Grüne wollen Sexarbeit legalisieren

24. Juni 2011, 08:58
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    foto: apa/gert eggenberger

    Die Grünen schätzen die Zahl der Privatbordelle auf bis zu 100.

Vorarlberger Landesregierung will vom Prostitutionsverbot nicht abrücken

Bregenz - Vorarlbergs Politik agiere in Sachen Prostitution nach dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn", kritisiert Katharina Wiesflecker, Abgeordnete der Grünen. Sie fordert die Legalisierung von Sexarbeit, die in Vorarlberg verboten ist. Denn trotz Verbots von "gewerbsmäßiger Unzucht" (Terminus aus dem Sittenpolizeigesetz) gebe es Geheimbordelle. Zuletzt flogen in Dornbirn, zwei davon auf, dort hatten 40 Frauen, die meisten aus Osteuropa, Sexualdienstleistungen angeboten. Wiesflecker: "Die Inserate in Wochenzeitungen sprechen eine eindeutige Sprache. Sexarbeit findet statt, obwohl es hier ein sehr restriktives Gesetz gibt."

Die Grünen schätzen die Zahl der Privatbordelle auf 75 bis 100 und berufen sich dabei auf den früheren Sicherheitsdirektor Elmar Marent. "Diese Zahl ist mir vollkommen neu", reagierte Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP), für die Sicherheit zuständig, im Gespräch mit dem STANDARD überrascht. "Das glaube ich einfach nicht. Wenn die Grünen die Adressen kennen, dann sollen sie das sagen."

Anbahnung, laut Sittenpolizeigesetz verboten, finde ungestört über Inserate und in Lokalen statt, sagt Wiesflecker, ebenso Werbung für ungeschützten Sex. Die Zahl der Table Dance Lokale habe sich laut Kriminalpolizei auf 23 verdoppelt. Es sei ein offenes Geheimnis, dass diese Lokale der Anbahnung dienten. Schwärzler: "Das weiß ich nicht, ich bin ja nicht im Vollzug tätig." Es sei an der Zeit das aus 1976 stammende Sittenpolizeigesetz zu ändern, Bordelle zu erlauben, um die Prostitution aus der Illegalität zu holen und Gesundheit und Sicherheit der Sexarbeiterinnen zu schützen, fordern die Grünen. Nicht Gemeinden sollten für die Genehmigung von Bordellen zuständig sein, sondern das Land. Schwärzler: "Nein, das gehört auf Gemeindeebene, weil die Gemeinden müssen damit leben." Wiesflecker: "Kein Gemeindevorstand wird einem Bordell zustimmen."

Schwärzler kann dem "liberalen, sehr freizügigen Zugang der Grünen nichts abgewinnen." Man habe ein sehr strenges Gesetz und im Übrigen andere Sorgen. Der Landesrat wird sich mit der Thematik dennoch beschäftigen müssen. Die Grünen brachten einen Landtagsantrag auf Legalisierung von Sexualdienstleistungen ein und fordern die Landesregierung auf, vom Bund sozialen Schutz für Sexarbeiterinnen und die Bekämpfung des Frauenhandels einzufordern. (jub, DER STANDARD, Printausgabe 24.6.2011)

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High Five
11
26.6.2011, 22:27

40 Frauen...wie kann man soetwas geheimhalten, noch dazu am Land? Sind da keine Schmiergelder mehr geflossen oder wie sind die plötzlich "aufgeflogen"?

Völlig absurd das "älteste Gewerbe der Welt" aufs schärfste zu verbieten. Unter den Legalisierungsgegnern werden wohl einige Mitschneiden und sind deshalb dagegen.
Sonst müsste man ja über soetwas wie Arbeitnehmerrechte nachdenken...

MaXiInMaLi
00
27.6.2011, 09:58
"Kein Gemeindevorstand wird einem Bordell zustimmen."

;D nja die dicken, schiachen und ungustligen Gemeindevorstände würden dem schon zu stimmen ;)

oder kennen die geheimbordelle ;D

Freigeistin1
10
27.6.2011, 09:35

Prostitution ist eben keine normale Arbeit!

High Five
00

Ich finds auch nicht unbedingt toll...

Aber verhindern kann man es durch Verbote einfach nicht (das ist einfach nur bescheuert)

Wollen Sie dass diese Frauen den Launen irgendeines Ungustl-Zuhälters ausgesetzt weden, oder sollten die viellleicht doch angemeldet und versichert sein?

Diese Art von Gesellschaftspolitik, die die ÖVP da macht, das ist einfach soetwas von weltfremd, dass jede Diskusion hinlänglich ist...

Die gehören alle mal für 5 oder mehr Jahre nach Tschtschenien geschickt, wenn Sie mich fragen, um einmal ein bißschen Realität kennenzulernen. Ich wünsch es keinem, aber diese Xiberger brauchen das anscheinend, als völlig gesunde Erziehungsmaßnahme

Hui Buh
00
30.6.2011, 11:54
Prostitution

ist eine vollkommen legale Arbeit. Warum Sie sich permanent so dagegen echauffieren ist mir ein Rätsel, oder haben Sie in Ihrem Dorf ein Bordell und Ihren Mann im Verdacht, er sucht dieses klammheimlich auf? So, wie Sie sich aufführen könnte mans fast glauben.

virginia plain
00
30.6.2011, 19:01
prostitution

ist pure menschenverachtung.

die meisten frauen, die in der pr. landen, sind bereits opfer von missbrauch/gewalt geworden, viele ertragen es nur unter drogeneinfluss. die freiwilligkeit ist jedenfalls ziemlich relativ, wenn man keine anderen möglichkeiten findet, zu überleben.

ich bin zwar auch für legalierung (obwohl sich viele pr. gar nicht anmelden würden, weil sie eben nicht offiziell als pr. stigmatisiert sein wollen), aber gleichzeitig müsste massiv in ausstiegshilfen investiert werden. das wird aber nicht passieren.

baroli
10
30.6.2011, 14:49

...darauf möchte ich wetten...;-)

Freigeistin1
20
30.6.2011, 15:35

Dann wettens mal schön - soll ich Ihnen meine Kto.nr. schicken damit Sie mir meinen Anteil überweisen können? ;-)))

Erschreckend Ihre negative Meinung über Männer. Die betrügen in Ihrer Welt wohl alle ihre Frauen, gell?

Ach ganz vergessen, das passiert ja nur bei den Konservativen - die Liberalen machens zwar auch - reden aber drüber und das machts gleich wieder gut ;-)))

Bye bye

molekühl
01
26.6.2011, 19:35

Einen Betrieb mit 20 Damen, der wahrscheinlich auch noch Werbung macht, "auszuheben", ist natürlich eine großartige detektivische Leistung der Ermittlungsbehörden.
Anderes Beispiel: hier in Innsbruck ist Straßenprostitution verboten, trotzdem stehen an die 20 Damen herum, und Polizeistreifen fahren einfach so vorbei, wenn nicht gerade alle paar Monate "Aktion scharf" angesagt ist.
Zusammengefasst: "verboten" wird für den schönen Schein nach außen. Eine Genehmigung wäre ehrlicher, zieht aber für den Gesetzgeber erst recht einen Rattenschwanz an Verantwortlichkeiten nach sich, also hält man sich raus.
Noch was: Die Schnittmenge zwischen "Tabledance" und "Prostitution" ist überschaubar. In den meisten Lokalen wäre man da fehl am Platze.

Hui Buh
01
30.6.2011, 19:30
Kennen Sie die Innsbrucker Bordellverordnung

vom Flora? Genial!!!!! ;o)))

Floaschkas
20
26.6.2011, 18:14
Ich hätte nicht gedacht, dass sich im Standard-Forum die Gemüter dermaßen gegen eine Legalisierung von Prostitution (in einem rückständigen Bundesland Österreichs) erhitzen können.

Selbst von einer Gleichsetzung von Prostituierten mit Drogenhändlern nicht zurückschrecken... (Wenn schon, sind die Zuhälter und Bordellbesitzer Drogenhändler.)

Unfasslich.

fuchstritt
12
26.6.2011, 18:02

menschen kann man nicht kaufen.e basta.dafür gilt es einzustehen,zu diskutieren,meinung u politik zu machen

Hui Buh
00
30.6.2011, 11:57
Wie ist es dann mit dem Elektriker,

der zu Ihnen kommt, der Installateur, der Tapezierer, der Maler, die Putzfrau? Bezahlen Sie deren Leistung nicht?

Hui Buh
10
29.6.2011, 12:51
Man kauft ja auch nicht den Mensch,

sondern dessen Leistung. Wenn der Elektriker, Friseur, oder Tapezierer etwas bei Ihnen macht, kaufen Sie ja auch nicht den Elektriker, oder Friseur. Sie bezahlen die Zeit, die er für seine Leistung aufgewendet hat - nicht anders ist es mit der Prostitution.

Freigeistin1
00
29.6.2011, 18:09

Sorry, wenn ich jetzt direkt werde: Aber Beine breit machen ist keine Leistung!

High Five
10

Du hast einen festen Klopfer.....

Hui Buh
00
29.6.2011, 23:47
Wir wollen niemals auseinander gehen...

Sang schon Heidi Brühl *ssfg*

Freigeistin1
00
30.6.2011, 07:12

Häh? Was hat das damit zu tun?

Hui Buh
00
30.6.2011, 11:13
Ach, das kennt sie wieder nicht.....*ssfg*

Pucifer
13
26.6.2011, 18:15
aber natürlich kann man Menschen kaufen.

Ich weiß ja nicht, was sie so mit ihrer Zeit anfangen, aber die meisten müssen wohl ihre Arbeitskraft verkaufen. Und nur die Arbeitskraft ist es ja auch nicht, wenn man denkt welchen psychichischen belastungen man ausgesetzt ist. Sogar die Selbständigen verkaufen ihre Leistung an jemanden.

Freigeistin1
00
27.6.2011, 09:36

Dabei verkauft man aber nicht seinen Körper und ist intim mit fremden grauslichen Typen!

Würden Sie Ihrer Tochter auch raten Prostituierte zu werden, weils ja eh ein normaler Job ist?

Hui Buh
00
29.6.2011, 12:53
Wenn ich Assistentin der Geschäftsleitung bin,

wird auch meine ARBEIT bezahlt. Das mache ich nicht gratis!!! Oder an einem Counter bei einer Airline, da wird meine ArbeitsZEIT+ LEISTUNG bezahlt.

Freigeistin1
00
29.6.2011, 12:55

Sie vergleichen ernsthaft die Leistung einer Assistentin mit der einer Prostituierten?

baroli
21
27.6.2011, 18:51

...alle werden schon nicht grauslich sein, was Sie immer für Horrorvisionen haben...

Pucifer
11
27.6.2011, 18:13

Jeder kann sich immer noch aussuchen, ob der Job angenommen wird oder nicht. Ebenso Prostituierte, es sei denn sie werden gezwungen - und das ist es ja, was nicht geduldet werden sollte.
Wenn meine Tochter sich dafür entscheidet als Prostituierte zu arbeiten und das wirklich möchte, werde ich sie natürlich unterstützen und nach kräfen dafür sorgen, daß es ihr gut geht.

Natürlich sind wir auch körperlich ausgeliefert. Zwar müssen die meisten nicht intim mit ihren Kunden werden aber so ziemlich jeder Arzt wird in gewisser Weise intim mit Patienten. Physiotherapie, Wellness... alles Berufe mit Körperkontakt. Ob man solche Berufe ausüben kann hängt allein davon ab, wie belastungsfähig man in diese Richtung ist.

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