meritus zeichnet Unternehmen wieder für Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Homosexuellen am Arbeitsplatz aus
Wien - Am Mittwoch beginnt die Einreichfrist für den "meritus Unternehmenspreis". Der Preis wird - nach 2009 - heuer zum zweiten Mal von Queer Business Women (QBW) und austrian gay professionals (agpro) ausgeschrieben und richtet sich an Firmen, die die Diversity-Dimension "sexuelle Orientierung" beispielhaft vorleben.
"Hinter meritus steht die Vision, dass in Österreich in absehbarer Zukunft Lesben, Schwule und Transgenderpersonen ohne Angst vor Diskriminierung arbeiten können. Wir wollen damit Vorbilder präsentieren und weitere Organisationen ermutigen, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen", erklärt Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women.
Markus Knopp, den Präsidenten der agpro, hält fest, dass Unternehmen, die sich zur Vielfalt der Lebensformen bekennen, davon profitieren: "Diese
Unternehmen treffen bessere Entscheidungen und sprechen breite
Kundengruppen an. Lesben und Schwule sind eine Bereicherung für das
Wirtschaftsleben."
Worauf müssen interessierte Unternehmen achten?
Bewerben können sich Unternehmen, die sich zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Wirtschaftsleben bekennen. Die Förderung von gesellschaftlicher Akzeptanz am Arbeitsplatz und die gezielte Ansprache von Kundenzielgruppen sind dabei wichtige Kriterien. Die Maßnahmen im Diversity Management der BewerberInnen sollen darauf ausgerichtet sein, dass Schwule und Lesben am Arbeitsplatz als Bereicherung wahrgenommen werden - sowohl aus Sicht aller ArbeitnehmerInnen als auch aus Sicht des Unternehmens als Ganzes. Beispiele sind die Berücksichtigung der sexuellen Orientierung im Firmenleitbild, freiwillige Sozialleistungen für die PartnerInnen, die Personalentwicklung oder ein vorbildlicher Umgang mit Diskriminierung.
Kategorien und Einreichung
2011 kommen bei der Auslobung erstmals zwei verschiedene Kriterienkataloge zur Anwendung: Eine Kategorie bezieht sich auf kleine und mittlere Unternehmen (bis 250 MitarbeiterInnen), die zweite richtet sich an Großunternehmen (ab 251 MitarbeiterInnen).
Den Ehrenschutz für die Auszeichnung hat Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, übernommen. In der Jury finden sich neben Roswitha Hofmann (Queer Business Women) und Norbert Pauser (austria gay professionals) namhafte VertreterInnen aus Regierung und Wirtschaft.
Die letzten Preisträger-Unternehmen 2009 waren der IT-Konzern IBM und das Schulungs- und Beratungsunternehmen equalizent. Sie gingen ex aequo mit der höchsten Punktzahl als SiegerInnen hervor. Die
Bekanntgabe der PreisträgerInnen 2011 erfolgt im Rahmen einer festlichen
Gala am 20. Oktober. (red)
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Informationen zum
Einreichprozedere unter meritus
Einreichungen sind bis 15. September möglich.