Frauen-Fußball-WM

Straßenfeger Niederlage - Beckenbauer: Ende des Hypes

11. Juli 2011, 16:53
  • Artikelbild
    foto: ap/dapd/oliver lang

    Das Aus für die deutschen Titelverteidigerinnen bei der Heim-WM bedeutet auch ein Aus für den Hype um den Frauenfußball im Land, meint Beckenbauer. Im Bild Simone Laudehr nach der Niederlage gegen Japan.

Partie Deutschland - Japan meistgesehene Sendung im deutschen Fernsehen 2011 - "Wer wird sich bald noch daran erinnern?"

Die Erwartungen war hoch und so auch die ZuschauerInnenquote: Die ZDF-Übertragung des WM-Viertelfinalspiels Deutschland gegen Japan am Samstag war mit durchschnittlich 16,95 Millionen ZuschauerInnen 2011 die bisher meistgesehene Sendung im deutschen Fernsehen. Das entspricht einem Marktanteil von 59,3 Prozent. In der Schlussphase verfolgten sogar 18,53 Millionen Fans den vergeblichen Kampf der deutschen Fußballfrauen gegen das WM-Aus.

Beckenbauer prophezeit wiederkehrendes Desinteresse

Diesem für deutsche Verhältnisse frühen Ausscheiden aus dem Turnier wird laut Franz Beckenbauer ein nahendes Ende des Hypes um den Frauenfußball in Deutschland zu schulden sein: "Wer wird sich bald noch daran erinnern? Das wird die Frage sein. Dafür musst du gewinnen, sonst bist du in ein paar Wochen zurück in der Normalität."

Als Grund für die berraschende 0:1-Niederlage im ersten Spiel nach der Gruppenphase sah der Ehrenpräsident von Bayern München die gewaltige mediale Aufmerksamkeit. "Sie konnten dem Druck, der da über Wochen aufgebaut wurde, am Ende nicht standhalten." (SID/red)

j.haug
01
11.7.2011, 20:46
frauenfußball hat an bekanntheitsgrad und beliebtheit gewonnen

durch diese wm und das kann auch keine niederlage wieder zerstören.

Cassius
00
11.7.2011, 18:23
Die Rechnung geht nicht auf

Zwei liegen bedeutet zweimal zahlen, aber wird auch der Fan zweimal bezahlen. Es ist davon auszugehen, dass der Fan entweder Geld beim Frauenfußball ODER Männerfußball lässt und nicht mehr bezahlt um zusätzliche Vereine zu unterstützen. Durch Frauenfußball kann man auch keine neuen Fans gewinnen. Wer sich nicht für Fußball interessiert, für den wirds auch nicht besser, wenn Frauen ihn spielen, von einer handvoll Feministinnen abgesehen.

Cassius
00
11.7.2011, 18:16
Und Dann

Dann kommt noch dazu, dass sich die FIFA mit Frauenfußball im Gratis-fernsehen selbst Konkurrenz machen würde. Diese Alternative will man dem Zuschauer aber nicht bieten, Sky muss schließlich Abos verkaufen.

Cassius
00
11.7.2011, 18:13
Überstättigt

Das der Frauenfußball in Europa auf kurze Sicht eine eher trostlose Zukunft hat, liegt an der Übersättigung des Marktes mit Fußball. Bundesliga, Champions League, UEFA-Cup, die Pokale und dann kommt noch EM und WM dazu und DANN das ganze nochmal mit den Frauen. Das der Frauenfußball da nicht mithalten kann, liegt nicht an Leistungen in der WM.

Der Frauenfußball hat eher in Amerika eine Zukunft oder dort, wo Fußball noch nicht im selben Maße etabliert ist.

Amy4
00
11.7.2011, 17:26
lieber spass haben als krieg spielen

auch in der normalität haben frauen spass am fußballspielen und bringen leistungen.
schrecklich der hype und versuch , immer nur erfolgreich zu sein. nur der erfolg zählt? und auf die verliererin wird eingedroschen - vorherige erfolge bleiben ungeachtet. zeugnisse einer unmenschlichen gesellschaft, in der es nur gewinner oder verlierer gibt? und menschen bleiben auf der strecke. ein system, das wir nicht unterstützen sollten - auch im sport. das interesse am frauenfußball wird dennoch steigen. dafür hoffentlich das interesse an germans next topmodel abflachen. der k(r)ampfsport männer-ußball diente frühermal als vorbereitung f. kriegsspiele - lieber spass haben als krieg spielen...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.