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Wien - Die oft diskutierte und von StudentInnen gefürchtete "Generation Praktikum" gibt es nicht, die Lohnschere zwischen Frauen und Männern dagegen sehr wohl: Zu diesem Schluss kommt zumindest das Internationale Zentrum für Hochschulforschung Kassel (INCHER) in einer vom Wissenschaftsministerium in Auftrag gegebenen und am Montag in Wien präsentierten Studie.
In der laut Studienautor Harald Schomburg "bisher umfangreichsten Absolventenbefragung Österreichs" wurden mehr als 23.000 AbsolventInnen aus den Abschlussjahrgängen 2003/04 bis 2007/08 online befragt. 46 Prozent gaben dabei an, direkt nach dem Abschluss ins Berufsleben eingestiegen zu sein - nach einer "Übergangszeit" von sechs Monaten sind es bereits 80 Prozent Erwerbstätige. Zum Zeitpunkt der Befragung waren 68 Prozent der AbsolventInnen regulär erwerbstätig, während zwölf Prozent den Beruf mit einem weiteren Studium verbinden und nur drei Prozent auf Jobsuche waren.
"'Generation Praktikum' ein Mythos"
Dass die überwiegende Mehrheit (75 Prozent) der AbsolventInnen bei der ersten Beschäftigung nach dem Studienabschluss bereits Vollzeit beschäftigt ist und die unbefristete Tätigkeit dominiert (61 Prozent), zeige "eindeutig: die vielzitierte 'Generation Praktikum' bleibt ein Mythos", so Johannes Kopf, Vorstand des Arbeitsmarktservice (AMS).
Lohnschere klafft von Anfang an
Ein besorgniserregenderes Bild zeichnet dagegen die Einkommenssituation. So verdienen Absolventinnen bereits in der ersten Beschäftigung ca. 500 Euro bzw. rund 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Für Schomburg "kein österreichisches Phänomen", wobei die Einkommensunterschiede zwischen Akademikern und Akademikerinnen in Österreich und Deutschland unabhängig von der Studienwahl größer seien als in anderen Ländern. Nach fünf Jahren verdienen Männer laut Studie durchschnittlich 3.720 Euro brutto monatlich - Frauen nur 2.910 Euro. (APA)
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