Auch im Verkauf verdienen Männer mehr

8. April 2011, 17:12

Vollzeitbeschäftigte im Verkauf sind in puncto Geschlecht sehr unterschiedlich bezahlt - FH-AbsolventInnen verdienen deutlich weniger als Uni-AbgängerInnen

Vollzeitbeschäftigte Frauen im Verkauf verdienen rund 25 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Ein Grund dafür ist wohl, dass der variable Anteil am Jahresbrutto bei Männern zweieinhalb Mal höher ist als bei Frauen. Bei fast 600 befragten MitarbeiterInnen in der heimischen Verkaufsbranche ergibt das 15.000 Euro Variable versus 6000 Euro, sagt die aktuelle Gehaltsstudie der jobs Personalberatung. Frauen sind zudem mehrheitlich im Verkaufsinnendienst tätig, am besten verdienen lässt sich aber im Außendienst.

Den stärksten Zusammenhang mit der Höhe der variablen Gehaltsbestandteile weist nicht MitarbeiterInverantwortung, sondern Reisetätigkeit auf: je mehr Außendienst, desto höher der variable Anteil. Die Prämien großer und kleinerer Unternehmen liegen allerdings ziemlich nah beieinander. Am höchsten ist er in IT und Software-Consulting, insgesamt müssen Verkaufs- und Vertriebsleiter aber nunmehr mit um 25 Prozent geringeren Prämien auskommen.

Mit einem durchschnittlichen Gehalt von 80.000 Jahresbrutto bringt eine Führungsposition Verkaufsleitung am meisten. Marketing- und Produktmanagement ist schlechter bezahlt als noch vor zwei Jahren und liegt bei einem Jahresbrutto von knapp 60.000 Euro, etwas unter dem durchschnittlichen Jahresbrutto im Verkaufsaußendienst. Ab einer Berufserfahrung von elf Jahren stagniert das Einkommen dieser Studie zufolge, bis dorthin sind teilweise recht große Sprünge möglich. Vertriebsmitarbeiter mit Wohnsitz Wien oder Niederösterreich verdienen am besten, jene mit Wohnsitz im Burgenland am geringsten. Ein Mix aus Innen- und Außendienst wird am höchsten remuneriert, Personalverantwortung bringt auch mehr Einkommen.

Weniger Gehalt für FH-Leute

Die besten Gehälter erzielen nach wie vor Uni-AbsolventInnen, gegenüber FH-AbsolventInnen ist der Abstand größer geworden (75.000 zu 65.000 Euro), gleichzeitig ist der Anteil der FH-AbsolventInnen im Verkaufsbereich aber gestiegen. Deutlich weniger als vor zwei Jahren verdienen Selbstständige (durchschnittlich 55.000 Euro, 15.000 weniger als vor zwei Jahren).

Wenig überraschend sind die Leute zufriedener, je mehr sie verdienen. In den untersten Einkommensbereichen (35.000 Euro Jahresbrutto) ist die Unzufriedenheit am größten. Mit angegebenen 51 Wochenarbeitsstunden liegen VertriebsleiterInnen voran - unter 40 Stunden kommt aber keine Position aus.

Insgesamt sei die Stimmung nunmehr ziemlich matt, so jobs-Chef Peter Marsch: Nur 55 Prozent schätzen ihre Karrierechancen als wachsend positiv ein. Dabei liegt der Zukunftswunsch in mehr Führungsverantwortung, einem Firmenwechsel oder einem Positionswechsel innerhalb des Unternehmens. Hat sich ein Geheimnis in puncto guter Führung aufgetan? Marsch: "Wer seine Verkaufsmannschaft bei Laune halten will, der sollte ihr vor allem selbstständiges Arbeiten ermöglichen." Kundenkontakt, Arbeitsklima und neue Herausforderungen gehören auch zur MitarbeiterInzufriedenheit. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe 9./10.4.2011)

Kommentar posten
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David Mungo
12
11.4.2011, 10:56
"Frauen sind zudem mehrheitlich im Verkaufsinnendienst tätig, am besten verdienen lässt sich aber im Außendienst."

Somit hat das Thema wieder einmal nichts mit "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" zu tun.

Es handelt sich um eines Nebelgranatenwerfen, da jeder weiß, dass "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" längst Realität ist, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

prusiner
08
10.4.2011, 16:52
steht eh schon wieder alles drinnen

der wichtigste Unterschied ist die Reisetätigkeit;

Kinderbetreuungspflichten + Reisetätigkeiten geht nicht; Kinderbetreuung liegt zum überwiegenden Teil bei den Frauen (und die meisten wollen das auch so); also bleiben die etwas weniger gut dotierten Jobs im Verkauf.

Frauen ohne Kinderbetreuungspflichten stehen ihren männlichen Kollegen gehaltsmäßig nicht nach.

Round'n'round it goes
01
11.4.2011, 10:01

DANKE für das Posting (bis auf die Tatsache, dass Sie meinen Frauen "wollen" die alleinige Kinderbetreuung; eine intakte Familie wo auch der Vater seinen Anteil an den Betreuungspflichten übernimmt ist für die meisten immer noch das Ideal) - Ich habe selbst versucht das mehrmals hier zu posten und wurde nur rot niedergestrichelt. Scheinbar drücke ich mich weniger deutlich aus als Sie oder die Rotstrichler haben grad Urlaub.

shangl
00
11.4.2011, 19:39
genau das...

...ist aber der entscheidende unterschied zwischen rot und grün --> frauen werden eben nicht gezwungen, zu hause zu bleiben...zumindest nicht mehr in der mehrzahl der jungen familien

prusiner
12
11.4.2011, 13:58
die Krux dabei ist

so halb und halb geht oft genug nicht, sobald einer der Partner einen (gutdotierten) Job hat, der sich mit Kinderbetreuung schlecht oder nicht vereinbaren lässt, kann man nicht mehr so einfach hin- und herswitchen;

bei kleineren Kindern (bitte nicht schlagen..) neigen viele Frauen dazu, die Betreuung auch nicht konsequent abgeben zu wollen; und dann ist rasch der weitere Weg auch bei größeren Kindern schon vorgezeichnet und auch nicht mehr so ad hoc änderbar, ohne das Familieneinkommen zu gefährden.

keywords
11
11.4.2011, 09:07

ich glaube nicht, dass frauen das "wollen".

"man macht das halt so" wohl eher.

K. K. Lacke
21
11.4.2011, 09:27
auch sie legen bitte eine Quelle oder einen anderen Nachweis vor, der dies unterstütz

dankeschön

The Chaos Path
02
11.4.2011, 11:04

nachweisen, dass es nicht so ist bitte. eine statistik, wer wieviel versorggungsarbeit/hausarbeit macht, war ja hier letztens im standard. als bitte den gegenbeweis bringen.

K. K. Lacke
41
11.4.2011, 12:41
ich muss leider feststellen daß du nicht lesen

oder statistiken interpretieren kannst

hol das bitte in der Schule nach

daß eine solche Statistik keinerlei Berücksichtigung des Lebensmodells (Ehe, Patchworkfamilie oder AlleinerzieherInnenhaushalt) aufweist hat dich ja sicherlich schon wie der Blitz getroffen

und da du dich ja so toll auskennst weisst du jetzt auch daß die Statistik daher genauso viel wert ist wie deine stets aggressiven und dummen Kommentare

guten Tag und schalt selber mal dein Hirn ein, man bekommt den Eindruck du tust das nicht...

ürbigens: einen "Gegenbeweis" brauche ich nicht zu erbringen wenn du schon nichtmal in der Lage bist diene Behauptungen (und mehr ist das leider nicht was du von dir gibts) zu untermauern

The Chaos Path
21
11.4.2011, 14:03

ts ts, warum so verbittert? ;)

K. K. Lacke
21
11.4.2011, 15:58
weil sie bewusst die DIskussion mit ihren Nebelgranaten zu stören scheinen und

in ihren Postings verbal untergriffig sind, ohne daß eine solche Verhaltensweise von mir provoziert worden sein könnte (erster Reply von ihnen enthält bereits verbale Attacken)

wenn sie es nicht schaffen sachlich zu bleiben haben sie in einer Diskussion nix verloren

The Chaos Path
20
13.4.2011, 09:24

wenn ich schreibe, du sollst dich zum thema erkundigen, dann ist das eine beleidigung? vor allem, wenn in besagtem artikel genau das drin steht, was du fragst? ist dir vielleicht einmal in den sinn gekommen, dass andere leute es leid sind, die erklärtante für pisaopfer zu spielen und dich vielleicht deswegen auffordern, nochmal zu lesen?

und ausgerechnet DU musst dich über ein solches post nicht aufregen - du beschimpfst hier im forum teilweise leute auf unterstem niveau. das ist inakzeptabel, auch wenn einem die meinung des anderen nicht gefällt. feste austeilen aber selber bei kritik gleich ausflippen, gelle.

baroli
11
11.4.2011, 17:02

Sie sind ja eindeutig ein Beispiel an Sachlichkeit.

K. K. Lacke
01
14.4.2011, 16:10
so wie sie?

komisch, sie diskutieren zwar nicht mit aber attackieren wieder mal persönlich?

was ist los? haben ihre anderen stalking-opfer ihre flames schon wieder entfernen lassen weshalb siesbei mir versuchen?

oder habens in der Arbeitslosigkeit zu wenig zu tun?

baroli
11
11.4.2011, 14:41

...wahrscheinlich Bluthochdruck...;-)

K. K. Lacke
00
11.4.2011, 12:38
aso?

Lectrice
43
11.4.2011, 00:04

Die meisten "müssen" und nicht wollen das so, weil sie erstens keine Wahl haben und 2. in Ö. ist das auch Standard und wird gefördert.

David Mungo
00
11.4.2011, 11:00

Gefördert wird das bei uns nicht. Es gibt keinerlei Familiensplitting, sondern im Gegenteil, Famlien mit Alleinverdiener zahlen bei gleichem Famlieneinkommen einen höheren Steuersatz als Familien mit zwei Verdienern.

K. K. Lacke
10
11.4.2011, 09:26
Nachweis bitte

danke

Lectrice
01
11.4.2011, 22:07

Leben's mal mit einem Kind(Karenz, Betreuung usw. nicht der Partnerin überlassen) in Ö und net nur reden.

Ich kenne die Situation und hätte ich es mir nicht leisten können eine frz. Privatschule in Anspruch zu nehmen, hätte ich beruflich die A....karte gehabt und unmöglich das erreichen, was ich erreicht habe. So geht es vielen und nicht alle können sich leisten Kinderbetreuung und Schule privat zu zahlen.

Ist ja wohl logisch, dass mit einem Schulsystem, das seit 60 Jahren nicht mehr aktuell ist und in anderen Staaten längst Vergangenheit nicht richtig arbeiten kann.

Round'n'round it goes
00
11.4.2011, 10:01

Ein Nachweis, dass dem nicht so ist, wäre auch nett.

shangl
00
11.4.2011, 19:43
wenn ich behaupte...

...das universum ist mit lauter kleinen marshmellows (schreibt man das so?) gefüllt und damit die aussage in den raum stelle, musst nicht du den gegenbeweis antreten, sondern ich den beweis...
genauso verhält es sich auch hier --> wenn du behauptest, frauen werden dazu gezwungen ohne das zu wollen, musst du das irgendwie darlegen

Lectrice
01
11.4.2011, 22:09

Sie behaupten es geht anders - weisen sie es nach wie??
Erklären Sie mir wie eine Frau genug verdienen soll, wenn sie maximal 3 Std. Zeit hat und nachher in den Kindergarten rennen muss, bzw. später Schule?

So dämlich wie sich Österreich anstellt ist ja ohnehin schon traurig genug, dass manche noch immer nicht 2+2 zusammenzählen können übertrifft alles.

K. K. Lacke
11
11.4.2011, 12:42
hier wird behauptet alle Frauen MÜSSEN sich doppelbelasten

DAS haben SIE zu beweisen, nicht ich

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