dieStandard.at-Interview

"Assange-Debatte hat mich erschüttert"

Ina Freudenschuß, 18. April 2011, 15:18
  • Artikelbild
    vergrößern 450x300
    foto: freudenschuß

    Jaclyn Friedman ist Buchautorin, Pädagogin und "Feminismus-Predigerin", wie sie auf ihrer Website betont.

  • Artikelbild

    Yes Means Yes!: Visions of Female Sexual Power and A World Without Rape
    herausgegeben von Jaclyn Friedman und Jessica Valenti
    Seal Press 2008

Eine neue Sexkultur kann Vergewaltigungen verhindern, erklärt Autorin Jaclyn Friedman

In ihrem Buch "Yes means Yes" fordert die Autorin Jaclyn Friedman eine neue sexuelle Kultur ein, die es sexueller Gewalt schwer macht, weil die Regeln dafür allen bewusst sind. Die in Boston lebende Netzaktivistin bezeichnet sich selbst auch als digitale Feministin, ohne dabei neue Grabenkämpfe zwischen Feministinnen aufreißen zu wollen. Zwar sei es ein neuer Ansatz mittels Blogs und Twitter-Kampagnen Öffentlichkeit zu schaffen, aber die Themen bleiben die Gleichen, betont sie im dieStandard.at-Interview. Und ihr Beispiel zeigt, dass es Netzaktivistinnen manchmal auch schaffen, breite Öffentlichkeiten zu erreichen, etwa als Friedman den antifeministischen Auswüchsen rund um die Assange-Vergewaltigungsvorwürfe auf BBC Paroli bot:

*****

dieStandard.at: Bei Ihnen wirkt es so, dass sich sehr viele Feministinnen an digitalem Aktivismus beteiligen. Sehen Sie sich als Teil einer Frauenbewegung?

Jaclyn Friedman: Absolut. Ich persönlich betrachte mich als Brückengeneration, ich arbeite sowohl mit älteren Feministinnen, die schon den 70ern aktiv waren zusammen, als auch mit den Jüngeren und den sogenannten 'Third Wavern'.

Für mich macht die Einteilung in Wellen allerdings nicht so viel Sinn. Natürlich gibt es die Auseinandersetzung, dass sich ältere Feministinnen von Jüngeren nicht so verstanden fühlen und umgekehrt, aber ich denke, es hängt auch sehr stark mit dem Einfluss von Online-Medien zusammen. Jüngere Feministinnen verwenden digitale Medien, um ihren sozialen Aktivismus zu verbreiten, z.B. in Blogs, das ist für die älteren Aktivistinnen nicht so sichtbar, es sieht nicht so wie ihr erprobter Widerstand aus. Da gibt es viele Missverständnisse.

Inhaltlich gibt es in der US-Frauenbewegung derzeit zwei große Themen. Das sind zunächst die Abtreibungsrechte. In Europa ist vielleicht nicht so bekannt, dass die AbteibungsgegnerInnen sich auch vehement gegen Verhütungsmittel einsetzen, was eigentlich absurd ist. Diese Gruppierungen wollen unsere Gesellschaft dorthin führen, wo Fortpflanzung Schicksal ist. Frauen, die ihre Sexualität leben wollen, sollen den Preis dafür zahlen. Es geht also um die Kontrolle von Frauenkörpern und das wird aktuell wirklich sehr deutlich ausgesprochen.

Das zweite große Thema ist der Versuch, endlich das Gleichstellungsgesetz (Equal Rights Amendment) in die US-Verfassung aufzunehmen. Damit das geschehen kann, muss es von allen Bundesstaaten ratifiziert werden, was derzeit allerdings nur von etwa 45 gemacht wurde. Der Rest weigert sich hartnäckig. Es gibt also im wahrsten Sinn des Wortes keine gleichen Rechte für Frauen in der US-Verfassung. Wichtige Themen sind außerdem die Lohnunterschiede für Frauen und Männer, sexuelle Gewalt und die Rechte von Homo- und Transsexuellen.

dieStandard.at: Das sind aber Forderungen, die sicher auch 'ältere Feministinnen' teilen.

Friedman: Ja, genau. Aber ich denke der Zugang ist anders. Ich würde gern von digitalen Feministinnen sprechen, weil es ja auch ältere Feministinnen gibt, die online aktiv sind. Der popkulturelle Zugang und die Auseinandersetzung mit der Darstellung von Frauen in den Medien ist vielleicht bei den digitalen Feministinnen dominanter.

dieStandard.at: Wie wichtig ist es für sie als digitale Feministin, im Internet unter ihrer eigenen Identität sichtbar zu sein? Gerade im Internet bieten sich ja auch politische Formen an, die mit Anonymität und Verschleierung arbeiten, siehe etwa die Gruppe Anonymous.

Friedman: Also vorweg, Anonymous hat sich ja nicht aus politischen Motiven gegründet. Sie waren eine Truppe von Witzbolden und einige von ihnen sind auch ziemlich sexistisch. Erst später kamen diese konzertierten Einsätze (etwa gegen Scientology oder später gegen Master Card) hinzu. Man kann von ihnen auch nicht als Einheit sprechen, das ist alles sehr schwierig.

Mir geht es in meiner Arbeit um sexuelle Freiheit und den Kampf gegen sexuelle Gewalt. Und ein großer Teil davon ist es dabei, Scham abzuweisen. Die Idee zurückzuweisen, wir müssen zu diesen Dingen schweigen.
Es ist Teil meiner politischen Strategie, über persönliche Dinge im Netz zu sprechen, auch über meine persönliche Geschichte von sexueller Gewalt. Mir ist das weniger ein persönliches Bedürfnis, denn es hat ja ganz offensichtlich auch eine Menge negativer Konsequenzen, sondern ich möchte ein positives Beispiel sein, wie man diese Scham über die eigenen Erlebnisse zurückweisen kann. Ich denke, je mehr Frauen offen über ihre Erfahrungen sprechen, desto schwieriger wird es, uns zu bestrafen.

dieStandard.at: In ihrem Buch 'Yes means Yes' geht es darum, dass die stärkere Wertschätzung weiblicher Sexualität in einer Kultur dazu führt, Frauen anders zu sehen und Vergewaltigung zu beenden. Wie kann frau sich das vorstellen?

Friedman: Ich behaupte, dass nicht über das Ende von Vergewaltigung gesprochen werden kann, ohne zu berücksichtigen, dass die Kultur, in der wir leben, kranke Haltungen gegenüber weiblicher Sexualität einnimmt. Zum Beispiel die Vorstellung, dass wir entweder Jungfrauen oder Huren sein müssen - solche Vorstellungen führen dazu, dass eine Frau, die vergewaltigt wird, sich selbst die Schuld dafür geben soll. 

Wir versuchen die Idee zu verbreiten, dass die 'enthusiastische Zustimmung' Teil einer jeden sexuellen Handlung sein soll. Das heißt, dass jede/r PartnerIn einer sexuellen Beziehung die Verantwortung hat, darauf zu achten, dass das Gegenüber zustimmt und offensichtlich glücklich darüber ist, was gerade passiert. Und wenn man es nicht weiß, muss man fragen und mit dem Partner in Kommunikation bleiben. Unsere Kultur muss lernen, Sexualität anders zu sehen, sodass wir Vergewaltigung nicht mehr entschuldigen.

Es gilt zu verstehen, dass 85 Prozent der sexuellen Übergriffe zwischen Menschen passiert, die sich kennen. Kulturell nehmen wir an, dass es sich dabei um Missverständnisse gehandelt hat. Enthusiastische Zustimmung verhindert diese Entschuldigung. Statt das Opfer zu fragen, hast du dich laut genug gewehrt, fragen wir dann: hat der Täter ihre Einwilligung geholt? Damit wird die Verantwortung umgedreht und die Beweisschuld liegt dann beim Vergewaltiger.

dieStandard.at: Sprechen sie dann also hauptsächlich Männer an?

Friedman: Nein, Frauen tun Frauen das doch auch an. Viele Frauen beschuldigen andere Frauen, an ihren Erfahrungen selbst schuld zu sein, weil sie in dem Glauben leben wollen, dass ihnen das selbst nie passieren könnte. Einem netten Mädchen, das die Regeln akzeptiert, passiert das nicht, so in etwa. Natürlich stimmt das nicht, aber viele Frauen übernehmen diese Mythen, und betreiben dann Opferbeschuldigung.

dieStandard.at: Wie bringen Sie ihre Message unter die Leute?

Friedman: Ich halte viele Vorträge auf Hochschulen und dabei reden wir übers Feiern und Alkohol und wie man Spaß haben kann. Dem Slogan 'No means no' stimme ich zwar voll inhaltlich zu, aber ich denke, dass eine Anti-Vergewaltigungshaltung nicht automatisch mit einer Enthaltsamkeitsverpflichtung einhergehen muss. Uns ist wichtig zu sagen: Du hast das Recht Spaß zu haben, auf Parties zu gehen, zu flirten, sexuell zu sein. Und, du hast das Recht, an jedem Punkt Stopp zu sagen. Dann erklären wir ihnen, wie sie miteinander in Kommunikation bleiben können, damit dieser Spaß sicher bleibt. Wir integrieren also den sex-positive-Ansatz in unser pädagogisches Konzept, wenn Sie so wollen.

dieStandard.at: Die Assange-Affäre hat viele Feministinnen wütend gemacht, weil seine (meist linken) SympathisantInnen die Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn verharmlosten bzw. abstritten. Überraschenderweise hat auch Naomi Wolf (Autorin des feministischen Klassikers "Der Schönheitsmythos") sich für ihn eingesetzt. Sie hatten deshalb eine vielbeachtete TV-Konfrontation mit ihr. Wie beurteilen Sie die Diskussion heute?

Friedman: Ich denke, dass es diese Anstrengung und Aufregung definitiv wert war. Ich habe damit viele Leute erreicht und wurde schlussendlich sogar von BBC eingeladen, um über das Thema zu sprechen. Es war mir aber auch wichtig für die Überlebenden von sexueller Gewalt zu sprechen. Bei der Assange-Diskussion ist mir zwar viel Hass entgegen geschlagen, gleichzeitig bekam ich aber auch viel positives Feedback: viele Frauen waren sehr dankbar, dass ich sie vertreten habe.

Ich habe diese riesen Kontroverse eigentlich nicht erwartet und war erschüttert von den Argumenten der Gegenseite. Wolf hat tatsächlich behauptet, dass es sich bei den Vorwürfen der Anklage nicht um sexuelle Gewalt handeln würde (z.B. Sex im Schlaf). Das von jemandem zu hören, die sich eigentlich Feministin nennt, war schon ein starkes Stück.(Die Fragen stellte Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 18.4.2011)

Links:

www.jaclynfriedman.com (auf der Website befinden sich auch die Video-Files zur TV-Konfrontation Wolf-Friedman und Friedmans BBC-Interview)

Friedman auf Twitter folgen: @jaclynf

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 105
1 2 3
Nennt mich Loretta
 
14
27.4.2011, 12:00
"In ihrem Buch "Yes means Yes" fordert die Autorin Jaclyn Friedman eine neue sexuelle Kultur ein, die es sexueller Gewalt schwer macht, weil die Regeln dafür allen bewusst sind."

Liebe Tschaklin!

Ist Dir so fad, dass Du meinst das Rad neu erfinden zu müssen? Diese "Regeln", die jedem bewusst sind, existieren bereits. Man nennt sie GESETZE.

..aber tolle Ansatz: Wenn sich jeder an die Gesetze hält, gibt es keine Vergewaltigungen mehr.

Und darüber kann man ein ganzes Buch schreiben?

4simo
11
27.4.2011, 16:31
warum nicht?

Sie haben auch die Buchstaben des Artikels gelesen, ohne dessen Inhalt zu begreiffen.

Erimet
34
21.4.2011, 02:16
Hauptsache...

...die Männer sind (als Kollektiv) an allem schuld. Das ist ja auch das Wichtigste...

Mynnia
01
24.4.2011, 22:32

Hm, beim falschen Artikel kommentiert?

4simo
12
21.4.2011, 09:25
wo meinen Sie das gelesen zu haben?

Mac Smith
11
27.4.2011, 10:09
Ergibt sich aus dem Zusammenhang

Die "yes means yes"-Bewegung geht davon aus, daß Frauen sich passiv verhalten und dem zustimmen, oder es eben ablehnen, was Männer mit ihnen anstellen (wollen).
Sexuelle Initiative von Frauenseite kommt, zumindest in der öffentlichen Diskussion zum Thema, nicht vor.
Damit unterscheidet sich das Bild der passiven Sexualität, die Frauen zugeschrieben wird, nur margial von den der Konservativen.

4simo
01
27.4.2011, 16:25
nicht zwangsweise

das thema von wem die aktivität ausgegangen ist, sehe ich hier überhaupt nicht angeschnitten.

uU ist es in dem Zusammenhang nichtd as Thema

zum andere geht es in den seltensten Fällen um Schuld, sondern um Anteil an einem Geschehen, und schließt daher immer auch eigenverantwortung mit ein, unabhängig vom ja oder nein.

fritz1004
06
20.4.2011, 20:56

Aber klar ist Kommunikation der Schlüssel. Aber klar ist es mein Teil an Verantwortung, wenn ich mit (oder von) jemand anderer/m was will, mich um meine Gewissheit über dessen/deren Einverständnis zu kümmern (Für mich persönlich bei Sex sowieso eine Bedingung dafür, daß es überhaupt lustvoll sein kann). Soweit vollste Zustimmung.
"die Beweisschuld liegt dann beim Vergewaltiger" geht aber nicht. Der Satz selber enthält die (Vor-) verurteilung!
Wäre das denkbar?: "Die Beweisschuld liegt beim Dieb"
Nein, eine Anschuldigung, Anzeige im Strafrecht soll (ohne Ausnahme) eine Anklageerhebeung mit Beweislast beim Kläger zur Folge haben. Schwierigkeiten in der Beweisführung können nie ein Grund zur Umkehr dieses Grundsatzes werden!

Mynnia
01
24.4.2011, 22:34

Ich glaub, da gehts mehr um eine Geisteshaltung als um eine juristische Umsetzung.

fritz1004
11
29.4.2011, 14:02

Als Geisteshaltung, als Grundlage eigenen Verhaltens - in der Verantwortung mir selbst gegenüber - überhaupt kein Problem damit!

4simo
01
20.4.2011, 21:17
im fall des diebes gibt es aber objektivierbare beweise. bei einer vergewaltigung gibt es immer aussage gegen aussage. eigent. ist es die frage der (körperl.) übelegenheit einer seite. wenn Sie einen boxer als nachbar haben, der Ihnen liebevoll die

schulter klopft, und es lustig findet, wie empflich Sie doch sind, wird ein verfahren nicht unbedingt vom Erleben des boxers ausgehen, der das mit allen seinen freunden auch so macht. Sondern Ihr empfinden, der Sie kein boxer sind, wird bestimmen, ab wann es ein körperlicher übergiff ist.
bei sexuellen Übergriffen wird aber frau hinterfragt, ob sie sich eh gewehrt hat, laut genug gewehrt hat, aber nicht zu laut, um eine ermordung zu begünstigen. damit wird der mann eigentl aus der verantwortung genommen. was ist wenn die frau glaubhaft vermittelt, der mann aber darauf besteht, dass er halt nix mitbekommen hat? in dubio pro reo. aber die frage, ob er ihr nein überhaupt sehen wollte, sollte den mann schon gestellt werden, oder nicht?

fritz1004
02
20.4.2011, 22:13

"aber die frage, ob er ihr nein überhaupt sehen wollte, sollte dem mann schon gestellt werden, oder nicht?"

Selbstverständlich!

Strafrechtl. ist es m.M. eine Verg., wenn das Nein deutlich wahrnehmbar war, und gewaltsam übergangen wurde.

Gesunde Zwischenmenschlichkeit ist m.M. wenn der Mann um den Willen der Frau weiss, ihrerseits mit ihm sexuell sein zu wollen, und sich seinerseits auch aktiv dieses Wissens versichert, auch währenddessen. (Das muß ja nicht verbal durch dauerndes Nachfragen erfolgen).

Dazwischen gibt es halt auch noch einen Bereich, wo entweder Unklarheiten in Kauf genommen werden, was m.M. nach unreifes Verhalten ist, oder auch tatsächlich Mißverständnisse möglich sind. Das ist aber noch keine strafb. Vergew..

4simo
00
20.4.2011, 22:24
strafrechtlich ist es heikel, aber es diskutieren

sollte möglich sein
wesentlicher ist aber die auseinandersetzung auch der gesellschaftlichen gegebenheiten, die diese missverständnisse begünstigen.
und das sollte glaub ich dazu führen, dass der mythos von *der mann kann nicht stoppen* *einmal ja heisst bis ans ende ja* *sie mus snicht nur nein sagen, ich muss es auch hören wollen* *wenn sie nein sagt, meint sie eh ja* widerlegt werden. was wiederum die anzahl der unbeabsichtigten missevrständnisse zu minimieren und daher leid auf beiden seiten verhindern kann.

fritz1004
02
21.4.2011, 16:18

Das alles sollte diskutiert werden können!
Kann es ja auch -
und sollte es auch!

Mythen z.B., wie "wenn sie nein sagt, meint sie eh ja"
Die existieren nicht nur in Männerköpfen, auch in Frauenköpfen. Z.B. (nicht ausschließlich aufs sexuelle bezogen) im Wunsch einen "Liebesbeweis" oder "Beweis" echten Interesses zu erhalten, in dem Mann trotz Abgewiesenwerden "hartnäckig" bleibt.
Auch bei Männern tut (meiner bescheidenen Meinung nach) Bewußtseinbildung not, sich auf solche schrägen Spielchen gleich nicht einzulassen.
Ist aber nur ein Beispiel....

4simo
00
21.4.2011, 21:37
da kann ich ihnen wiederum nur beipflichten

seh ich genauso.
es sind beide seiten, die in einer situation was zu lernen haben, und ich würde auf keinen fall die frauen aus diesem lernprozess herausnehmen wollen.

fritz1004
00
22.4.2011, 15:22

Da kann ich ebenso nur zustimmen.
Wenn jeder seinen Teil der Verantwortung dfür, wie etwas läuft, und wenns schiefgeht, gegebenenfalls auch Schuld, trägt...
Frohe Ostern!

Gobi Todic
01
20.4.2011, 17:32
LSE LD

Ganz einfach nicht vermehren - Danke!

LadyDoolittle
12
20.4.2011, 17:03
dass es sich bei den Vorwürfen der Anklage nicht um sexuelle Gewalt handeln würde (z.B. Sex im Schlaf)

Jetzt weiss ich, dass ich nicht richtig ticke. Danke!

Vielleicht bin ich die einzige Frau, die dem Zeigen von Begehren positiv gegenübersteht.

Vielleicht verbringen die Paare die Nacht in zwei Betten (zum Schlafen). Oder sie liegen im Queensbed jeder am äußerstem Ende.

Ich hingegen liebe es mit meinem Partner im Hautkontakt zu schlafen. Da kann es schon vorkommen, dass die Nähe im RAM-Schlaf Begehren beim Mann weckt (wo doch Männer IMMER an Sex denken). Habe ich keine Lust, so kommt schon einmal ein "ich bin müde". Manchmal bin ich dann dich nicht zu müde.

Aber wenn mich mein Partner mitten in der Nacht aufweckt und mich fragt: "Willst Du Sex haben", knall ich ihm eine.

Mynnia
01
24.4.2011, 22:36

"wo doch Männer IMMER an Sex denken"

....achso...><((((º>

Mynnia
00
24.4.2011, 22:35

Hier gehts nicht um langjährige Partner.

4simo
12
20.4.2011, 19:55
Sie verallgemeinern

- Auch wenn man dem Zeigen von Begehren positiv gegenübersteht, muss man nicht über einen Beischlaf im Schlaf erfreut gegenüber stehen.
- Es ist ein Unterschied, ob das Verhalten während einer beziehung passiert, oder bei einem ONS. Bei letzterem kann man weit weniger davon ausgehen, zu wissen, was der sexpartenr/die sexpartnerin will. Nachfragen hilft.
Und in dem Fall geht es ja um einen Zustand, der das *ich bin müde/will nicht* gar nicht möglich ist.
Im Fall A. scheint der Vorwurf zu sein *im Schlaf - ohne zu Fragen, ohne Kondom - gegen ihren Willen*
Warum ist es eigentlich so uninteressant, was die Frau, mit der man zu gange ist wirklich will?

totp2 original
16
20.4.2011, 08:19
Vielleicht sollte sie

nochmal mit Naomi Wolf reden.
Die hat ihren polemischen Artikel nämlich korrigiert, nachdem die Vorwürfe präzisiert wurden.
IM Kern hat sie aber nach wie vor 100% recht: kein anderer noch so grauenhafter gewalttätiger sexualverbrecher wurde von den vereinten Geheimdiensten dieser Welt auch nur annähernd so verfolgt wie einer, der zufällig grad allen diesen Geheimdiensten und ihren Herren auf die Zehen getreten ist. _Das_ war Wolfs fundamentaler Punkt. Und dass damit Millionen von Opfern weltweit verarscht werden.
Der sehr gute Artikel zum Nachlesen:
http://www.huffingtonpost.com/naomi-wol... 95899.html

Mac Smith
10
27.4.2011, 10:13
Naomi Wolf ist verbrannt in feministischen Kreisen.

Das geht schnell, ein falsches Wort, und frau ist da weg vom Fenster.
Die Welle des Hasses, die ihr in einschlägigen Femi-Foren entgegenschlägt, ist eindeutig.
Einseitigkeit ist Trumpf, jede Bemühung, gewisse Themen ohne Scheuklappen zu sehen oder gar zu analysieren, gilt als "Verbündung mit dem (patriarchischen) Feind", und ist tabu.

Lilith Boessse
 
02
18.4.2011, 23:50
"yes means yes"

gefällt mir deshalb, weil es in gewissem sinne "aktiv" ist und irgendwie auch die frau in die verantwortung nimmt.

trotzdem muss selbstverständlich auch ein "no" immer noch gelten!

leider gibt es halt viel zu häufig gewalt von männern an frauen, da ist so was von keine rede "ich will nicht!" - und darüber wird man ja wohl hoffentlich reden dürfen (das geht an die mühsamen ewig nörgelnden feministinnen-basher weiter unten)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 105
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.