Iranisches Frauen-Fußballteam

Wegen Hijab "zu Recht" ausgeschlossen

6. Juni 2011, 18:22
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    foto: reuters/ali jarekji

    Nach FIFA-Regeln sind Dressen, die wie bei den iranischen Spielerinnen auch Hals und Ohren bedecken, nicht zulässig, sodass das Match abgesagt und den Gegnerinnen drei Punkte zugeschrieben wurden. Die Iranerinnen waren am Boden zerstört.

Spielerinnen durften Gewänder nicht ablegen: FIFA blies Spiel ab und wies Beschwerde Irans zurück

Zürich/Teheran - Im Streit um islamische Ganzkörper-Outfits im Frauen-Fußball bleiben die Fronten zwischen dem Fußball-Weltverband (FIFA) und dem Iran verhärtet. Die iranische Frauen-Nationalmannschaft sei zu Recht wegen ihrer Kleidung vom Qualifikationsspiel für London 2012 in Jordanien ausgeschlossen worden, teilte die FIFA am Montag in Zürich mit und wies eine Beschwerde des Iran ab.

Am vergangenen Freitag hatten iranische Verantwortliche verweigert, dass die Spielerinnen ihre Kopfbedeckungen und langen Anzüge für das Spiel in Amman ablegten. Daraufhin sagten FIFA-Offizielle aus Bahrain die Partie ab und werteten sie mit 3:0 für Jordanien. Der Iran sei vor dem Spiel sorgfältig darüber informiert worden, dass der sogenannte Hijab-Schal aus Sicherheitsgründen nicht getragen werden dürfte. Jordanien habe deshalb sogar auf die Nominierung einiger Spielerinnen verzichtet.

Hijab statt Kappe ein Problem

In dem Gottesstaat Iran müssen Frauen ihre Haare und Körper in der Öffentlichkeit komplett bedecken. Bereits vor den Olympischen Jugendspielen 2010 hatte die FIFA dem Iran wegen dieser Kleiderordnung mit einem Ausschluss vom Turnier in Singapur gedroht. Schließlich einigten sich beide Seiten, dass die Spielerinnen mit einer Kappe statt des Hijab antreten dürfen. In Amman waren die iranischen Spielerinnen dennoch wieder mit dem Hijab erschienen.

In Teheran sieht man sich hingegen im Recht. "Unsere Kleidung ist weder religiös, noch politisch anstößig. Und sie kann auch keine Spielerinnen gefährden", erklärte die für das Frauen-Nationalteam zuständige Verbandsfunktionärin Farideh Shojaei. Sie sei davon ausgegangen, dass die Kleidung den FIFA-Richtlinien entspreche. (APA/Reuters/Ag.)

Die Provinz lebt
00
25.7.2011, 11:47
Was sagt der Prophet überhaupt zum Damenfußball?

Da muss sich doch in der Hadithe aus dem 7.Jh. n.Chr. was finden?

Pygar
 
16

Die Entscheidung war richtig, im Interesse aller Frauen.
Religiösen Fanatismus der Frauen beschränkt und benachteiligt muss man entschieden entgegentreten und zwar kompromisslos.

guggi102
16

Warum schreibt dieStandard "zu Recht" unter Anführungszeichen? Es geschieht zu Recht.

Es ist momentan sicher bitter für die Spielerinnen, aber ein wichtiger Schuß vor den Bug für diejenigen, die ihnen eine angemessene Sportbekleidung verbieten.

Mathias
 
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... aktuell ist politisch korrekt leider was anderes!

Mathias
 
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In Teheran sieht man sich hingegen im Recht. "Unsere Kleidung ist weder religiös, noch politisch anstößig. Und sie kann auch keine Spielerinnen gefährden"

Ach und wieso ist es dann für Frauen im Iran "Pflicht", sich so zu verhüllen? Wenn weder Religion noch Politik eine Rolle spielen soll??

Wieso werden die Frauen dann bestraft, sollten sie sich mal nicht verhüllen??

Barnaba Cecchini
112

Wieso spielen die überhaupt Fussball? Ich glaube nicht, dass dieser Sport vom Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden sei mit ihm, ausgeübt wurde.

artemis70
04
man sollte das nicht so eng sehen.

der prophet hat ja ganz offensichtlich auch nix gegen die verwendung von teufelszeug aus der heimat der ungläubigen imperialisten wie baseball-kapperln und t-shirts (natürlich nur für männliche gläubige).

Timagoras
 
00

und schon gar nicht von seinen frauen!

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