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Die Menopause ist kein Krankheitsbild, bekräftigt Psychologin Sue Brayne.
Die Menopause sollte nicht als medizinisches Problem, das behandelt werden muss, sondern als ein lebensbekräftigender, normaler Prozess im Leben einer Frau begriffen werden. Das konstatiert die britische Psychotherapeutin Sue Brayne in ihrem neuen Buch "Sex, Meaning and the Menopause", das sie am Mittwoch vor der British Psychological Society in Windsor vorstellen wird.
"Gewaltige Veränderungen"
"Wenig Beachtung wird den psychologischen und emotionalen Aspekten der Veränderung geschenkt, die Frauen in dieser Zeit erleben. Dabei kann sich die Forschung noch so sehr bemühen, die Menopause zu 'heilen' - Evolution kann nicht aufgehalten werden", so die Psychologin. "Wenn eine Frau in den 50ern ist, kommen gewaltige Veränderungen auf sie zu. Sie muss sich dem Ende der Fruchtbarkeit stellen, dem Ende der Jugend, und sie muss mit der weniger werdenden Aufmerksamkeit für sie als ältere Frau umgehen lernen."
Brayne hat über 60 menopausale Frauen und neun Partner älterer Frauen für ihre Arbeit interviewt und eine umfassende Bandbreite der Erfahrungen von beiden Seiten kompiliert und auch abgeklopft, wie sich die Menopause auf die Beziehungen und die Sexualität auswirkt vor dem Hintergrund einer jugendbesessenen und hypersexualisierten Gesellschaft.
"Ich habe 'Sex, Meaning and the Menopause' geschrieben, weil ich die Nase voll hatte von Büchern und Webseiten, in denen die Menopause nur vorkommt als eine Reihe von medizinischen Symptomen. Es gibt wenig Informationen darüber, wie grundlegend die Lebensveränderungen dann eigentlich sind", sagt Brayne. "Diese Untersuchung soll helfen, diese Lebensphase Frauen wie Männern in weiterem Sinn begreiflich zu machen." (red)
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