Ahmet Hamidi

Subtil hinausgekickt

24. Juni 2011, 17:47

Bevor ein Mann öffentlich seine Abwehrhaltung gegenüber Frauensport bekundet, sollte er daran denken, was die Stimmungsmache real für Auswirkungen haben kann

Es lebe der Sport. Aber bitte nur für Männer. Derzeit kann man in deutschen Medien beobachten, wie Kolumnisten die Frauenfußball-WM "launig" kommentieren. In Österreich ist ein Mediziner, der bis Freitag Vizepräsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ) war, gleich der Meinung, zu viel Sport für Frauen sei schlecht.

Mittlerweile sagt Ahmet Hamidi, er habe sich nur auf Spitzensport bezogen - aber Sport in übertriebenem Maße kann doch bitte auch Männern schaden. Das eigentliche Thema der Diskussionsveranstaltung, in der Hamidi verbal entgleiste, war Schwimmunterricht für muslimische Mädchen. Für die ist es aber ohnehin in Österreich nicht so leicht, in ein Becken zu gehen. Denn in vielen öffentlichen Bädern gibt es keine Möglichkeit, verhüllt (oder nur unter Frauen) zu baden.

Bevor ein Mann öffentlich seine Abwehrhaltung gegenüber Frauensport bekundet, sollte er daran denken, was die Stimmungsmache real für Auswirkungen haben kann. Das kann so weit gehen, dass Frauen überhaupt davon abgehalten werden, ihren Sport auszuüben.

Oder aber solche Äußerungen bereiten den Nährboden auf für subtile Diskriminierung. Da kann man dann leichter mit Geldmangel argumentieren, wenn eine Damenmannschaft aus einem Verein gekickt wird, wie in Vorarlberg geschehen. Auf dass der Sport in Männerhand bleibt. (Gudrun Springer, DER STANDARD, Printausgabe 25./26.6.2011)

AlBundyFan
 
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natürlich sind frauen schlechter als männer

aber spitzensportlerinnen (auch die fußballerinnen)sind trotzdem besser als ich bzw. 99% der männlichen erdbevölkerung.
wie soll es mir also zustehen, frauen den sport zu verbieten?
da sollte ich zuerst mal selbst deren leistung bringen.

und wenn sich männer mal zb.wm-matches der wm1958 oder so ansehen würden, dann würden sie sehen, daß die männer dort ziemlich ähnlich den heutigen frauen gespielt haben.
jetzt(50 jahre später)schaut alles anders aus,weil die trainingsmöglichkeiten ganz andere sind.

in 30-40 jahren wird der frauenfußballsport vielleicht auch nahe dem niveau der männer sein....

marty fink
00
27.6.2011, 14:45
Ich denke, dass keine Frau abgehalten wird, Sport zu treiben.

Ich denke eher, dass es eine reine Businesscaserechnung ist, wenn etwaige etablierte Vereine von Männersportarten die Kosten für eine Frauenabteilung nicht tragen.
Wie haben denn beispielsweise die amerikanischen Ballsportarten in Österreich angefangen?
Engagierte Amateure haben private Zeit und Geld hineingebuttert, so die Vereine größer gemacht und irgendwann war eine kritische Masse erreicht und es kam zum Selbstlauf.
Das wird kein Mann je verhindern!

super Typ
00
30.6.2011, 03:52

Also der Vorteil etablierter Vereinsstrukturen soll Männern vorbehalten bleiben, Frauen sollen bei Null anfangen und sich mühsam eigene Strukturen aufbauen?

carlos huankind
00
26.6.2011, 11:55
wenn man keine ahnung hat, besser nichts schreiben

das es zu strafzahlungen kommt wenn bei unterklassigen vereinen in nö keine frauenmannschaft im verein spielt ist lächerlich und führt dazu das schlussendlich niemand mehr spielen kann.

ist es das was sie wollen frau springer?

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