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Nach FIFA-Regeln sind Dressen, die wie bei den iranischen Spielerinnen auch Hals und Ohren bedecken, nicht zulässig, sodass das Match abgesagt und den Gegnerinnen drei Punkte zugeschrieben wurden. Die Iranerinnen waren am Boden zerstört.
Zürich/Teheran - Im Streit um islamische Ganzkörper-Outfits im Frauen-Fußball bleiben die Fronten zwischen dem Fußball-Weltverband (FIFA) und dem Iran verhärtet. Die iranische Frauen-Nationalmannschaft sei zu Recht wegen ihrer Kleidung vom Qualifikationsspiel für London 2012 in Jordanien ausgeschlossen worden, teilte die FIFA am Montag in Zürich mit und wies eine Beschwerde des Iran ab.
Am vergangenen Freitag hatten iranische Verantwortliche verweigert, dass die Spielerinnen ihre Kopfbedeckungen und langen Anzüge für das Spiel in Amman ablegten. Daraufhin sagten FIFA-Offizielle aus Bahrain die Partie ab und werteten sie mit 3:0 für Jordanien. Der Iran sei vor dem Spiel sorgfältig darüber informiert worden, dass der sogenannte Hijab-Schal aus Sicherheitsgründen nicht getragen werden dürfte. Jordanien habe deshalb sogar auf die Nominierung einiger Spielerinnen verzichtet.
Hijab statt Kappe ein Problem
In dem Gottesstaat Iran müssen Frauen ihre Haare und Körper in der Öffentlichkeit komplett bedecken. Bereits vor den Olympischen Jugendspielen 2010 hatte die FIFA dem Iran wegen dieser Kleiderordnung mit einem Ausschluss vom Turnier in Singapur gedroht. Schließlich einigten sich beide Seiten, dass die Spielerinnen mit einer Kappe statt des Hijab antreten dürfen. In Amman waren die iranischen Spielerinnen dennoch wieder mit dem Hijab erschienen.
In Teheran sieht man sich hingegen im Recht. "Unsere Kleidung ist weder religiös, noch politisch anstößig. Und sie kann auch keine Spielerinnen gefährden", erklärte die für das Frauen-Nationalteam zuständige Verbandsfunktionärin Farideh Shojaei. Sie sei davon ausgegangen, dass die Kleidung den FIFA-Richtlinien entspreche. (APA/Reuters/Ag.)
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