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Am Beispiel von Brustkrebs haben ForscherInnen am Klinischen Institut für Pathologie an der MedUni Wien herausgefunden, wie die Tumorzellen ein Loch in die Wand von Lymphgefäßen bohren um in die Lymphknoten in der Achselhöhle zu gelangen. Gleichzeitig entdeckten die ForscherInnen eine Möglichkeit diesen Mechanismus zu verhindern, berichten Dontscho Kerjaschki und Kollegen in einer Studie im "Journal of Clinical Investigation".
Bei Untersuchungen an Mäusen fand das Forscherteam zunächst heraus, dass die Tumorzellen mit Hilfe des Enzyms Lipoxygenase ein bioaktives Abbauprodukt der Arachidonsäure bilden. Diese Verbindung sorgt dafür, dass die für die Lymphgefäßbildung zuständigen Endothelzellen sich an der Kontaktstelle mit den Tumorzellen zurückzuziehen. Als Folge entsteht eine Öffnung in der Gefäßwand.
Den ForscherInnen gelang es, das Eindringen der Tumorzellen in die Lymphgefäße zu verhindern. Dazu unterdrückten sie genetisch jenen enzymatischer Prozess, der den Tumorzellen das Eindringen ermöglicht. Außerdem verhindere ein Wirkstoff der chinesischen Heilpflanze Scutellaria baicalensis die Entstehung des Botenstoffes der Tumorzellen. (APA, red, DER STANDARD, Printausgabe 27.4.2011)
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