EU-Parlament

Große Mehrheit für Frauenquote

7. Juli 2011, 09:33

Allerdings nicht für eine rechtsverbindliche: Bis 2020 wünschen sich die Abgeordneten dennoch 40 Prozent Frauen im oberen Management

 Straßburg - Das EU-Parlament hat für eine Frauenquote in Führungspositionen der Wirtschaft plädiert. Bis 2015 sollten nach Vorstellung der ParlamentarierInnen 30 Prozent Frauen im oberen Management vertreten sein. Bis 2020 sollte der Anteil auf 40 Prozent steigen. Die EU-Kommission wurde in der am Mittwoch verabschiedeten Entschließung aufgefordert, bis zum kommenden Jahr ein Gesetz vorzuschlagen.

"Deutliches Signal"

Die Straßburger Abgeordneten sprachen sich mit großer Mehrheit für die Quote aus, allerdings für eine, die nicht rechtsverbindlich ist. Die christdemokratische Verfasserin der Entschließung, die griechische EU-Parlamentarierin Rodi Kratsa-Tsagaropoulou sprach von einem "deutlichen Signal" an Regierungen, Sozialpartner und Unternehmen. "Europa kann es sich nicht leisten, weibliches Talent ungenutzt zu lassen".

Derzeit sind in den größten börsennotierten EU-Unternehmen zehn Prozent der DirektorInnen und nur drei Prozent der Vorstandsvorsitzenden Frauen.

EU-weite Entwicklung

In Deutschland liegt der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen bei 13 Prozent, in Schweden und Finnland bei 26 Prozent. Norwegen kennt schon länger die Vorschrift, dass börsennotierte Unternehmen 40 Prozent Frauen im Verwaltungsrat haben müssen. Auch die Niederlande, Frankreich und Spanien planen bis 2015 die Einführung einer Quote. (APA/Ag.)

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11 Postings
sljudanka
00
Ist es am Redaktionsteam vorbeigegangen, dass es in Dland Zoff wegen der Quote gibt?

Dort wurde ja von der Politik die Frauenquote in der teilstaatlichen Telekom verübt.

Jetzt gibt es schon Zoff, weil die ArbeitnehmerInnenvertreterInnen sauer sind.
Die sagen es ist unfair, Quoten-menschen auf Posten zu setzen (noch dazu wenn sie aus dem politisch-einschlägigen Bereich kommen)!

Die ArbeitnehmerInnenvertreterInnen sind bei der Präsentation der Quoten-damen ausgezogen - man zweifelt an der Qualifikation der gequoteten Vorständin udn fühlt sich übergangen (die Quoten-damen wruden OHNE vorher die Personalvertretung zu informieren ins Amt gesetzt.

Anton J. Helmreich
00
ich wünsch mir sogar über 50% frauen in führungspositionen

aber quote beginnt mit Q und ist einfach nur quatsch

mehr gibts dazu nicht zu sagen

Heiner Bussy
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Der Quotenschwachsinn ist ein weiterer Wettbewerbsnachteil für Europas Wirtschaft.

Aber erklären Sie das einmal den Berufspolitikern im Europaparlament. Von denen hat fast keiner je in einem privatwirtschaftlich geführten Unternehmen gearbeitet.

Steuerflüchtling
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dann ist es wohl Zeit, Firmenzentralen aus der EU Richtung Asien zu verlegen.... es wird schliesslich schon Gründe haben, warum dieses "grosse Potential" bisher ungenutzt geblieben ist.

Harti01
11
Wenn Frauen das gleiche leisten, bei niedriger Bezahlung,

wo sind die reinen Frauenfa. die natürlich bei gleicher Leistung geringere Lohnkosten haben ???

Hat mir leider noch niemand wirklich gut beantwortet.

YellRain
02
frauenquote und bevormundung vs. freiheit und demokratie -> wer gewinnt?

dies zeigt bestenfalls wie weltfremd die parlamentarier geworden sind.

wenn sie nicht wieder zu der vertretung der bürger zurückkehren, sondern immer die ideologie einer gender-sekte mit den üblichen floskeln umsetzen wollen, so ist es eher an der zeit zu fragen, ob das projekt eu gescheitert ist und nicht besser abgewickelt werden soll.

die bürger europas brauchen keine bevormundung durch eine mega-umerziehungsbehörde, die sich langsam ideologisch dem ex-ostblock angleicht. dann sollte man das politbüro im brüsseler kreml zumachen und auch das eu-parlament auflösen.

übrigens: in DE ist der bdi (bundesverband dt. industrie) offen gegen die frauenquote (andere verbände werden folgen). ein beispiel für AT?

Harti01
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Also bitteschön, wenns die Frauen

nicht ohne Quote schaffen......

ravenna
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Wo bleibt denn die Geschlechtergerechtigkeit bei denen, die am meisten danach schreien; in der ÖH?

y sky
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Schön-Wetter-Quote

bestens geeignet den männlichen Lebensweg als Ideal fortzuschreiben. Will ich jedoch Kinder und trotzdem gemäß Qualifikation und Erfahrung eingesetzt werden dann wird es schwierig. Dagegen helfen weder Kinderbetreuungseinrichtungen noch Top-Management-Quoten. Wer kann schon 60+ Stunden arbeiten und seine Kinder noch täglich in wachem Zustand sehen (betrifft nat. auch Männer)?

was ist wenn ich gar keine Vorständin werden will sondern kinder haben und einen job im mittleren/gehobenen Management machen will wie vor den Kindern. Da nützen weder Quote noch Kindergarten, da hilft nur die richtige Einstellung des Unternehmens.

Also Gesellschaftspolitik, nicht Quotenpolitik bitte!

K. K. Lacke
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weltfremde Ideologiepolitik

Quoten die NICHT den statistischen Verteilungsverhältnissen der "Basis" entsprechen sind diskriminierend

wenn von 100 ArbeitnehmerInnen im Geschlechterverhältnis 20 Frauen zu 80 Männern trotzdem 40% Quote im Management verlangt werden heisst das nicht daß gleich qualifizierte Frauen bevorzugt werden, sondern daß das "richtige" Geschlecht garantiert, daß Frauen höhere Erfolgsaussichten genießen als Männer mit identer Qualifikation

in Kombination mit den bestehenden Sexismen in der weiblichen Partnerwahl ist das sicherlich eine ganz ganz tolle Sache, die zu einer viel besseren gesellschaftlichen Akzeptanz für diese sexistische Politik führt. 100%ig...

Neuer Nick neues Glück
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Das moniere ich in der Politik schon lange - Frauen stellen meist unter 30% der einfachen Parteimitglieder, fordern aber 40% der Spitzenplätze.
Aber die sind halt dreist...

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