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Kleine Bohne mit großer Wirkung: Sojabohnen wirken ausgleichend auf den Hormonhaushalt.
Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen - typische Beschwerden während des Klimakteriums - lassen sich mit entsprechender Ernährung lindern. Eine Reihe von Studien weist darauf hin, dass eine Kost, die reich an Phytoöstrogenen ist, vor Wechseljahrsymptomen, Knochenabbau und sogar Krebs schützt.
Bekannt wurde die "natürliche Hormontherapie" durch die Beobachtung, dass in asiatischen Ländern, in denen sojareiche Nahrungsmittel auf dem Tagesplan stehen, zivilisationsbedingte Krankheiten seltener auftreten. Vor allem die unangenehmen Begleiterscheinungen des Klimakteriums, allen voran Hitzewallungen, sind asiatischen Frauen so gut wie fremd. Eine Studie brachte die Auflösung: die Isoflavonkonzentrationen im Harn japanischer Frauen war zehn- bis hundert Mal höher als bei gleichaltrigen Amerikanerinnen. Je mehr Isoflavonoide nachgewiesen wurden, umso weniger Beschwerden hatten die Testpersonen.
Optimale Ernährung
Um dieses Niveau zu erreichen, empfiehlt die amerikanische Ärztin und Expertin für Wechseljahre, Christiane Northrup, den täglichen Konsum von Soja, Leinsamen und Bioflavonen. Schon bei einer Tagesdosis von 60 bis 70 mg Sojaprotein (Sojamilch, Tofu, Tempeh, Sojabohnen oder -kerne), 45 g gemahlenem Leinsamen und einer Portion Kirschen, Preiselbeeren, Heidelbeeren oder Trauben sowie 100 g Fisch ein bis zwei Mal wöchentlich würden die Beschwerden schon nach drei Monaten zurückgehen oder verschwinden.
"Im Klimakterium geht es darum, ein Maximum an Nährstoffen bei einem Minimum an Kalorien aufzunehmen", erklärt die Wiener Allgemeinmedizinerin und Homöopathin Maria Pertiller. Dies würde eine vorwiegend pflanzliche Ernährung bei gleichzeitiger Reduzierung tierischer Fette und Zucker gewährleisten.
Was vermieden werden sollte
Außerdem sollten alle Hitze produzierenden Lebensmittel wie Koffein, Alkohol, Curry, Chili und Konservierungsstoffe vermieden werden. Stattdessen würden sich kühlende Speisen wie Melonen, Bohnensprossen, Tofu, Sellerie, Äpfel, Spargel, Trauben und weißfleischiger Meeresfisch positiv auswirken.
(Dagmar Buchta/dieStandard.at, 24.02.2011)
Buchtipps:
In "Weisheit der Wechseljahre" (Zabert Sandmann Verlag) bringt Christiane Northrup einen fundierten Überblick
über sowohl konventionelle (Hormonersatztherapie) als auch alternative
Therapien wie Ernährung, Nahrungsergänzung, Bewegung.
"Das
Wechseljahre-Kochbuch" (Pala Verlag) von Irmela
Erckenbrecht informiert über die Zusammensetzung gesunder Kost in den
Wechseljahren und die Zubereitung wohlschmeckender Speisen.
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Wie viel die Ernährung doch ausmacht!
Ich habe den Wechsel zum Glück schon so gut wie überstanden, die Hitzewallungen suchen mich nur mehr extrem selten auf ;)
Über die schlimmeren Jahre hat mir Estromineral Serena geholfen. Ich wollte keine künstlichen Hormone nehmen, daher habe ich mich damals über pflanzliche Alternativen schlau gemacht, bis ich das gefunden habe.
Bei dem Artikel wurde ich jetzt aufmerksam, weil in dem Estromineral Serena auch Soja-Isoflavone als Wirkstoff enthalten ist.
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