Kindergeld

96,5 Prozent der BezieherInnen sind Frauen

18. April 2011, 14:36

Erwünschter Anstieg des Väteranteils lässt auf sich warten - Bei Langzeitvariante nur 1,1 Prozent Männer

Wien - Rund 3,5 Prozent der KindergeldbezieherInnen sind Männer, geht aus der aktuellen Wochenstatistik des Familienministeriums hervor. Die höchste Väterbeteiligung gibt es demnach bei den beiden jüngsten Kurzvarianten. Geschwächt wird der Gesamtdurchschnitt von der längsten Kindergeldvariante, die einen Männeranteil von 1,1 Prozent aufweist.

Das längste Modell, 30+6 Monate (436 Euro/Monat, jeweils bei Beteiligung beider PartnerInnen), wurde von rund 45.430 Personen bezogen, das ist etwas mehr als die Hälfte aller KindergeldbezieherInnen. Nur 1,1 Prozent davon waren allerdings Männer. Bei der Variante 20+4 (624 Euro) lag die Väterbeteiligung bei 2,3 Prozent. Rund 6,4 Prozent Männeranteil wies das Modell 15+3 (800 Euro) auf.

Die meisten Männer finden sich in den beiden Kurzvarianten. Von den rund 11.330 BezieherInnen des einkommensabhängigen Kindergelds (maximal 12+2 Monate, 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, höchstens 2.000 Euro) waren 10 Prozent Männer. Noch höher war die Väterbeteiligung bei der Kurzvariante 12+2 (1.000 Euro), nämlich 13,6 Prozent. Dieses Modell bezogen im Erhebungszeitraum allerdings nur 4.440 Personen (5 Prozent).

Schwache "Momentaufnahme"

Die Kurzvariante 12+2 und das einkommensabhängige Kindergeld waren mit Jahresbeginn 2010 eingeführt worden. Als Ziel wurde vom Familienministerium eine mittelfristige Väterbeteiligung von 20 Prozent in diesen beiden Varianten genannt. Es wird betont, dass es sich bei den aktuellen Zahlen um eine "Momentaufnahme" und keine Gesamtstatistik handle. Angekündigt worden war, dass es nach dem ersten Durchlauf, also nach 14 Monaten, eine Gesamtstatistik geben wird. Die aktuellen Zahlen zeigten jedenfalls, "dass die beiden Kurzvarianten im Hinblick auf das angepeilte Ziel - die Erhöhung der Väterbeteiligung - greifen", hieß es vom Ministerium. (APA)

 

bluebeard's 8th wife.
10
20.4.2011, 10:29
die österreichischen geschelchterpolitik ist gescheitert.

die *wahlfreiheit* ist ein teurer mythos, und noch dazu einer, der lebenschancen von frauen betoniert.

es wäre höchste zeit, über was anderes nachzudenken - aber da müssten erst mal die strukturkonservativen kräfte in den gewerkschaften und kammern über ihre eigenen schatten zu springen beginnen.

K. K. Lacke
00
20.4.2011, 12:59
d.h. sie wollen gezwungen werden neben ihrer Doppel- und Dreifachbelastung jeden Tag 8h im Job zu arbeiten?

und wenn wir schon beim Ende der Wahrlfreiheit sind:

habens schon die vorgeschriebenen 2 Kinder für den totalitären Staat geboren?

mir kanns egal sein wenn sie lieber Zwang als Freiheit erleben... betrifft eh nur "die anderen"

K. K. Lacke
11
18.4.2011, 15:41
böse Väter

einerseits verdienen sie mehr als ihre Frauen (weshalb sie nicht gerne aufs volle Gehalt verzichten)

und dann wollen sie auch noch nach der Karenz wieder arbeiten gehen und nicht die Langzeitmodelle in Anspruch nehmen

sowas aber auch

warum wurden eigentlich nicht alle Bezieherinnen befragt wieviele von ihnen auf ausdrücklichen persönlichen Wunsch die Karenz übernommen haben?

warum wird nicht ermittelt wer von den vielen Müttern die da gezählt werden überhaupt einen Job hat?

und was genau bringt die Redakteusen den Text der APA-Meldung derart umzuschreiben OHNE auf die Quellen und die Bearbeitung hinzuweisen?

3,5% ist ok...

ist ja nicht so als ob man(n) es sich aussuchen könnte... nicht wenige Mütter bestehen auf "ihre" Karenz

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.