Uni Wien

Feministischer Aktionismus im Arkadenhof

9. Mai 2011, 11:00
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    Für die systematische sexistische Diskriminierung in der Wissenschaft gibt es sogar einen Namen: Der Matilda Effekt thematisiert die ungleiche Verteilung wissenschaftlicher Anerkennung aufgrund von Geschlecht.

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    GRAS-Spitzenkandidatin Wulz in Aktion. Die GRAS fordert mehr Frauenförderung während des Studiums, die Umsetzung der Quoten in allen Unigremien und Feminismus als Querschnittsmaterie in allen Studien.

Motto "Un(i)-Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft": GRAS ergänzt Männer-Kabinett um Frauenbüste - Schwerpunktwoche Feminismus gestartet

Wien - Die GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen) hat am Montag mit einer Frauenbüste ein Zeichen für die Forderung nach Gleichberechtigung an den Universitäten gesetzt. Das Motto: "Un(i)-Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft".

Im Arkadenhof der Universität Wien sind 153 Büsten und Tafeln in Gedenken an männliche Wissenschaftler aufgestellt - doch nur eine Gedenktafel einer Frau. Das haben die GRAS-Aktivistinnen im Rahmen ihrer Schwerpunktwoche "Fancy Fem Week" geändert und die Gedenkstätte mit einer Frauenbüste ergänzt. "Oft ernteten und ernten Männer die Lorbeeren für wissenschaftliche Arbeit von Frauen. Wir fordern, dass wissenschaftliche Arbeit, egal von wem, anerkannt wird", erklärten Janine Wulz und Maria Clar, die Spitzenkandidatinnen der GRAS.

Hinter der Büste wurde ein Transparent voller Namen "unsichtbar gemachter" Wissenschaftlerinnen aufgehangen.

Schwerpunktwoche

Eine Woche lang organisiert die GRAS Veranstaltungen zu ihrem Wahlkampfschwerpunkt Feminismus: mit Podiumsdiskussion (Dienstag), Filmvorführung ("But I am a Cheerleader", Mittwoch) und Workshop
Präsentation ("Do It Yourself Sextoys", Freitag). Außerdem wird die "Sex-Broschüre im Web 2.0" präsentiert.

Umsetzung von Quoten gefordert

Während es noch etwas mehr Studienanfängerinnen als Studienanfänger gibt, sind unter ProfessorInnen nur 17 Prozent Frauen. Vier der 21 RektorInnen sind weiblich. "Für uns ist klar, dass Frauen von vielen Benachteiligungen betroffen sind. Es braucht mehr Frauenförderung während des Studiums sowie eine reale Umsetzung von Quotenregelungen in alle Universitätsgremien", so die GRAS. (red)

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11 Postings
Mirabeau
01
10.5.2011, 00:01

"Die GRAS fordert ... Feminismus als Querschnittsmaterie in allen Studien."

Ich versuche gerade, mir feministische Meteorologie vorzustellen.

fumare humanum est
00
12.5.2011, 12:24

die kummer in birkenstock und strickpullover.

Cynicism
00
12.5.2011, 00:02

... auch bei der feministischen Archäologie stehe ich gerade vor einigen Fragezeichen.

Cynicism
03

Die armen Büsten müssen wieder die Launen der gelangweilten Dauerstudentinnen ausbaden. :( Die (Objekte, Anm.) können einem ja richtig Leid tun.

oona-seriele
00

ich nehm mal an, dein name ist programm? wie kann man sich so darüber aufregen, wenn schlicht darauf hingewiesen wird, dass von 154 gedenksymbolen an der universität wien nur eines einer frau gewidme ist?

Ein Mann
02

"Oft ernteten und ernten Männer die Lorbeeren für wissenschaftliche Arbeit von Frauen"

Schöne populistische Aussage - gibt es dazu auch irgendetwas an Substanz?

Übrigens: Auch viele Männer wurden von anderen ihrer Lorbeeren bestohlen. So läuft leider ein großer Teil des Wissenschaftsbetriebs. Aber wenn man nur die halbe Wahrheit sagt, klingt es natürlich krasser.

Wieder mal gekonnt selbst disqualifiziert, Gratulation!

Drughi
04

bevor hier wieder populistisch vorgegangen wird sollte man sich überlegen ob in der generation der jetzt lehrenden nicht zufällig mehr männer als frauen studiert haben. sollte das verhältnis bleiben sollte man es hinterfragen aber man kann posten nun mal nur mit vorhandenen professoren und nicht nach anzahl der aktuellen studenten besetzen...

Christian Mathias Sand
 
00
Da braucht man nicht überlegen, da kann man nachschauen:

Seit 1975/76 sind mehr als ein Drittel der ordentlichen Studierenden Frauen, seit 1981/82 mehr als die 40%-Quote, seit 1999/00 mehr als die Hälfte. (Quelle: Statistik Austria Hochschulstatistik)

Drughi
00

und sieht man dort auch was studiert wurde ?

Jenny W1
50
matilda effekt

find ich spannend. jetzt wissen wir wie wir das nennen können, wenn das nächste mal wieder ein typ rektor wird, obwohls eine frau werden könnte!

solamente_per_pensare
41
tolle aktion!

und viel Erfolg bei der Wahl!

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