Heinisch-Hosek

Traditionelle Familienbilder aufbrechen

18. März 2011, 13:14
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    foto: apa/helmut fohringer

    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will durch den PartnerInnenschafts-Vertrag traditionelle Familienmodelle aufweichen.

Ministerin drängt auf ein "modernes" Familienrecht und will traditionelle Modelle aufbrechen - Gemeinsame Obsorge soll nach Vertragsabschluss möglich sein

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek unternimmt einen neuen Vorstoß zu einem von ihr vorgeschlagenen PartnerInnenschafts-Vertrag. Dieser soll nicht die Regeldichte einer Ehe aufweisen und eine Alternative für Paare sein, die nicht heiraten wollen, bestätigte Heinisch-Hoseks Sprecherin am Freitag einen Bericht der "Tiroler Tageszeitung". Entscheiden sie sich für einen solchen Vertrag, soll auch die gemeinsame Obsorge für die Kinder gelten.

Die Frauenministerin schlug einen derartigen Vertrag zwischen Unverheirateten als Voraussetzung für die gemeinsame Obsorge bereits im vergangenen Sommer vor. Von einer Junktimierung möchte man jedoch nicht sprechen. Heinisch-Hosek dränge hingegen auf ein "modernes" Familienrecht, das sich nicht nur am traditionellen Bild orientiert, und bekräftigt deshalb ihre Forderung nach einem PartnerInnenschafts-Vertrag.

Dreierlei Regelung

"Das wäre eine Form der notariell oder gerichtlich beglaubigten PartnerInnenschaft", hieß es. Geregelt werden sollen drei Bereiche, nämlich der wechselseitige Beistand (Auskunftsrecht im Krankenhaus bspw.), die Vermögensaufteilung und die Unterhaltsfrage im Fall einer Trennung. Wenn diese drei Punkte geregelt sind und Einigkeit darüber besteht, soll auch die Möglichkeit einer gemeinsamen Obsorge bestehen, so der Vorschlag.

Heinisch-Hosek möchte den PartnerInnenschafts-Vertrag in die politische Debatte einbringen und er könnte auch beim Gespräch mit Justizministerin Claudia Bandion-Ortner über die Obsorge am Donnerstag diskutiert werden. In Bandion-Ortners Büro wollte man den aktuellen Vorschlag nicht kommentieren und verwies auf die Familienstaatssekretärin. Verena Remler sieht derzeit "keinen Änderungsbedarf" was die Ehe betrifft. Zum Wohl der betroffenen Kinder drängt sie aber auf die rasche Umsetzung von Bandion-Ortners Entwurfs zur neuen Obsorge-Regelung. Man sollte die Themen jedenfalls nicht vermischen, so die Staatssekretärin. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 86
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VoK
00
22.3.2011, 07:22

Ist übrigens schon interessant dass H-H jetzt etwas verlangt was ähnlich den Vorraussetzungen für eine Scheidung klingt (bei welcher auch die Obsorge geregelt sein muss!) - allerdings ohne Vorteile für die involvierten Kinder...

Abseits ihrer eigenen Klientel sieht sie nichts worauf sie Rücksicht nehmen müsste.

VoK
00
22.3.2011, 07:15

Wäre schön wenn es auch eine(n) "Kinder-" Minister(in) gäbe der sich genauso engagiert für die Kinder einsetzt wie die Frau H-H für ihre Genossinnen - allerdings mit etwas mehr Weitsicht (und Blick fürs Ganze) und Fairness als diese Dame.

Raimund1973
 
01
21.3.2011, 12:53
eingetragene Partnerschaften (EP) gibt es bereits

scheinbar allerdings nur für gleichgeschlechtliche Paare - www.partnerschaftsgesetz.at ............ Was mich bei so einem Vertrag interessieren würde, wohl auch viele andere getrennt lebende Elternteile, bleiben die auf der Strecke oder gäbs dann auch eine Vertragsvariante "rückwirkend", so ähnlich wie beim Pensionszeiten nachkaufen, man kauft dann eben die gemeinsame Obsorge nach.

manus_ductus
 
02
21.3.2011, 10:02
Die scheinbaren Tauschgeschäfte der H-H

Sind wir wieder bei diesem Thema, das wir schon 2009 gehabt haben und die Ablehnung von der linken Gruppierung noch immer nicht akzeptiert wurde.

Damals ging es um eine bessere Absicherung im Erb- und Pensionsrecht zu Gunsten eines öfteren Kontaktrechtes des nicht Obsorgeberechtigten Elternteils.

Jetzt geht es wieder nur um finanzielles, wie Vermögensaufteilung und Unterhalt.

Sämtliche Eheverträge sind und ev. Partnerschaftsverträge sind nämlich als sittenwidrig vom Pflegschaftsgericht aufzuheben, wenn es zum Nachteil von Dritten geht. Sprich wenn Kinder im Spiel sind und dem Kindeswohl nicht entspricht.

Das ist ein Kuhhandel erster Klasse und eine Falle für jene die auf solche Verträge bauen!

Freigeistin1
12
21.3.2011, 09:07

"Liebe" Frau HH! Bitte akzeptieren Sie auch, dass es sehr wohl auch Frauen u Männer gibt, die in ihren "traditionellen" Rollen sehr glücklich u zufrieden sind und diese nicht ändern wollen.
DANKE!

Eine glückliche, erfüllte Mutter und Ehefrau

Verdammt Coole Schreckschrauwe
11
23.3.2011, 10:27
Mir gefällt diese Argumentation mit dem persönlichen Glück ja schon sehr! Denn

die besagt ja, dass Papi sich nicht um die Kinder kümmert - das ist Mamis "Berufung"!
Aha! Und? Nach der Scheidung, wenn Mami die Schnauze voll hat vom Manndi? Dann auf einmal muss er die Obsorge haben, obwohl er sich um die Brut nicht kümmert?

Cerulean Warbler
01
21.3.2011, 13:37

Sie NaivlingIn! Sie haben Ihre Ausbeutung einfach noch nicht durchschaut ;-)
Ich möchte Ihnen dringend einen Gender-Studies-Grundkurs empfehlen, ein bisschen queer-feministisches Backgroundwissen wäre auch dringend nötig ;-)

Freigeistin1
01
21.3.2011, 13:42

Sorry, hab Ihr Post nicht sofort als satirisch durchschaut ;-) Sorry ;-) Grün von mir :-)

Freigeistin1
00
21.3.2011, 13:42

Welche Ausbeutung denn?

Nein danke, auf einen Gender-Kurs oder queer Wissen kann ich getrost verzichten. Soll doch bitte jeder leben WIE er möchte. Ich schreib einem "queeren" auch nichts vor - das selbe gilt für das traditionelle Modell - das soll auch jeder halten wie er möchte!!

Sepp Maier
02
21.3.2011, 12:11

Nein, erst wenn alle gleich unglücklich sind herrscht Gerechtigkeit; Nivellierung nach unten muss das Ziel sein, auch in der "Familien"politik.

Freigeistin1
11
21.3.2011, 12:20

Ja leider. Siehe auch Schulpolitik (Gesamt/Ganztagsschule ...) - das Niveau sinkt immer mehr :-(

conco
23
19.3.2011, 18:37

Der Feminismus ist einer der schrecklichsten Kapiteln der Menschheitsgeschichte. Ich hoffe eines Tages einmal in einer Gesellschaft leben zu können, in der Feministinnen und "moderne Rollenbilder" nicht das Leben der Bevölkerung bestimmmen.

Man muss bedenken: Die Mehrheit der Bevölkerung ist nicht feministisch eingestellt, daher sollte man nicht absurden Rangruppen auch keine Beachtung schenken.

Minister der Ökomonie
01
21.3.2011, 20:45
Ich bin für Emanzipation...

...aus Abhängigkeiten, und Mythen.

Daß Männer und Frauen für alles gleich gut und schlecht geeignet sind und das Interesse die Fähigkeit leitet und idealerweise auch einen platz im Lebenskonzept findet, egal welche geschlechtsspezifische Mythen existieren. Emanzipation hat für mich nichts mit Feminismus und Maskulismus zu tun, sondern mit Menschen, die dieselben Rechte bekommen, unabhängig von ihren Genitalien oder sozialer Schicht.

Statistikfetischismus der über individuelle Bedürfnisse drüberfährt und keinen Unterschied kennt zwischen wollen und sollen, können und müssen, ist Feminismus, nicht aber Emanzipation.

Epistula non erubescit
51
19.3.2011, 20:06

Ein frustrierter Mann!!!!
Achtung, eine Randgruppe kommt, und lauter Feministinnen Buuhhhh...
Na, schon erschrocken vor dem bösen Gespenst " gleichberechtigte Frauen"?

Werd erwachsen, oder besser noch, werde klüger

schlechtwetterhahn
02
19.3.2011, 19:26
Wenn du wiedergeboren wirst

dann darfst du eins meiner Hühner werden.
Dann zeige ich dir wie es sich ohne Rechte lebt!

no G. D. M,
02
20.3.2011, 21:00
Welches Recht vermissen Ihre Hühner denn?

Ich schätze mal das Recht auf einen echten Hahn im Stall. :-)

Beim Barte des Proleten!
00
18.3.2011, 19:44
schlechtwetterhahn
00
19.3.2011, 19:30
"Dieses Video wurde vom Nutzer entfernt"

Sag bloß, dass darauf ein ÖVPler zu sehen war, der seine Gluckensklavin so richtig hergenutzt hat?
Schade, weil ich nämlich auf Nutz(er)tierhaltung stehe.

Der Misanthrop
01
19.3.2011, 13:18
Superwoman

meinten Sie dieses?
http://www.youtube.com/watch?v=22EHnAVNAH8
Ab 1:10 wirds schlüpfrig.

Der unglaubliche Bert
210
18.3.2011, 16:46
Klingt nach "Schutzgeld"

http://tinyurl.com/5t5vtfq HH nennt etwa Anspruch auf Unterhaltszahlungen auch für die Frau, auf Witwenpension oder auch Änderungen im Erbrecht. "Ein automatisches gemeinsames Sorgerecht für die Väter ohne Absicherung der Frauen wird es nicht geben", betonte die Ministerin.

Ans Geld der Väter will sie heran, Frauen- statt Kindeswohl.

Cassius
12
20.3.2011, 20:45
Nuna?

"Ein automatisches gemeinsames Sorgerecht für die Väter ohne Absicherung der Frauen wird es nicht geben" was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die soll schön ihre eigene Baustelle machen.

der mit den Schlümpfen tanzt
01
20.3.2011, 16:10

gegen Schutzgeld gibt's für die Kinder dann Väter mit Obsorgerecht (nur für Vertrags-Väter!)

es geht doch nur um das Wohl des Kindes ;-)

Der unglaubliche Bert
00
20.3.2011, 17:18
Leasingväter ...

UnterwegsNachNirgendwo
12
18.3.2011, 16:31
Ich finde die Idee gut.

Es könnte zum beispiel sofort die alte japanische tradition dass nur männer in atomkraftwerken arbeiten dürfen, aufgebrochen und durch eine faire 50:50 regelung ersetzt werden.

Gerd Huber1
 
23
18.3.2011, 16:26
die Rundumschläge der Frau Ministerin werden immer wirrer

Und was ist daran modern, PAS zu begünstigen? Denn auch die schönsten Worte und "besten" Vorsätze ersetzen keinen Elternteil. Egal ob weiblich oder männlich. Kinder sind eigen, die fordern grundsätzlich beide Eltern.
Darum findet am Sonntag, den 20.3. ab 10,30 Uhr (Start vor dem Familienministerium in Wien 1., Stubenring 1) eine Demonstration statt.

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