"Warten nicht noch 100 Jahre"

14. März 2011, 12:58
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    Bereits über 174 Organisationen haben sich der Plattform angeschlossen: Die Demonstration am 19. März soll der Auftakt eines neuen gemeinsamen Weges von Frauenvereinen, NGOs und Interessensvertretungen sein.

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    Am 19. März sollen wieder 20.000 für Frauenrechte auf die Straße gehen.

Heute steht die Wiener Ringstraße unter dem Motto "AUS! Aktion Umsetzung. Sofort": DIE Gelegenheit, für gemeinsame frauenpolitische Anliegen zu demonstrieren

Wien - Heute ist der große Tag der Aktion "AUS! Aktion Umsetzung. Sofort". Die Veranstalterinnen haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, gemeinsam mit 20.000 Frauen (und Männern) wie 1911 am Wiener Ring für Frauenrechte zu demonstrieren. Die Demo beginnt pünktlich um 13.45 Uhr am Schwarzenbergplatz. Zu den Rednerinnen zählen neben Politikerinnen der Regierungs- und Oppositionsparteien, die autonomen Feministinnen, Rubia Saldago (Maiz), Margit Hauft (Katholische Frauenbewegung), Amina Baghajati (Forum Muslimische Frauen Österreich), Brigitte Ruprecht (Gewerkschaftsbund) u.v.m. Darüber hinaus gibt es zahlreiche musikalische und künstlerische Einlagen. (Der genaue Ablauf ist hier einzusehen).

Bei ihrer letzten Pressekonferenz vor der Demonstration am Montag forderte die "Plattform 20.000 Frauen" die sofortige Umsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Unterstützt wird die Plattform auch von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

"Keine Geduld mehr"

Hintergrund ist die erste große Demonstration für Frauenrechte in Wien genau vor 100 Jahren am 19. März 1911. Damals marschierten 20.000 Personen, großteils Frauen, zum Rathaus. Ihre Anliegen waren unter anderem das allgemeine Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze und gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Forderungen, die zum Teil noch heute nicht umgesetzt seien. "Wir haben keine Geduld mehr und warten nicht noch 100 Jahre", stellte Pressesprecherin Petra Unger deshalb fest.

Frauenministerin steht dahinter

Heinisch-Hosek unterstützt das "kräftige Lebenszeichen" der Frauenbewegung: "Ich unterstütze das, weil viele der gestellten Forderungen sind auch meine", verwies sie etwa auf den Gewaltschutz oder die Arbeitsbewertung. Die Ministerin plädierte jedenfalls für eine weitere Zusammenarbeit über den Marsch am 19. März hinaus, damit die Gleichstellung "Wirklichkeit" wird.

Gemeinsame Anliegen demonstrieren

Die Plattform sei "über fast alle politischen und konfessionellen Grenzen" hinweg breit aufgestellt, so Unger. Amina Baghajati, Gründungsmitglied des Forums muslimische Frauen Österreich, pflichtete ihr bei: Die Demo biete nun eine Gelegenheit zu zeigen, "dass wir gemeinsame Anliegen haben." Sie tritt dafür ein, dass muslimische Frauen nicht als Opfer dargestellt werden und forderte unter anderem einen eigenen Aufenthaltstitel für Migrantinnen.

Anforderungen reflektieren

Auch Doris Einwallner, Juristin beim Verein LEFÖ, skizzierte die schwierige Situation von Migrantinnen in Österreich. "Eine Migrantin benötigt 1200 Euro pro Monat als Mindesteinkommen, damit eine Abschiebung vermieden werden kann." Zusätzlich müsse auch reflektiert werden, dass die eingeforderten Deutschkenntnisse als Chance und nicht als Beschränkung dienen sollen: "Frauen, die sich zusätzlich um Haushalt und Familie kümmern müssen, haben es umso schwerer, sich ein ausreichendes Niveau anzueignen."

Wien als Sexismus-freie Zone

Für die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger bedeutet "100 Jahre Internationaler Frauentag": "Der feministische Kampf muss weitergehen, weil die tatsächliche Gleichstellung noch nicht erreicht ist." Sie drängte unter anderem darauf, dass Wien zur "Sexismus-freien" Zone wird und kündigte eine Initiative gegen sexistische Werbung an.

Zu Feminismus in der Werbe- und Medienindustrie äußerte sich auch Ulli Weish, Aktivistin der Plattform 20000 Frauen. "Im Mainstream-Mediendiskurs fehlen feministische Blickwinkel zu Sachfragen wie der Pflegedebatte oder dem Fremdenrechtspaket. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Frauentag gibt es eine Fülle von Berichten, danach wird dieses Thema wieder ausgeblendet." Weiters betonte sie die Notwendigkeit von Zusammenschlüssen in Sachfragen bei gleichzeitiger Beachtung von Interessensunterschieden zwischen Frauen: "Heute müssen wir wieder lernen, gemeinsam zu gehen, ohne gleich zu sein."

Kritik an Justizministerin

Gabriele Vana-Kowarzik, Rechtsanwältin und Mediatorin mit Schwerpunkt Familienrecht, kritisierte bei der Pressekonferenz den Entwurf zur Neuregelung der Obsorge von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Sie erkenne etwa keinen "natürlichen Zustand der gemeinsamen Obsorge", denn in der Realität würden meist Frauen die Hauptverantwortung für die Kinder tragen. Vorschläge der Arbeitsgruppe zum neuen Familienrecht seien nicht in den Entwurf aufgenommen worden, meinte Vana-Kowarzik.

After-Demo-Party

Bei der Demonstration am 19. März werden neben zahlreichen Rednerinnen auch Musikerinnen auftreten, die sich zur Plattform femous (famous female culture) zusammengeschlossen haben. "Künstlerinnen haben ebenso mit einer schlechteren Bezahlung und der fehlenden Sichtbarkeit zu kämpfen. Es ist Zeit, Musik in Frauenhand zu geben", sagte Silvia Jura, eine der Gründerinnen von femous. Am Abend desselben Tages lädt die Plattform zu einem Musikfestival in die Ottakringer Brauerei, an dem nationale wie auch internationale Musikerinnen, darunter die Elektro-Ikone Peaches, ein vielfältiges Programm darbieten werden. (APA/red)


Info

Die Demo beginnt am Samstag um 13.45 Uhr am Schwarzenbergplatz und endet mit einer Schlusskundgebung um 16.00 Uhr vor dem Parlament.

Links

Plattform 20.000 Frauen

Flashmob-Aktion

"Vieles ist nur eine rhetorische Emanzipation"

"Den ideologischen Rucksack tragen wir alle"

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Posting 1 bis 25 von 90
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fräulein potmesil
00
19.3.2011, 16:49
Bitte die Loreal werbung nebenan wegmachen

Thomas Felder1
20
19.3.2011, 16:27
"Der feministische Kampf muss weitergehen, weil die tatsächliche Gleichstellung noch nicht erreicht ist."

inwiefern?

oidagrantscherbn
12
19.3.2011, 15:56
Fortschritt, Gleichberechtigung,...

... und mittendrin Amina Baghajati!

BRUHAHAHA, ich krieg mich gar nicht mehr ein!!!!

schlechtwetterhahn
00
19.3.2011, 20:00
Stimmt! Das tut weh!

Unter Authentizität verstehe ich als Eingeborener auch etwas anderes.
Hühner und ihr Glauben. Als ich in meinem Stall die Pipis informierte, dass es "die strafende Hand Gottes" gibt, haben sie "die straffende Hand Gottes" verstanden.
Seither laufen gerade die älteren Hühner mit Kopftuch und Rosenkranzerl durch die Gegend.
Zum Glück nehme ich den imaginären Nebenbuhler nicht ernst.

manto bamminger
10
19.3.2011, 15:48
Und wie läufts, mit der großen Demo ???

tschuldigung, hahahahahahahahahahaha
ich werd wohl noch länger grinsen.
Kommt ja toll an euer programm, das wird sogar frauen zuviel

schlechtwetterhahn
00
19.3.2011, 20:07
Dann läuft's gut

Die ÖGB-Gegner schimpfen auch die ganze Zeit und genießen hinterher die Errungenschaften.

Trismegisto
 
00
19.3.2011, 15:34

das glaubt doch kein Mensch dass die muslimischen Frauen da freiwillig mitmachen. Die sind sicher von ihren Familien dazu gezwungen worden.

schlechtwetterhahn
00
19.3.2011, 20:09
Das ist am Kopftuch herbeigezogen

manto bamminger
00
19.3.2011, 14:43
sexismus freie zone

mhm mhm, ok aber damit macht ,man sich bei mädchen nicht beliebt. Ich kenne einige models und die wollen das, die wollen ihren schönen körper herzeigen und damit geld verdienen...auf arbeiten haben die keinen bock.

Ich finde dieses ganze theaterstück mittlerweile schon sehr makaber, es kommt mir vor als würde eine generation dazu benützt werden unrecht vergangener jahrhunderte,...ich weiß nicht
Gottseidank gibt es noch frauen die gerne frau sind, es gibt sogar nutten die gerne nutten sind.
Ich kapiers einfach nicht ich bin ein freiheitskämpfer, ich warte nur darauf wieder irgendwo eine ungerechtigkeit zu sehen um mich in den kampf zu werfen,...aber ich kann hier nichts erkennen,
aber ich wittere gefahr, und es hat den selben geruch wie di

-Lucien-
10
19.3.2011, 13:19

in Japan krepieren die Menschen und das feine Fräulein Feministin muss natürlich gegen Männer auf die Straße gehen...

schlechtwetterhahn
00
19.3.2011, 20:27
Österreich ist Atomstrom frei

serieller monotheist
02
19.3.2011, 15:58

wollens nicht aufs posten verzichten und ein bisschen strom sparen?

die japaner brauchen den strom dringend.

time to get sober
10
19.3.2011, 19:38
sie sind ein vorbild!

sie haben sogar ihre letzten gehirnzellen an einen schimpansen gespendet.

serieller monotheist
00
20.3.2011, 00:37

an Sie?

time to get sober
00
20.3.2011, 06:37
das würden sie jetzt gerne wissen.

leider sind sie aber nach ihrer spende nicht mehr in der lage sich zu erinnern.
ach, frauen wie sie sind so altruistisch. völlige hingabe bis zur selbstaufgabe. aber fragen sie in schönbrunn nach. dort bauens extra einen quotenkäfig für frauen wie sie.

baroli
00
19.3.2011, 20:30

Ja, man merkts.

Compound Interest Is Usury
32
15.3.2011, 09:38
der atomare energiehunger ist konsequenz des exponentiellen wachstums

die weltbevölkerung muss die form der wirtschaftswachstumkurve selbst bestimmen und darf sich nicht mehr einkochen lassen von unreflektierten sprüchen ala 'wir brauchen wachstum, gehts der wrtschft gut..'. profitieren tun die banken durch das unredliche einheben des zinseszins auf selbsterfundenes geld (fractional reserve), bei versagen werden sie vom steuerzahler aufgefangen um den strzhlr erneut berauben zu können. der zinseszins erzwingt das wachstum. er nimmt immer mehr leistung des arbeitenden menschen in anspruch um ihn am ende doch mit leeren händen dazustehen zul assen (foreclosure). im christentum waren lineare zinsen (uva der exponentielle zinseszins) so wie im islam einst verpönt. dagegen sollte protestiert werden ihr dumpfbacken

sündenfool
11
16.3.2011, 12:52

die ach so christliche kirche hatte nichts dagegen, sich 10-30% der ernte der bauern einzuverleiben. da sind die banken christlich dagegen. die pfarrer werden viel hunger gehabt haben.

das wäre die lösung. den bauern soviel wegzunehmen, dass viele verhungern. so senkt man die weltbevölkerung.

Eris
 
00
19.3.2011, 14:25
das wäre die lösung. den bauern soviel wegzunehmen, dass viele verhungern.

Das war Stalins Methode 1933 in der Ukraine.

Thomas Felder1
00
19.3.2011, 15:52

das war immer schon die lösung der mächtigen

Quintus Beckloeffel
13
15.3.2011, 07:18

Das Foto sieht aus wie ein Gemälde vom letzten Abendmahl.

Nennt mich Loretta
 
56
14.3.2011, 22:47
"Ihre Anliegen waren unter anderem das allgemeine Frauenwahlrecht, Arbeitsschutzgesetze und gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Forderungen, die zum Teil noch heute nicht umgesetzt seien."

...ehhm, was jetzt genau? Etwa "gleicher Lohn für gleiche Arbeit"?

http://www.wien-konkret.at/soziales/... ensschere/

Über den Rest brauchen wir also hoffentlich garnicht mehr diskutieren.

Darf man eigentich in welcher Höhe die Kosten für den Steuerzahler für dieses "Feministinnen feiern sich selbst"-Ding angesiedelt sind?

Der unglaubliche Bert
00
19.3.2011, 09:50
Köstlich, das Interview mit Barbara Prammer

Alle sind Schuld, keine einzige Firma genannt :-))

Wastl Steinbeisser
11
14.3.2011, 21:47
AUS! Sofort!

50%-Quoten in Ausichtsräten und Vorständen, bei den Fliesenlegern, Dachdeckern, Müllabfuhr, Asphaltierern...
JAWOLLL!

<>
00
19.3.2011, 13:18

ja und 50%-quote bei der alten- bzw kinderbetreuung, im haushalt, beim einkaufen - eben auch bei all den unbezahlten tätigkeiten, die da auch noch so rum sind.

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