Arbeit ohne Angst vor Diskriminierung

31. Mai 2011, 11:48

meritus zeichnet Unternehmen wieder für Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Homosexuellen am Arbeitsplatz aus

Wien - Am Mittwoch beginnt die Einreichfrist für den "meritus Unternehmenspreis". Der Preis wird - nach 2009 - heuer zum zweiten Mal von Queer Business Women (QBW) und austrian gay professionals (agpro) ausgeschrieben und richtet sich an Firmen, die die Diversity-Dimension "sexuelle Orientierung" beispielhaft vorleben.

"Hinter meritus steht die Vision, dass in Österreich in absehbarer Zukunft Lesben, Schwule und Transgenderpersonen ohne Angst vor Diskriminierung arbeiten können. Wir wollen damit Vorbilder präsentieren und weitere Organisationen ermutigen, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen", erklärt Eva Götz, Präsidentin der Queer Business Women. 

Markus Knopp, den Präsidenten der agpro, hält fest, dass Unternehmen, die sich zur Vielfalt der Lebensformen bekennen, davon profitieren: "Diese Unternehmen treffen bessere Entscheidungen und sprechen breite Kundengruppen an. Lesben und Schwule sind eine Bereicherung für das Wirtschaftsleben."

Worauf müssen interessierte Unternehmen achten?

Bewerben können sich Unternehmen, die sich zur Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Wirtschaftsleben bekennen. Die Förderung von gesellschaftlicher Akzeptanz am Arbeitsplatz und die gezielte Ansprache von Kundenzielgruppen sind dabei wichtige Kriterien. Die Maßnahmen im Diversity Management der BewerberInnen sollen darauf ausgerichtet sein, dass Schwule und Lesben am Arbeitsplatz als Bereicherung wahrgenommen werden - sowohl aus Sicht aller ArbeitnehmerInnen als auch aus Sicht des Unternehmens als Ganzes. Beispiele sind die Berücksichtigung der sexuellen Orientierung im Firmenleitbild, freiwillige Sozialleistungen für die PartnerInnen, die Personalentwicklung oder ein vorbildlicher Umgang mit Diskriminierung.

Kategorien und Einreichung

2011 kommen bei der Auslobung erstmals zwei verschiedene Kriterienkataloge zur Anwendung: Eine Kategorie bezieht sich auf kleine und mittlere Unternehmen (bis 250 MitarbeiterInnen), die zweite richtet sich an Großunternehmen (ab 251 MitarbeiterInnen).

Den Ehrenschutz für die Auszeichnung hat Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, übernommen. In der Jury finden sich neben Roswitha Hofmann (Queer Business Women) und Norbert Pauser (austria gay professionals) namhafte VertreterInnen aus Regierung und Wirtschaft.

Die letzten Preisträger-Unternehmen 2009 waren der IT-Konzern IBM und das Schulungs- und Beratungsunternehmen equalizent. Sie gingen ex aequo mit der höchsten Punktzahl als SiegerInnen hervor. Die Bekanntgabe der PreisträgerInnen 2011 erfolgt im Rahmen einer festlichen Gala am 20. Oktober. (red)


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Informationen zum Einreichprozedere unter meritus

Einreichungen sind bis 15. September möglich.

R.M. S.
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"...sollen darauf ausgerichtet sein, dass Schwule und Lesben am Arbeitsplatz als Bereicherung wahrgenommen werden."

Kann mir bitte jemand erklären inwiefern die Sexuelle Neigung/Präferenz meiner Kollegen und Kolleginnen mein Arbeitsumfeld bereichern soll?

Bin ich wirklich der einzige in dessen Abteilung das Sexualleben der Kollegen nicht einmal erwähnt wird?

luscious
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wieder mal: es geht nicht ums Schlafzimmer

Bedarf es wirklich einer Erklärung dass es eine Berreicherung ist, dass nicht alle Menschen vollkommen gleich sind?
Was man ihnen offenbar jedoch erklären sollte ist dass es hier nicht um die Offenlegung des Sexuallebens geht.
Leben sie in einer Partnerschaft, R.M.S.? Wenn ja, erwähnen sie nichts davon in ihrem Arbeitsumfeld? Kein Smalltalk a la "ich war gestern mit meiner Frau/Freundin essen?" Hmm.. vielleicht arbeiten Sie wirklich in einer komischen Abteilung.

R.M. S.
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Ja, ich lebe in einer Partnerschaft und wir machen auch small-talk - aber inwiefern wird mein Arbeitsumfeld bereichert wenn jemand sagt ich lebe in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung?

Ich habe mit hetero- und homo-sexuellen Personen zusammengearbeitet, habe bis jetzt noch keine unterschiede feststellen können. Deswegen die Frage inwiefern die neigung der Kollegen das Arbeitsumfeld bereichern soll.

luscious
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Verschiedene Hintergründe (Geschlecht, Herkunft Stadt/Land/Inland/Ausland, Alter, Sexuelle Identität etc.) bringen verschiedene Denkmuster die zusammen ein vollkommeneres Ganzes ergeben. Dies manifestiert sich in weiter Folge in einer größeren Vielfalt der Ideen, Inputs und Sichtweisen (--> unter anderem ein wichtiges Asset eines Unternehmens).
Wenn man gerne mal einen Blick über den eigenen Tellerrad wagt dann kann man das auch als Arbeitnehmer schätzen. Ich bin froh dass ich im Beruf nicht nur mit Kopien meiner selbst zu tun habe.

R.M. S.
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Bin in einen Internationalen Umfeld aufgewachsen, habe in 4 Ländern Gelebt, und meine Projekte waren großteils internationaler Natur.
Ich kann die unterschiede zwischen den Kulturen bestätigen und die verschiedenen Arbeitsweisen, aber habe in den letzten 20 Jahren keinen unterschied in Bezug auf sexuelle Orientierung bemerkt. Aufgrund meiner Erfahrung sehe ich weder einen Vorteil noch eine Nachteil der entstanden ist aufgrund von der sexuellen Orientierung meiner Team Mitglieder.

Bez. Vielfalt and Ideen, Einwürfe, und Sichtweisen - die Erfahrungen die ich gemacht habe gehen sind die eher vom Individuum ab und nicht von seiner Herkunft habe aus allen Kulturen genug positives und negatives erlebt.

luscious
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toller Lebenslauf

Bleibt wohl bei 'ihre Erfahrungen gegen meine' :)

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