Frauenarbeit ist keine Männerarbeit

Österreicherinnen leisten doppelt soviel unbezahlte Arbeit wie Österreicher: Besonders bei der Kinderbetreuung und am Herd zeigt sich die traditionelle Einteilung immer noch stark

Unbezahlte Arbeit ist wichtig - darüber kann man sich schnell verständigen. Wenn der Hauptteil des täglichen Putzens, Kochens oder der Kinderbetreuung nicht erledigt wird, daheim, im privaten Bereich - wie sollte es uns als Gesellschaft dann gut gehen? Und gleichzeitig hat diese nicht mit finanziellem Lohn bedachte Arbeit gemeinhin einen niedrigeren Stellenwert als Erwerbsarbeit: Sie tut genauso Not wie letztere, ja stellt im Kern die Basis dafür, aber die Tätigkeiten, die erledigt werden (müssen), werden geringgeschätzt.

Traditioneller Weise übernahmen immer Frauen den deutlichen Hauptteil der unbezahlten Arbeit; dass sich das auch anno 2011 nicht verändert hat, zeigen die neuesten Studien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD und des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (European Institute for Gender Equality) EIGE.

2,5 Stunden mehr pro Tag

In "Gesellschaft auf einen Blick 2011" führt die OECD-Studie vor Augen, wie sich unbezahlte Arbeit in ihren Kategorien Hausarbeit, Einkauf, Betreuung von Familienmitgliedern wie Menschen außerhalb des familiären Umfelds und ehrenamtlichen Tätigkeiten auf die Geschlechter verteilen lässt. Aus den Daten der 30 verglichenen OECD-Länder geht hervor, dass Frauen im Durchschnitt 2,5 Stunden täglich mehr unbezahlte Arbeit als Männer leisten. Dabei fallen starke Länderunterschiede auf: Im Norden Europas kommen die Frauen "nur" knapp über eine Stunde mehr Arbeit, wogegen in der Türkei, Mexiko oder Indien ihr Anteil bei vier bis fünf Stunden Mehrarbeit liegt. Auch im Süden Europas, in Italien zum Beispiel, machen Frauen deutlich mehr, so auch in Korea oder Japan.

Österreicher machen die Hälfte

Von den verglichenen Ländern liegt Österreich auf Platz 14, was diese Geschlechterschere anbelangt, also im Mittelfeld. Hier erledigen Frauen um 134 Minuten mehr unbezahlte Arbeit pro Tag: Österreicher leisten 135 Minuten unbezahlte Arbeit täglich, Österreicherinnen 269. Die einzigen weiteren europäischen Länder, die einen noch größeren Unterschied in der Beteiligung von Männern und Frauen an unbezahlter Arbeit als Österreich aufweisen, sind Polen, Ungarn, Irland, Spanien, Italien und Portugal.

In Dänemark ist der Unterschied mit nur 57 Minuten am geringsten. Aber auch im Land mit der höchsten Beteiligung leisten die Männer immer noch weniger unbezahlte Arbeit als die Frauen in Norwegen, dem Land, in dem Frauen auf die kürzeste Arbeitszeit im Haushalt und in der Pflege kommen.

Keine automatische Kompensation

Die OECD-Statistiken zeigen auf, dass in jenen Ländern, in denen sich die Männer wenig an der unbezahlten Arbeit beteiligen, auch jene sind, in denen die Frauen umso mehr in diesem Bereich leisten. Der Schluss, dass Frauen die unerledigte Arbeit der Männer automatisch kompensieren, trifft aber nicht immer zu: So leisten beide Geschlechter in China wenig unbezahlte Arbeit, und in Australien liegen Männer und Frauen an der Spitze des Ländersvergleichs zu Pflege, Haushalt und Co.

Dass Frauen "traditionell" mehr Arbeit in Haushalt und Betreuung stecken, führt zu einer niedrigeren Erwerbsrate. In Ländern mit hoher Frauenerwerbsarbeit ist die Gesamtsumme an Arbeit - unbezahlte plus bezahlte - gleich auf mit der Männererwerbsarbeit. Durch den Anstieg der Frauenerwebstätigkeit in den letzten Jahrzehnten ist auch ihr Anteil in der unbezahlten Arbeit zurückgegangen. Die OECD-Studie stellt fest, dass es eine starke negative Korrelation zwischen der Frauenerwerbsquote eines Landes und der durchschnittlichen weiblichen Arbeitsleistung im Bereich Haushalt und Co. gibt.

Weniger Erwerbsarbeit, mehr Arbeit insgesamt

Deshalb ist auch Teilzeitarbeit eher weiblich besetzt: In Österreich mit über 40 Prozent ebenso wie in Australien, Deutschland, Japan, Niederlande oder Großbritannien. In Ländern mit geringen Möglichkeiten für Teilzeit, vor allem in Südeuropa, liegt der Hauptgrund für den Rückzug der Frauen aus dem Arbeitsmarkt an den Kindern. Gleichzeitig sind es gerade diese Länder, in denen Frauen auf deutlich mehr Gesamt-Arbeitsstunden pro Tag kommen.

Zeitlicher Aufwand von Land zu Land unterschiedlich

Die meiste unbezahlte Arbeit ist Routine - kochen, putzen, garteln und reparieren. Durchschnittlich wenden die Menschen in den 30 verglichenen OECD-Staaten zwei Stunden und acht Minuten dafür auf, wobei es große Unterschiede gibt: Die KoreanerInnen zum Beispiel widmen sich nur 1,4 Stunden pro Tag der Hausarbeit, was dennoch rund 60 Prozent ihrer gesamten unbezahlten Arbeit ausmacht. Die AustralierInnen auf der anderen Seite kümmern sich über zwei Stunden täglich um den Haushalt, und noch ein Mal soviel Zeit stecken sie in Betreuung oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

In Österreich leisten die Menschen knapp über 200 Minuten unbezahlte Arbeit täglich: 21 Minuten für den Einkauf von Lebensmitteln oder Haushaltsutensilien, 34 Minuten für die Betreuung von Haushaltsmitgliedern, drei Minuten für die Betreuung von Menschen, die nicht mit im Haushalt leben, vier Minuten Freiwilligentätigkeiten, 17 Minuten geht für die Anfahrtszeiten zu diversen Erledigungen drauf und 125 Minuten für die Hausarbeit selbst.

Freiwilligentätigkeiten machen wenige Minuten aus

Die Betreuung von Haushalts-/Familienmitgliedern und der Einkauf sind typischer Weise nach der Hausarbeit die beiden größten Posten der unbezahlten Arbeit. Die geringsten Unterschiede gibt es im Zeitaufwand zwischen den Ländern, was Einkauf anbelangt, bei Betreuung und Pflege divergieren die Länderergebnisse stärker, und bei Freiwilligentätigkeiten klaffen die größten Unterschiede: Österreich liegt mit vier Minuten exakt im OECD-Durchschnitt, Schlusslichter sind Indien oder Ungarn mit unter einer Minute und Spitzenreiter ist die Türkei mit 19 Minuten.

Frauen kochen, Männer reparieren

Die Arbeitsteilung wird nach dem Motto " Frauenarbeit ist keine Männerarbeit" und umgekehrt gestaltet, belegt die Studie weiters: So kümmern sich Männer ums Bauen und Reparieren, und sie stecken auch verhältnismäßig mehr Zeit ins Garteln, in die Tierpflege und Freiwilligentätigkeiten. Die Gesamtzeit übersteigt allerdings nicht die, die Frauen in selbe Bereiche investieren; bei ihnen überwiegen aber die als typisch verstandenen weiblichen Aufgaben wie Kochen und Putzen. So bereiten 82 Prozent der Frauen täglich die Mahlzeiten zu, während nur 44 Prozent der Männer angeben, täglich zu kochen. So kommen Frauen auf vier Mal soviel Zeit, die sie am Herd verbringen.

59 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen gaben an, täglich zu kochen, was unter dem OECD-Durchschnitt von 64 Prozent liegt; interessantes Detail: In den skandinavischen Ländern wird am meisten gekocht und die SchwedInnen führen die Liste in diesem Punkt an. Am unteren Ende finden sich Irland, Indien und Japan, wo nicht einmal die Hälfte kocht.

Passive und aktive Kinderbetreuung

Um herauszufiltern, wie lange sich die Menschen in den OECD-Ländern ausschließlich der Kinderbetreuung und -erziehung widmen, ohne dass sie nebenher kochen oder aufräumen, kann durch explizite Fragen bezüglich Multitasking passieren und der Unterscheidung zwischen primären und sekundären Tätigkeiten. Untersuchungen haben nämlich immer wieder gezeigt, dass unter die sekundären Tätigkeiten oft "passive" Kinderbetreuung fällt, die von den ProbandInnen gar nicht weiter erwähnt wird. "Passiv" heißt: Man hat für einen bestimmten Zeitraum die Verantwortung für das Kind/die Kinder übernommen, ist für es/sie da, beschäftigt sich aber nicht aktiv mit Spielen, Lernen oder anderem.

Für nur 22 Länder liegen konsistente Ergebnisse vor: Durchschnittlich kümmert sich ein Elternteil eine Stunde und 12 Minuten um den Nachwuchs in Form einer primären Tätigkeit. Mit Kinderbetreuung als sekundäre Aktivität erhöht sich die Zeit auf rund zwei Stunden.

ÖsterreicherInnen wenden viel Zeit für Kinder auf

Mit unter einer Stunde auf den geringsten Zeitaufwand für die aktive Kinderbetreuung kommen KoreanerInnen (25 Minuten), BelgierInnen (51 Minuten) und UngarInnen (54 Minuten). Österreich liegt mit 92 Minuten um 20 Minuten über dem OECD-Durschnitt von 72 Minuten und damit am fünften Platz. Nur in den angloamerikanischen Ländern gibt es höhere Werte: In den USA 93, in Kanada 96, in Irland 117 und in Australien sogar 128 Minuten. Nimmt man Kinderbetreuung als sekundäre ("passive") Tätigkeit her, kommen die ÖsterreicherInnen nach den IrländerInnen auf Platz 2 des Rankings: Hier wird 392 Minuten Betreuungsarbeit ausgewiesen.

Mütter betreuen mehr als doppelt so lange als Väter

Die OECD-Studie geht auch bei der Kinderbetreuung auf die Beteiligung nach Geschlecht ein und unterscheidet hier nach Formen der Betreuung: Neben der physischen Betreuung wie füttern, Windeln wechseln, ankleiden, medizinisch versorgen und beaufsichtigen wurden auch die erzieherischen und rekreativen Beschäftigungen mit den Kindern wie bei Hausaufgaben helfen, vorlesen oder spielen, erfasst. Ebenfalls berücksichtigt wurde der Mobilitätsaufwand fürs Hinbringen und Abholen zu/von der Schule, zu/von der Ärztin oder zu/vom Sport.

Die Betreuungszeit der Mütter besteht hauptsächlich (zu 60 Prozent) aus physischer und zu 27 Prozent aus erzieherischer/spielerischer Betreuung, der Rest entfällt auf den Transport. Bei Männern ist das Verhältnis beinahe ausgeglichen: Sie verwenden 41 Prozent der Betreuungszeit für die rekreative, und 45 Prozent für die physische Betreuung. Insgesamt kümmern sich Mütter mehr als doppelt so lange um die Kinder als Väter. Diesen Unterschied weist die OECD für alle Länder aus: Durchschnittlich verbringen Väter 42 Minuten pro Tag mit den Kindern und Mütter eine Stunde und 40 Minuten.

Die unbezahlte Mehrarbeit der Frauen setzt sich auch bei der Betreuung von pflegebedürftigen Haushaltsmitgliedern über 15 Jahren fort. Hier sind die Unterschiede aber bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei der Kinderbetreuung, hält die Studie fest.

Väterkarenz mit (begrenzter) Wirkung

Auch die derzeitigen Studien von EIGE beschäftigen sich mit einer EU-weiten Ungleichverteilung der unbezahlten Arbeit unter Berücksichtigung deren Einflusses auf die weibliche Partizipation am Arbeitsmarkt. Und auch sie zeigen, dass Frauen im berufsfähigen Alter im EU-Durchschnitt wesentlich mehr Zeit am Tag mit der Kinderbetreuung verbringen als Männer. Frauen in Vollzeitbeschäftigung, die zusätzlich Betreuungsaufgaben wahrnehmen, arbeiten wesentlich mehr Stunden als ihre männlichen Kollegen.

Je besser die Arbeitszeit- und Karenzregelungen in einem Land, umso mehr Geschlechtergerechtigkeit bei der Aufteilung unbezahlter Arbeit stellt die OECD fest. Einerseits erleichtert ein gutes Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen den Wiedereinstieg und die Frauenerwerbsquote; andererseits sind es nach wie vor die Mütter, die in Langzeitkarenz gehen, was ihre Rolle als unbezahlte Versorgerin verstärkt.

Die OECD-Studie zeigt auch, dass nicht übertragbare Karenzmodelle, also verpflichtende Väterkarenz, sich nachweislich auf die Geschlechtergerechtigkeit bei der Kinderbetreuung auswirkt; dieses Fazit bestätigen auch die EIGES-Daten mit Blick auf Schweden, Dänemark und Finnland, wo der Vaterschaftsurlaub nicht übertragbar ist. Zu einer faireren Aufteilung der Hausarbeit wie Kochen oder Putzen hat es aber auch dort nicht gereicht. (bto/dieStandard.at, 21.4.2011)

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Ich bin dafür

die Staaten zu Teilen in:
- Amazonen Staat ganz ohne Männer
- und Männer Staat
An den Grenzen können sich Mann und Frau (wer will)begegnen und Spaß haben, dann jeder zurück im Alltag...dann gibt es endlich kein unnötiges blablabla, und es gibt einen Staat mit hohem Wirtschaftswachstum und technologischem Fortschritt und einen anderen mit Kultur, Kommunikation, DieStandard, Schuhen wie auch Kleider und sauberen Häuser ... und endlich ist Ruhe.

Ach was, Frauen brauchen nur für die gleiche Arbeit doppelt so lang wie die Männer.
Da wurde mal wieder eine Hintergrundvariable vergessen... ;-)

Tja, die meisten Frauen lassen sich von den EmanzInnen eben nicht dreinreden wie sie ihr Familienleben gestalten. Es ist wohl klar, dass die meisten Mütter sich lieber selbst um ihren Nachwuchs kümmern anstatt wieder schnell dem Staat als Steuerzahler zur Verfügung zu stehen!
Familienarbeit sollte viel mehr gewürdigt werden.

ihrer logik nach werden frauen, die nach der geburt ihres kindes und/oder karenzzeit wieder ins berufsleben eintreten, vom staat ausgenutzt, da sie steuerliche abgaben fuer ihre bezuege leisten muessen (wie uebrigens jeder arbeitende mensch). im gleichen atemzug fordern sie die wuerdigung der familienarbeit, also das 'zuhausebleiben', was impliziert, dass das ihrer meinung nach ebenfalls mit nachteilen verbunden ist.

ja was denn nun? die von ihnen angesprochene misere dem 'diktat der emanzInnen' (hehe) in die schuhe zu schieben is a bissl billig...

Christine Vranitzky bist du es?

;o)

Die meisten Frauen zersprageln sich zwischen Arbeit und Haushalt. Bei nachweislich gleicher Arbeitstätigkeit bleibt ja immer noch mehr als die Hälfte der Haishaltsarbeit an ihnen hängen,

Mit oder ohne Mann?

Artikel nicht gelesen?

selbst schuld

Aber ja, lassen wir die Babies und die Kranken oder alten Familienangehörigen einfach verrecken!

Kleines Beispiel:
Oma meiner Freundin - nicht etwa von ihrem Sohn, sondern nur von der Enkelin gepflegt- bricht im Bad zusammen, die zarte 19-jährige bekommt sie nicht aus der Badewanne, ruft beim Vater an. Dieser meint, er käme erst am nächsten Tag (sonst wäre zwei Stunden Autofahrt am Abend drin gewesen), sie solle die alte Frau in der Wanne schlafen lassen (!).

So gehts dann natürlich auch, da habens Recht.

Wenn man ihre und die ihres "Mannes" Hans geposteten Gschichteln zusammenzählt wären sie beide schon fast 200 Jahre alt!

p.s. und raten Sie mal, wer dann mitten in der Nacht zu ihr fuhr und die alte Dame hinausgehievt hat?
Ich und eine weitere Freundin.

und ich würd jetzt mit einem gegenteiligen beispiel kommen und was beweist das ? nix

kein gutes beispiel

in so einem fall wäre die rettung der ansprechpartner gewesen. notruf, die helfen, checken und wenns nix gröberes hat, liegt die alte dame im bettchen. statt daß sie beim raushieven aus der badewanne möglicherweise aufn fliesenboden knallt und sich noch mehr verletzt.

zwei stunden auf papa warten ist übrigens auch eine unakzeptable variante übrigens. grundlos wird die alte dame ja auch nicht zusammengebrochen sein.

OH NEIN. Der gute Mann wollte sie einfach liegen lassen. DAS schaffens nicht schön zu reden!

Er hat SEINE TOCHTER UND SEINE MUTTER im Stich gelassen.

muß ichs denn schönreden?

edel und opferwillig ists sicher nicht... in der wanne schlafen lassen ist unakzeptabel, und wenn er der tochter außer diesem rat keinen anderen gegeben hat, ist ein gewaschener konflikt das richtigste, was da nachkommen soll...

macht das beispiel trotzden nicht besser.
aber in diesem fall wär trotzdem ein notruf die vernünftigste und wahrscheinlich schnellste und beruhigendste variante gewesen.
(ist dasselbe phänomen, wie eben so oft in kritischen situationen oft alle möglichen hilferufe an verwandte abgesetzt werden, die minutenlang über telefon trösten und ratschlägern, oder mit vollgas irgendwoher anrauschen, und erst ganz am schluß ruft man die rettung. der schwiegervater meiner freundin ist genau an sowas gestorben.)

das liegt aber

an der Grenze zur strafbaren Handlung

Sicher, nur glauben Sie, die Tochter hätte ihn damals angezeigt?

ja, ist aber

eine andere Baustelle. Warum hat sie eigentlich nicht die Rettung gerufen ?

Die Frage dahinter war, nicht was sie macht - sondern warum SIe dort war, und nicht er.

weil er

weg war

Weil er die Pflege einer alten hinfälligen Dame (=seiner Mutter) auf seine 19-jährige Tochter abgeschoben hat, der war nämlich NIE da.

Das könnte aus meinem Bekanntenkreis stammen, der Herr Burlisohn kann seinen wohlverdienten Urlaub (eh in Österreich) nicht unterbrechen, wer kümmert sich um seine verunfallte Mama, die Ex-Schwägerin und deren Freundin.

so awa...

wenn ich einen unfall hab, oder sonstwie krank werde, und meine halbe familie befindet sich auf urlaub, dann WILL ich gar nicht, daß die ihren urlaub abbrechen. und zwar weder mein burli noch mein mandi noch mein mädl...
da will ich schnellstmöglich ärztliche versorgung und einen besuch in aller ruhe oder wieder zu hause, wenn ichs und sie es wieder genießen können.
aber wahrscheinlich bin ich jetzt eine völlig unweibliche emanzinnenspezies.
was ich aber sicher bin (und worauf ich wert lege) ist hilfe in realistischem und un-co-abhängigen ausmaß.
und sollte ich jemals pflegefällig werden, scheuch ich die leute höchstpersönlich alle paar wochen auf urlaub aus der pflege! damit sie es wissen, ich wünsche keine opferhaltungen für mich. so!

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