtsklassen gelebt hat weiß das.
Dass sich Frauen in den Geschichtswissenschaften härter durchschlagen müssen halte ich für frei erfunden und ich verstehe nicht, weshalb die früher männlich dominierte Gynäkologie die Frauen heute vom Verfassen von Wikipediaartikeln abhalten soll.
Ok, ich habe das binnen I übersehen. So gesehen verstehe ich natürlich Ihren Vergleich. Praktisch jeder Mensch hat eine andere Sicht der Dinge.
Aber ich habe mich nirgendwo auf die Geschichtswissenschaft angelehnt - das waren Sie. Ich habe gesagt, dass die Geschichte eine Geschichte der Gewinner ist und die wurde in den letzten paar tausend Jahren von Männern dominiert und dementsprechend ist auch die Wahrnehmung in unserer Welt eingestellt.
Und nein, früher haben sich die Männer gar nicht für Babies interessiert und erst sind im Zuge der wissenschafltich, medizinischen Erfolge daran interessiert gewesen. Aber das ist wieder ein eigenes Thema. War nur ein Beispiel, vom dem ich gehofft hatte, dass es verständlich sein könnte.
Noch nichts von Geschlechterrollen gehört, davon, dass Frauen anders handeln und denken?
Einfach zu sagen: es ist eh alles offen, sie müssen ja nur mitmachen, ist zwar technisch gesehen richtig, aber gesellschaftlich bzw sozial zu kurz gedacht.
Die Dinge sind nicht so eindimensional, wie Sie denken.
Dann frage ich mal so:
Was genau hindert eine Frau einen Artikel in Wikipedia zu schreiben oder zu editieren?
Nichts für ungut aber einerseits wird hier immer kolportiert das Frauen so gut ausgebildet sind und in den Aufsichtsrat gehören, aber andererseits schaffen diese selben Frauen es nicht einen Wikipedia eintrag zu verbessern/erstellen?
Das haben doch die FeministInnen mit ihren Genderphilosophien erfunden.
Und das eindimensionale, beginnend bei Mann -> böse, Frauen -> gut, hab auch nicht ich erfunden.
Aber was wollen Sie damit sagen? Dass man Frauen dazu zwingen müsste, sich mehr für Dinge zu interessieren, die sie eigentlich garnicht so richtig interessieren? Oder dass man Männern verbieten muss, sich mehr für Dinge zu interessieren als Frauen sich dafür interessieren?
Ja natürlich ist Karriere genau das, was Sie beschreiben. Aber es ist geschichtlich aus dem Rollenbild des Mannes entsprungen. Und Frauen sind von ihrer Art her nicht unbedingt diejenigen, die unbedingt so Karriere machen wollen, wie es die Männerwelt vorgibt. Männer beweisen sich gerne etwas gegenseitig. Frauen haben dieses Bedürfnis nicht so stark ausgeprägt und sind eher am sozialen Zusammenhalt interessiert. Klingelt's jetzt ein wenig?
...ist es dann ein problem, wenn frauen keine (männliche) karriere machen, sondern eine karriere nach der definition einer frau und für den sozialen zusammenhalt sorgt? man kann sich alles immer schön drehn, schon klar...aber muss man es so offensichtlich falsch machen?
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