Fußball

Die wahren Drama Queens sind Männer

22. Juni 2011, 13:52
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    foto: apa/rubra

    "Show-Effekte, Schauspielereien und Proteste sind weitgehend Männern vorbehalten", so die Studien-Autoren der TU München.

Einer aktuellen Studie zufolge inszenieren sich Fußballspieler auf dem Feld viel stärker als ihre weiblichen Pendants

Pünktlich zur Frauenfußball-WM kommen nun Differenzen zwischen dem Fußballgebaren von Frauen und Männern zur Sprache. Sportwissenschaftler der TU München legten am Mittwoch eine Studie vor, in der sie nachweisen, dass beim Frauenfußball einzelne Unterbrechungen wie etwa Auswechslungen und Torjubel deutlich kürzer auftreten als bei Männern. Besonders nach Verletzungen bleiben Männer deutlich länger am Boden. In ihrer Studie haben sie 56 Fußballspiele hinsichtlich Ort, Zeit und Dauer jeder Spielunterbrechung ausgewertet. Die Conclusio der Wissenschaftler: Männer inszenieren sich viel stärker beim Fußball als Frauen.

Eine Minute Torjubel

Grundsätzlich sind Unterbrechungen Teil eines jeden Fußballspiels und können unter Umständen sogar länger als die eigentliche aktive Spielzeit dauern. Die einzelnen Unterbrechungen allerdings sind bei Männern wesentlich länger. So hält der Torjubel bei Männern fast eine Minute an, während die Frauen nur etwa halb so lang feiern. Das Auswechseln dauert bei Männern mit 45 Sekunden fast 10 Sekunden länger als bei Frauen. Besonders auffallend sind die Unterschiede bei Verletzungsunterbrechungen, heißt es in der Studie: Hier bleiben Männer 30 Sekunden länger am Boden. Insgesamt ist das Spiel der Frauen zwar öfters unterbrochen, wird aber fast immer viel schneller wieder fortgesetzt, als das bei den Männern der Fall ist.

Martin Lames von der TU München erklärt dies so: "Generell ist bei Männern der Gedanke der Inszenierung viel stärker ausgeprägt als bei den Frauen, bei denen offensichtlich das Spiel an sich im Vordergrund steht." Show-Effekte, Schauspielereien und Proteste seien weitgehend den Männern vorbehalten. Lames: „Der Grund dafür könnte sein, dass die Spiele der Männer generell vor mehr ZuschauerInnen und mit höherer medialer Aufmerksamkeit ausgetragen werden."

Unterbrechung als taktisches Mittel

Malte Siegle, Doktorand am Lehrstuhl, ergänzt: "Wir konnten sogar den Beweis führen, dass Männer die Unterbrechungsdauer als taktisches Mittel einsetzen. Wie an vielen Stammtischen vermutet wird, lässt man sich in Führung liegend nachweislich mehr Zeit als bei Unentschieden oder sogar bei Rückstand. Dieses Verhalten finden wir bei Frauen überhaupt nicht."

Den Forschern geht es eigentlich darum, herauszufinden, wie Fußballspiele strukturiert sind, damit sich SpielerInnen darauf vorbereiten können. Sie haben dafür die Methode  „Case-by-case Analyse von Spielunterbrechungen" entwickelt. Der Vergleich zwischen Herren- und Damenfußball entstand dabei lediglich aks Nebenprodukt des Forschungsprojekts. (red)

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Posting 1 bis 25 von 50
1 2
Paul Muad'Dib
 
00
24.6.2011, 12:32
naja...

.. fußballer sind halt "rearbeitl"..

machtnix
00
24.6.2011, 09:55

Beim Männerfußball geht's halt auch um was...

fritz1004
01
24.6.2011, 09:21

In dem Falle eigentlich dann Drama Kings

Martin_1004
32
23.6.2011, 22:45

Können Frauen eigentlich wirklich Fußballspielen oder ist das jetzt wieder nur so eine verkorkste "weg-vom-Herd-Frauen-sind-besser-als-Männer-Aktion"?

Cynicism
00
24.6.2011, 08:24

Ganz klar: Letzteres.

F.O.S.i. ("unnötig"=>Begründung!)
43
23.6.2011, 17:09
Was ist das für ein Artikel?

Warum nicht gleich zu den Männern sagen "Ihr seid doof!!", die Zunge rausstrecken und "BLLLLLL" machen? Wie schon gesagt wurde, beim Männerfußball gehts um mehr und es gibt viel mehr Zuschauer. Deshalb mehr Emotionen und intensiveres Taktieren. Für diese Erkenntnis braucht man echt keine großartige wissenschaftliche Untersuchung.

Captain Smoker
04
23.6.2011, 16:22

"Wir konnten sogar den Beweis führen, dass Männer die Unterbrechungsdauer als taktisches Mittel einsetzen." - Danke für diese Studie! Da wäre ja sonst nie ein Mensch drauf gekommen...

parfen semjonowitsch rogoshin
08
23.6.2011, 13:36
das wirft jetzt aber...

...mein weltbild ziemlich über den haufen:

war doch der fussball bislang jene soziale praktik für mich, bei der ich mit chauvinstischer inbrunst, unterleiberl und bierdose in der hand den dsikriminierenden und latent rassistischen machtverhältnissen weisser heterosexueller männlichkeit huldigen konnte, während die mutti, wie es sich gehört, passiv-sexualisiert in der küche für den brötchennachschub zu sorgen hat.

und jetzt???
all meine idole,die letzten vorreiter wahrer männlichkeit, sind allesamt weicheier, die irgendwie schwul herumzicken?!

damit hat sich der fc gender, der uns im windschatten dieser sportveranstaltung mit allerlei wissenschaftlichen erkenntnissen beglückt, endgültig selber ausgedribbelt...

Kleines Sumpfhuhn
228
23.6.2011, 11:50
Die wahren Drama Queens sind Männer.

Genau. Weil das ist ja eine Tatsache.

Würde es um Frauen gehen, wäre es hingegen eine sexistische Verallgemeinerung.

You're so lame...

Léonor de Guzman
55
23.6.2011, 08:42
ich denk

das ist nicht nur im fussball so.......

machtnix
20
24.6.2011, 10:01

Denk mehr...

Neuer Nick neues Glück
52
23.6.2011, 16:47

Du denkst?

custos1
46
22.6.2011, 23:07

Würde gerne einmal sehen, was bei einem Geschlechterduell der Nationalmannschaften geschehen würde! Da würde sich dann vermutlich herausstellen, wer die wahren Dramaqueens sind! Wenns in der ersten Halbzeit zweistellig wird, fangen auch die Damen zu lamentieren an!

Ein Mann
24
23.6.2011, 10:30

nach dem ersten ordentlichen foul würden die mädls geschockt das spielfeld verlassen ;-)

Antagonist1
12
23.6.2011, 11:34
Fortsetzung>>>

und per Beschwerde bei der Antidiskriminierungsstelle einen 3 : 0-Sieg einfordern....

politisch verfolgt
00
24.6.2011, 02:47
und den auch zuerkannt bekommen

Ein Mann
01
25.6.2011, 11:25

und dann aufgrund der getürkten ergebnisse statistiken erstellen

und dann aufgrund der fehlerhaften statistiken weitere getürkte ergebnisse fordern

Antagonist1
10
24.6.2011, 20:17
Fortsetzung>>>

...... damit sie endlich Ruhe geben, aus keinem andern Grund......

Cynicism
15
22.6.2011, 23:45
Ist zwar das DFB-Frauenteam, aber:

"In der Vorbereitung (zur WM 2003, Anm.) absolvierte die deutsche Auswahl unter anderem auch ein Trainingsspiel gegen die männliche B-Jugend des VfB Stuttgart, das mit 0:3 verloren ging." (Quelle: taz)

B-Jugend, wohlgemerkt.

AlBundyFan
 
00
24.6.2011, 10:44
noch lustiger

bei der sendung "unsere kreisklasse" auf kabel1 vor ca. 6-7 jahren gings um ein team aus der ACHTEN klasse.
da spilten 30jährige mit riesenbierbäuchen usw.

und die haben in der vorbereitung ein spiel gemacht gegen ffc frankfurt, die mit 4 aktuellen weltmeisterinnen angetreten sind.

die amateure aus der ACHTEN klasse haben das frauenbundesligateam locker ausgekickt und gewonnen.

LL MM
00
26.6.2011, 11:12

In Deutschland sitzen 30jährige (mit Riesenbierbäuchen) in der 8. Klasse?

Die Deutschen sollten auch dringend das Sitzenbleiben abschaffen. ;-)

SochinDani
01
23.6.2011, 17:03

war die u-15 von stuttgart und das spiel ging 0:3 für die 15 jährigen burschen aus.
allerdings wird frauenfußball noch nicht lange professionell betrieben, deswegen der große unterschied. in anderen sportarten (marathon, radsport, schifahren) die von beiden geschlechtern schon länger betrieben werden ist der unterschied nicht so groß. beim marathon würde die beste läuferin der welt wohl mit dem besten männlichen österreichischem läufer mithalten können. beim fußball könnte jede 3. liga mannschaft aus !!österreich!! die wm damenmannschaft der deutschen zweistellig wegschießen. da muss die qualität noch ordendlich angehoben werden!!

Nordwicht
00
26.6.2011, 04:19

Silvia Neid (Trainerin D) hat in einem Interview erklärt, dass ab B-Jugend aufwärts die Männer physisch zu überlegen sind und daher auch keine Testspiele darüber hinaus vereinbart werden. Die Konsequenz des physischen Ungleichgewichts wird wohl jeder begreifen, der sich ein (gleichgeschlechtliches) Match zwischen unterschiedlichen Altersklassen ansieht.

Aguirre74
 
10
24.6.2011, 00:17

Und genau aus diesem Grund auch der Unterschied beim Lamentieren. Wenns um ein paar Millionen geht, da kannst dich schon ein paar Minuten lang sterbend rumwälzen. Was das allerdings mit "Gender" zu tun hat, ist mir schleierhaft (abgesehen von der üblichen platten "Frauen sind besser als Männer" - Berichterstattung).

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