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Hohn und Spott für alle von Gewalt betroffenen Frauen und jene, die seit Monaten für mehr Rechte der Frauen auf die Straße gehen
Leider nein: Die neueste Kampagne des Limo-Herstellers ist alles andere als "erfrischend anders"
Das Magazin "In Style" empfiehlt eine "Drinkdiät": Abends nichts essen, den Hunger einfach mit einem Gläschen Weißwein bezwingen und am nächsten Tag über das Blackout lachen
Selten so gelacht oder doch eher fremdgeschämt? Zitrone für Nordsee und seinen platten Sexismus
Alles Zitrone: Mit "Forever Young" wird es an der Josefstadt unappetitlich, und die Kette FitInn läd zum Turnen, damit auch Ihnen nachgepfiffen wird
Bei Tchibo/Eduscho putzen Frauen und relaxen Männer gegen die Frühjahrsmüdigkeit
Platte Sexismen lassen alteingesessene Biermarken alt aussehen: Der "Gösser Fan-Arena" in Schladming wurde nun selbst digital eingeheizt
Sixx wurde als "Frauensender" vorstellig - Mögliche Interessierte ausschließlich über das Geschlecht ansprechen? Das kann nur schiefgehen
Was haben blasser Scheibenkäse und das weibliche Dekolleté gemeinsam? Genau: Gar nichts
Das Koch-Magazin "Beef" sorgt dafür, dass sich Männer trotz Interesses am Kochen keine Sekunde "unmännlich" fühlen - Das Ergebnis ist schlicht lächerlich
Ein Werbespot will junge Männer dazu animieren, in Chemieberufe einzusteigen - Mädchen kommen gar nicht oder extrem stereotyp vor
Im Internet gibt es viel zu wenig Bilder von Brüsten. Dem wird mit einer Brustkrebs-Awareness-Kampagne abgeholfen. Außerdem: Prima Hitze, Frauen-Box und keine Kinderpose
Heimat bist du großer Söhne (im Kleinformat), echte Frauenliebhaber zahlen für große Brüste und eine Weihnachtsfrau
Und weil er so geil ist, macht er auch geil. Speziell Frauen, lässt sich der ORF in einem Teaser zum Schluss hinreißen - Anstoß für eine Zitrone
Palmers will selbst dem BH einen BH verpassen - Erholung für den von Pölstern und Drähten gestressten Busen ist nicht in Sicht
Haben wir das wirklich verdient? ATV führt uns in "Ein Leben für die Schönheit" und verleiht damit dem Sozialporno einen neuen Look
Ferrero startete im August mit einem Überraschungsei "nur für Mädchen" - Die Begründung dieser "Maßnahme" ist völlig widersinnig
Der "Hausverstand" der Billa-Werbung erteilt allzu lebensnahe Lektionen: (Ober)G'scheite Mädchen sollen lieber still sein
Breitenwirksam für Geschlechterklischees: die Rossbacher-Kampagne braucht Männer wieder "kompromisslos"
Für phallische Fantasien ist Werbemachern nichts zu heilig - Ein Plakat der Disco "empire" verbindet eine Banane lutschende Frau mit Affengeilheit
Die FH Oberösterreich wirbt mit Web-Filmen und verabsäumt so manche Regieanweisung - Liebe Kinder, es gibt auch Frauen in dem Beruf!
Die Marke Tally Weijl bedient weibliche Teenager und wirbt mit dem verhängnisvollen Klischee der passiven Verführerin
Armin Assinger hat ein großes Mundwerk und ein überholungsbedürftiges Weltbild: Dass Frauen ihre Schuhe nicht selber zahlen, gehört dazu
Profilierungsversuche gegen einen vermeintlichen Mainstream, dem sexistische Werbung stinkt: "profil"-Chef macht aus Sexismus ein Frauenrecht
Der Lufthansa-Brief "Lieber Schatz" darf bei der aktuellsten Zitronenverleihung ebenso wenig fehlen wie ein Spot über den "härtesten Job der Welt"
ich trinke auch gerne ein kleines bier und?
aber wenn sie ottakringer so gern mögen dann mögen sie sicher auch das nächste werbeplakat - im gleichen stil wie oben:
Ich kenne meine Rechte. Sie hält das Bier!
na? schmeckt ihnen das bier noch immer? nur nicht vergessen sie haben bei der brauerei höchstens den auftrag das bier für ihren mann/freund zu halten ... prost
und an alle die meinen das ist witzig - es ist nicht witzig .....
Ich glaube, dass hier nur eine anaphorische Deutung des "Sie" als Interpretation zulässig ist, d.h. dass sich das "Sie" auf die "Rechte" beziehen muss.
Eine Konkretisierung "meiner Rechte" (im juristischen Sinne) in einem Folgesatz würde bei einem neuen Subjekt ein Modalverb verlangen.
Da auch ein pronominaler Bezug auf "meine [juristischen] Rechte" nicht möglich ist (Numerus!), kann es sich bei "Sie" nur um die rechte Hand handeln.
Die Werbung spielt schon mit einer Doppeldeutigkeit, allderdings besteht der "Witz" nur darin, dass die richtige Interpretation einem gängigen Phraseologismus entgegensteht. Eine "Sie", die "höchstens den auftrag [hat,] das bier für ihren mann/freund zu halten", gibt es nicht.
So schön wie sich die "dieStandard-Emanzen" immer wieder aufregen über Axe !
Gratulation an die Werbemacher von Axe - sogar die weiblichen Gegner (oder Innen wie frau heutzutage schreiben möchte) der Werbung machen Axe unfreiwillig bekannt auf dieStandard.
Super gemacht !
das lustige an den kommentaren zur zitrone ist ja, dass die männlichen poster so verblendet sind, dass sie nicht mal sexismus gegenüber dem eigenen geschlecht erkennen. was ja auch nicht weiter tragisch wäre, wenn sich nicht alles irgendwann rächen würde (z.b. die "körperpflege").
danke an diestandard für eure mühe, den alltagssexismus aufzudecken. auch wenn ich glaube, dass sowas im 21. jh. nicht mehr notwendig sein sollte, und ich euren zitronen oft nicht zustimmen kann - es ist trotzdem gut, dass ihr das macht!
... erkennen tun wir ihn schon, nur tut er uns nicht weh, was wahrscheinlich mit Selbstbewusstsein gegenüber dem eigenen Geschlecht zu tun hat.
Die meisten Männer denken sich "Na und? Da wird ein nackter Mann gezeigt und männliche Sexualität mit Klischees benutzt - mir aber egal, wenn's Ihnen Spaß macht. Das hat ja nichts mit mir zu tun"...
Und das ist meiner Meinung nach die einzig richtige Art, wie man damit umgehen sollte.
naja, wenn sie sich die zitronenbilder ansehen und die texte dazu, dann dürfte die standard redaktion schon ein bewusstsein dazu haben, dass es eine frage ist, wie nackte körper inszeniert werden und was damit suggeriert wird, sprich: wie körper, nacktheit, sexualität zum einsatz kommen in den diversen werbungen... kritisiert wird nicht nacktheit an sich, sondern zb die darstellung von frauen als zb f*ckhaserl für männer etc.
es kann natürlich auch daran liegen daß der großteil der männer sich ihren teil dabei denken zb.:
a) der spruch ist schon soooo alt und blöd daß er nicht mal mehr in irgendeiner art lustig ist. typischer werbeversager...
b) wer sich von der werbung angesprochen fühlt paßt eh in die zielgruppe. (häßlich, bierbäuchig, ungepflegt,...) - ich fühle mich auf jeden fall nicht angesprochen.
das sexistischste daran ist imho das bier als männlich
zu bezeichnen, was ist an biersauferei männlich?
ich als mann sehe das dann so: die werbung disqualifiziert sich selbst. wozu aufregen...
Vergleich die Biersauferei mit der Weinpipplerei.
Wer seine Partnerin oder seinen Partner beim Tanz so weich führt, wie der Weinbeißer sein Riedel-Glas, wird wohl nicht wirklich als "Mann" gelten.
Oktoberfest = männlich
Opernball = mädizynisch? ;-)
geschlecht = getränkewahl?
sehr interessant.
ein alkoholiker/magen-darm-kranker der den ganzen abend nur pago gespritzt trinkt weil er es verträgt und es ihm schmeckt ist demnach ein weibisches weichei?
ich habe solche ansichten bisher nur von menschen gehört deren iq dem alkoholgehalt ihrer getränke entsprach.
Du solltest mehr zu Veranstaltungen gehen, dann wüsstest du, dass die Getränkewahl sehr wohl geschlechtsspezifisch ist.
Bei Frauenveranstaltungen gibt's andere Getränke, als bei Veranstaltungen mit hoher Männerbeteiligung.
Du kannst aber auch ins Wirtshaus gehen und dir anschauen, was bei reinen Frauen- und reinen Männerrunden auf dem Tisch steht.
was ist daran schlaubi-mäßig?
ich kann überhaupt nichts trinken was angeblich so männlich ist.
und um es mal einfach auszudrücken - wer jemanden nach dem getränk beurteilt ist ein trottel.
und wenn ich auf einschlägigen veranstaltungen die runde mache sind da genauso viele männliche wie weiblich weinpippler am jährlichen winzerfest...
aber gut, vielleicht ist mein bekanntenkreis da untypisch mit seinen bier trinkenden frauen und cocktail trinkenden männern (je nach situation und lokal natürlich). - wer sich das eine oder andere wegen seines geschlechtes versagt ist selber schuld.
ich finde es schon wichtig, sexismus aufzuzeigen. dass der mensch von werbung unterbewusst beeinflusst wird, ist mittlerweile erwiesen.
das wissen halt viele nicht, und sehen keinen grund sich zu empören. jene, die es wissen, sehen tagtäglich tausend gründe.
und ich möchte auch keine parfum-werbung, bei der ich eines von vier dates mit männlichen engeln gewinnen kann.
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