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"Flieger" heißt die Skulptur von Klaus Schwendner, die 2001 in Abendsberg installiert wurde. Eine lebensgroße Figur aus Kunstharz fliegt mit weit ausgebreiteten Armen und Beinen durch die Luft, knallt mit dem Kopf gegen eine Mauer und bleibt darin stecken. Die Mauer soll tradierte Wertvorstellungen symbolisieren, Regelungen, Vorschriften und Bürokratismus, durch die der Mensch gebremst wird.
Für Frauen, die in Wien ihren Erstwohnsitz gemeldet haben und ein monatliches Nettoeinkommen von 754 Euro nicht überschreiten, kann bei einem Schwangerschaftsabbruch eine Kostenübernahme durch die Stadt Wien erfolgen. Diese Frauen müssen bei der Familienplanungsstelle der Magistratsabteilung (MA) 40 ihre gesamten Einkünfte und Ausgaben, etwaige Alimente-Zahlungen und die Wohnsituation (Anzahl der im Haushalt lebenden Personen) offenlegen und vorweisen, dass sie sich einer Familienberatung unterzogen haben. Elke Graf von pro:woman am Fleischmarkt in Wien bedauert, dass die Frauen durch die Antragsstellung der Kostenübernahme ihre in privaten Einrichtungen gewährte Anonymität verlieren.
Die Stadt Wien stellt allerdings einen Ausnahmefall in Österreich dar. Frauen müssen in Österreich für die Kosten eines Schwangerschaftsabbruches nämlich selbst aufkommen und auch auf die Übernahme für Verhütungsmittel konnten sich PolitikerInnen bisher nicht einigen. In den meisten europäischen Ländern ist das anders: Sowohl die Abbrüche ungewollter Schwangerschaften als auch Verhütungsmittel werden von Krankenkassen und/oder staatlichen Einrichtungen übernommen.
Im Westen keine Abbrüche in öffentlichen Krankenhäusern
Die Kosten für einen Abbruch, unabhängig von der Methode des Abbruchs, rangieren in privaten Instituten in Österreich zwischen 430 und 600 Euro. In Krankenhäusern der Stadt Wien betragen sie 301,81 Euro. Dabei werden lediglich in Krankenhäusern der Stadt Wien, Linz sowie Salzburg Abbrüche ungewollter Schwangerschaften überhaupt angeboten und vorgenommen. Für den Gynäkologen und Betreiber des gynmed-Ambulatoriums Christian Fiala hängt diese Tatsache mit der politischen Ausrichtung der jeweiligen Bundesländer zusammen.
Vorbedingung: Familienberatung
Die Stadt Wien hat ein Interesse daran, die Frauen im Falle einer Kostenübernahme in einem Krankenhaus der Stadt unterzubringen, was aber aufgrund des Termindrucks und der oft überfüllten Krankenhäuser meistens nicht gelingt. Offenbar um möglichst wenige Abbrüche durchführen zu müssen, verlangen jene sechs Wiener Spitäler (Krankenhaus Hietzing, Rudolfstiftung, SMZ Süd, Semmelweis-Klinik, Kaiser-Franz-Josef-Spital, Krankenhaus Lainz und das Wilhelminenspital), von den durch die Stadt Wien unterstützten Frauen eine Beratungsbescheinigung einer Familienberatungsstelle für den Eingriff.
Dies erstaunt, denn in Österreich wird - im Gegensatz zu Deutschland - vor einem Schwangerschaftsabbruch eine Familienberatung per Gesetz nicht gefordert. Dass die MA40 diese Beratungsbescheinigung von den sozial Bedürftigen verlangt, erklärt Renate Christ von der MA40 damit, dass "die Abtreibung eine Ultima Ratio sein soll. Die Frauen werden von MitarbeiterInnen der MA11 beraten". Zudem, so Christ weiter, "wollte die MA40 nie in den Verdacht kommen, einer Frau einen Schwangerschaftsabbruch nahe zu legen. Die Familienberatung stellt eine jahrelange Praxis dar und soll sicherstellen, dass die Frau alle Möglichkeiten bedacht hat".
"Schwer zu sagen: Komm abtreiben"
Die MA40 fordert die Bescheinigung nur, weil sie "verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen müssen". Zudem spricht die Mitarbeiterin der MA40 von der "Optik, die verheerend ist, wenn wir eine Frau unberaten eine Abtreibung bezahlen". Dass ihre Bedingung keine gesetzliche Basis habe, sei ihnen jedenfalls klar. Nachsatz: "Einfach nur Geld hinlegen und sagen: Da hast, geh abtreiben - das ist geschmacklos".
Im Falle des Abbruchs in einem privaten Institut - etwa pro:woman oder Venus-Med - werden die Kosten der bedürftigen Patientin zwar übernommen, aber nur zum Teil. Die Stadt Wien zahlt lediglich 260 Euro. "Den Restbetrag zu den tatsächlichen Kosten übernehmen wir dann aus unserem internen Sozialbudget", erklärt Elke Graf von pro:woman. Im vergangenen Jahr haben 477 Frauen den Kostenübernahme-Antrag bei der MA40 eingereicht, 440 davon wurden bewilligt.
Die Anfrage von dieStandard.at, warum diese Unterstützung in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist - etwa auch auf der Internetseite der MA40 nicht angeführt ist -, bleibt vom Wiener Krankenanstaltenverbund unbeantwortet. Renate Christ von der MA40 jedoch meint: "Ich tu mir schwer dafür zu werben und zu sagen: Kommt abtreiben. Ich würde das für geschmacklos halten".
"Gebärzwang als Monarchie-Überbleibsel"
pro:woman versucht bei Frauen, die an sie herantreten, auch "die finanzielle Situation ein wenig abzutasten". "Wenn wir merken, dass eine Frau finanzielle Unterstützung benötigt, verweisen wir sie zur MA40 und klären sie auf, wie sie zur finanziellen Unterstützung kommen können", so Elke Graf. Christian Fiala leitet finanziell schwache Frauen auch zur MA40 weiter, will aber "keine Zwei-Klassen-Medizin schaffen". Er sieht die Abtreibungspolitik auf Bundesebene gefordert.
"Die Kosten dafür müssen endlich von den Sozialversicherungen übernommen werden. Es kann nicht sein, dass Frauen von der Sozialversicherung derart im Stich gelassen werden. Selbst in traditionell katholischen Ländern wie Spanien, Portugal und Italien werden die Kosten vom Staat übernommen", mahnt Fiala. "In Österreich gilt noch immer die mittelalterliche Überzeugung: Frauen müssen gebären. Dieser Gebärzwang ist sozusagen ein Überbleibsel aus der Monarchie", summiert der Gynäkologe die österreichische Abtreibungspolitik. (Sandra Ernst Kaiser, dieStandard.at, 7.4.2011)
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könnte man auch das Gefühl bekommen, die mühsam erkämpfte Selbstbestimmung des Menschen sei etwas Schlechtes und man sollte deshalb wie in der "guten alten Zeit" gefälligst Kinder wie die Haserln gebären müssen.
Zitat:"...mühsam erkämpfte Selbstbestimmung"
Verzeihung, ich musste mir gerade den Bauch vor lachen halten. Die meisten jungen Haserln können das Wort Selbstbestimmung ja nicht einmal aussprechen. Und die Respektlosigkeit die man hier neuem Leben, menschlichem Leben, gegenüber hat ist erschreckend. Und wie der Sepp Maier schon sehr schön formuliert hat: "...lässt allerdings tief blicken."
Konsumgesellschaft halt - nach der Abtreibung gemma ein neues iPhone kaufen, dann ist die Welt gleich wieder in Ordnung.
eine sehr abschätzige Meinung von Frauen von Frauen zu haben wie Ihre Vergleiche mit falsch zugestellten Paketen und IPhonekäufen ziemlich deutlich zeigen. Keine Frau, die abgetrieben hat und ich persönlich kenne hat sich leichtfertig und undurchdacht zu diesem Schritt entschlossen und die Gründe waren vielfältig.
Heißer Kandidat für die Medaillenränge beim Wettbewerb um die dümmsten Argumente in diesem Zusammenhang.
Kein Bankräuber macht dich die Entscheidung leicht und überfällt leichtfertig eine Bank. Nach Ihrer Logik spräche dieser Umstand dafür, den Bankräuber beim Überfall mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen.
Zitat: "Sie scheinen generell eine sehr abschätzige Meinung von Frauen von Frauen zu haben"
Nein - das gilt Männern gegenüber genauso.
Zitat: "Keine Frau, die abgetrieben hat und ich persönlich kenne hat sich leichtfertig und undurchdacht zu diesem Schritt entschlossen und die Gründe waren vielfältig."
Jetzt haben Sie mich aber neugierig gemacht.
Meist waren es materielle (ein weiters Kind schlichtweg nicht leistbar oder ein mittelfristig drohender Arbeitsplatzverlust bei einer Schwangerschaft), aber auch Überforderung ("als Alleinerzieherin ohne Hilfe kann ich kein weiteres Kind mehr bewältigen") oder - auch solche Menschen gibt es - schlichtweg das Nichtberufenfühlen zur Aufzucht eines Kindes. Allen diesen Frauen ist ihre Entscheidung aber trotzdem nicht leicht gefallen, das dürfen Sie mir glauben.
Leistbar? Arbeitsplatzverlust? Überforderung? Nichtberufenfühlen, das geilste Argument überhaupt.
Tut mir leid. Aber ich sehe das nicht als ausreichendes Argument, ein mögliches neues Leben auszulöschen. Wenn man sich nicht berufen fühlt, na dann sollte man eine Sterilisation in erwägung ziehen.
Also. Ich habe noch niemals jemanden kennengelernt, der nachdem er Vater/Mutter wurde, seinen kleinen Schatz wieder hergegeben hätte.
So, nun haben Sie da einen kleinen Schatz in ihrem Bauch (oder in dem der Partnerin) heranwachsen, den Sie zwar noch nicht kennengelernt haben, und lassen ihn sich einfach weg nehmen. Das ist der größte Selbstbetrug an sich und seinem "weggenommen Kind" überhaupt.
Es gibt keinen Arbeitgeber dieser Welt für den ic
Sie haben selbst schon mehrere Kinder in finanziell prekärer Situation ausgetragen?
Und der "kleine Schatz" ist ein paar Jahre später vielleicht kein solcher Schatz und wer ist dann der Verantwortliche? Wohl die Eltern, die vielleicht keinen Nachwuchs wollten. Es ist nicht jedermanns/fraus Ziel die Menschheit zu vermehren und seine/ihre Gene in den Pool zu werfen.
Zitat: "Wohl die Eltern, die vielleicht keinen Nachwuchs wollten. Es ist nicht jedermanns/fraus Ziel die Menschheit zu vermehren und seine/ihre Gene in den Pool zu werfen."
Wenn "man" das schon weiß, dann würde ich eine Sterilisation ernsthaft in erwägung ziehen. Meinen Sie nicht das dies die klügere Variante wäre ?
sich in österreich als frau im "gebärfähigen" alter, ohne bereits kinder zu haben, sterilisieren zu lassen. das wird schlicht und ergreifend nicht gemacht.
und zu ihrer vielzitierten "iPhone"-generation: was glauben Sie denn, was herauskommen würde, wenn menschen, die die verantwortung fürs eigene leben nicht übernehmen können/wollen, kinder in die welt setzten? eine (weitere) verwahrloste generation...
Nein - ich setze ohne nachzudenken Kinder in die Welt und bin dann frustiert.
Endlich denkt der Mensch mal nach statt unkontrolliert einen Haufen verwahrloster Kinder, von denen nur ein Bruchteil überlebt hat, in die welt zu setzen und schaut auch mehr auf die Kinder als je zuvor und dann gibt es ein paar Heuchler, die so tun als wäre Kinderaufzuziehen - speziell in Ö für Frauen - ein Honiglecken. Jeder weiss wohl was er sich zutrauen kann und will, sowohl psych. wie auch finanziell. Und das ist klüger als so klugscheisserische Schlagworte, die in der Realität keinen Pfifferling wert sind.
wenn du es auf gedeih und verderb missverstehen willst, bitte.
tatsache ist, dass alleinerziehende es vor allem am anfang, wo jemand beim kind zu hause bleiben muss, schwer haben. dass bedeuted aber nicht, dass sie später keinen job ergreifen sollen und weiterhin vom sozialstaat abhängig sein müssen. sprich mal mit einer alleinerziehenden, die ein einer solchen situation war - dann würde dir die polemik wahrscheinlich vergehen.
Sie haben es nicht schwer, sie sind meist für ein Leben lang - nämlich bis zur Mindestrente d.h. Altersarmut - im Nachteil, weil sie beruflich meist nicht mehr anschliessen können, speziell im österr. Schul- und Betreuungssystem ist es für eine Frau fast unmöglich beruflich eine sehr gute Karriere zu machen.
klingt wie ein schlechter Scherz.
Noch schlechter, dass die da Sachen machen, von denen sie hier locker zugeben, dass sie keine gesetzliche Basis haben. Das sollte sich einmal eine ihrer Klientinnen erlauben! Und warum beraten sie die Frauen nicht gleich auch selbst? Hat die Stadt Wien keine Sozialarbeiterinnen und Medizinerinnen?
Besonders "nett" ist aber, dass da ein öffentlicher Auftraggeber einzelne Spitäler bevorzugt behandelt indem er 1. die Frauen dorthin "empfiehlt" und 2. dort offensichtlich mehr bezahlt, als bei anderen (pro:women: "Die Stadt Wien zahlt lediglich 260 Euro.")
ist nicht komisch, sondern recht einfach zu erklären. Zumindest bei meinen Kindern. Die beiden Söhne nehmen freiwillig teil, weil es der Notenschnitt hebt und die Stunden recht locker sind. Die Tochter hat sich abgemeldet, ihr sind die freien Stunden wichtiger.
Oha, na da ist jetzt aber wer ganz doll beleidigt! ;)
Trocknen Sie sich die Wuttränchen.
Fakt ist, ein 12jähriges Kind darf sich nciht eigenständig vom Religionsunterricht abmelden.
"Nach der Vollendung des 14. Lebensjahres können die SchülerInnen
selbst eine Abmeldung vom RU vornehmen. Die vom RU abgemeldeten
SchülerInnen sind von der Schulleitung ohne Verzug dem zuständigen
Religionslehrer mitzuteilen."
Was Sie in Ihrer Jugend getan haben, ist völlig irrelevant und uninteressant obendrein.
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