Beschlossen: Brustkrebs-Screening

1. Juli 2011, 15:20

Die Bundesgesundheitskommission sprach sich einstimmig für das Mammografie-Programm aus - Zehn Millionen Euro fließen in das Projekt

Wien - Die Bundesgesundheitskommission beschloss am Freitag einstimmig die Realisierung eines Mammografie-Programms in Österreich. Ebenso wurde die Bereitstellung von zehn Millionen Euro für Präventionsprogramme in Sachen Ernährung einstimmig beschlossen. Dies teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit.

Gesundheitsminister Alois Stöger von der SPÖ hatte die Erarbeitung eines bundesweiten Brustkrebsfrüherkennungs-Programms in Auftrag gegeben. Am vergangenen Dienstag hatten sich Hauptverband der Sozialversicherungsträger und Österreichische Ärztekammer geeinigt. Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Zielgruppe und Untersuchungsintervall - 45 bis 69 Jahre: persönliche Einladung in regelmäßigen Abständen (18 bis 24 Monate), für die Altersgruppen von 40 bis 44 Jahren und ältere Frauen ist die Teilnahme auf freiwilliger Basis möglich.
  • Doppelbefundung durch zwei RadiologInnen
  • Ultraschalluntersuchung bei Bedarf ("dichtes Brustgewebe") unmittelbar nach der Mammografie
  • Das Programm ist mit einem aufwendigen Qualitätssicherungsprozess verbunden. Die teilnehmenden RadiologInnen müssen auf jährlich mindestens 2.000 Untersuchungen kommen.

4.600 Brustkrebserkrankungen pro Jahr

In Österreich erkranken derzeit pro Jahr rund 4.600 Frauen an Brustkrebs. Es werden jährlich etwa 1.500 Todesopfer registriert. Systematische Früherkennungsprogramme könnten die Sterblichkeit laut wissenschaftlichen Studien um rund 30 Prozent reduzieren. Das neue Programm soll Anfang 2013 flächendeckend starten. Man rechnet mit rund 700.000 Untersuchungen pro Jahr.

Die Kommission stellte schließlich per einstimmigem Beschluss auch zehn Millionen Euro für Präventionsprojekte im Bereich Ernährung bereit (Mittel von Bund, Bundesländern und Krankenversicherungen). Das Geld soll für ein Programm zur Optimierung der Schulverpflegung ("G'scheit g'sund") sowie in die "Baby-Friendly Hospitals-Initiative" und Informationsaktivitäten in Sachen Ernährung fließen. (APA)

Da steht:

"persönliche Einladung" nicht "Einberufung".

wo kann man genaueres über die präventionsprojekte erfahren?

nicht dass sich da ein großes unternehmen daran gesundgestößt, vielleicht noch mit h-milch in plastikflaschen.

Verstehe ich das richtig?

Sollen Frauen tatsächlich verpflichtet werden zu diesen Untersuchungen? Ich glaube, ich bin im falschen Film und hoffe, dass dieser Eindruck täuscht!

nein, gezwungen wird (noch) nicht.

es sind "einladungen", die zielgruppe kriegt die post, damit sie nicht "vergisst". konsequenzen bei nicht-hingehen gibt es keine.

zu ärztlichen untersuchungen gezwungen unter androhung von finanziellen einbußen wird frau in ö momentan "nur", wenn sie mutter wird.

www.aerztepfusch.at

Mit dieser Entscheidung werden viele Frauen unnötig ihre Brüste verlieren...

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