Straßburg soll Abschiebung von transsexueller Türkin stoppen

08. Juni 2011 10:57

Verein Menschenrechte hatte Berufung gegen Asylablehnung zu spät eingebracht - In Türkei droht Ehrenmord

Wien/Innsbruck - Nur noch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) könne die Abschiebung der transsexuellen Türkin Sara (Name geändert) stoppen, der in der Türkei ein Ehrenmord droht. Das sagte am Montag Rechtsvertreterin Judith Ruderstaller vom Verein Asyl in Not. Den Antrag auf einstweilige Anordnung gegen den am 15. Juni geplanten Abtransport will sie am Dienstag nach Straßburg schicken, eine Entscheidung erfolgt binnen Tagesfrist.

Saras Asylantrag war wie berichtet vom Bundesasylamt (BAA) Innsbruck abgelehnt worden. Ruderstaller wundert das: "In einem sehr ähnlichen, beim BAA Wien anhängigen Fall bekam eine Klientin heuer binnen viereinhalb Monaten den Positivbescheid." Konkret sei Dehan wie Sara in der Türkei als Sexarbeiterin tätig und dabei massiven Übergriffen ausgesetzt gewesen. Transgenderpersonen gelten laut Asylrecht in Ländern wie der Türkei als "verfolgte soziale Gruppe".

In Innsbruck war Sara, die jetzt im Polizeigefängnis Wien-Hernals sitzt, vom Verein Menschenrechte vertreten worden. Dort wurde die Berufung gegen die Asylablehnung zu spät eingebracht. "Die Klientin hatte nicht erwähnt, dass das BAA-Schreiben schon Tage am Postamt lag - die Berufungsfrist also schon länger lief", erläutert Vereinsobmann Günter Ecker. Er spricht von einer "Panne, die man hätte vermeiden müssen". Die weitere Vertretung Saras liege jedoch nicht in der Kompetenz seines Vereins. (bri/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.6.2011)

 

 

Johannes Benn
08.06.2011 12:47
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die tuerkei ist ein grosses weites land. ich kann mir nicht vorstellen dass dort nicht jeder sein eckchen findet

flary
08.06.2011 11:24
In der Türkei droht Ehrenmord

Die mögliche EU-Mitgliedschaft der Türkei darf aber dann schon auch hinterfragt werden.

Khun Khuat
08.06.2011 11:33
...darf aber dann schon auch hinterfragt werden.

Seehr zurückhaltend ausgedrückt.
Ein EU Beitritt würde all diese probleme importieren.

Nelson25
08.06.2011 11:29
die türkei ist überhaupt nicht EU reif.

Moist von Lipwig
08.06.2011 13:43
Vor allem gehört die Türkei größtenteils geographisch nicht zu Europa.

Wer sind die nächsten Beitrittskandidaten? Russland? Israel?

Johannes Benn
08.06.2011 15:55
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in einem anderen artikel wird heute schon angedeutet dass tunesien auch gerne dabei waere. bei einem beitritt der tuerkei gaeb es auch kein stichhaltiges argument mehr gegen einen solchen beitritt, im uebrigen wuerde die tuerkei als mitglied bestrebungen laender wie tunesien auch dazu zu nehmen stark unterstuetzen.
eines der aergerlichsten sache bei mitgliedskandidaten ist dass die eu grenze immer weiter in die welt hineingeschoben wird. heute muss man sich schon anhoeren es sei eine pflicht der eu laendern wie algerien und aegypten zu helfen, eben weil es nachbarn sind. mit der tuerkei waeren dann auf einmal auch syrien und der irak nachbarn

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